TPK - Total Party Kill

Berichte vom Rollenspieltisch

Totgeburt

Natürlich war das Unsinn, was ich Gestern schrieb.

Natürlich sind bei genauerer Betrachtung die Entwürfe eine totgeburt, weil ich sie wohl nie spielen werde. Trotzdem mache ich weiter. Warum? Ich weiß es nicht.

Darüber mache ich mir später Mal Gedanken. Genau so über das warum von diesen andauernden Kompromissen, warum sie gut sind, warum sie nötig sind und warum sie schlecht sein. Da spielen Dinge wie “Erwartungshaltung” mit rein, aber auch Gedanken wie … ich sage mal “Nachhaltigkeit”.

Aber zuerst baue ich die Feen fertig, so wie ich sie eigentlich machen wolle. Dann gibt es keine halbgaren Kompromisse mehr. Und das ist das wirklich Gute an der Sache.

Mai 12, 2008 Verfasst von rollenspiel | rant | | Keine Kommentare

“Risiken” und “Chancen”

Hmm - schade. Aus den Feen für TSOY wird so nichts werden. Natürlich macht mich das etwas traurig. Aber ich will ja auch nicht einen Charakter aus Mitleid spielen können.

The Bad

Was mich durchaus etwas nervt ist, dass man eigentlich immer Kompromisse machen muss. Nein, das trifft sicher nicht auf jeden zu, aber auf meine Vorstellungen des öfteren.

Die Vision die ich von der Rasse habe deckt sich nicht mit der Vision, die andere von der Welt und dem zusammenspiel der Elemente haben - das ist sicherlich auch in Teilen der Kritik geschuldet, die ich im Vorfeld bekommen habe und eingearbeitet habe. Ausserdem war die Präsentation und Ausarbeitung einfach nicht gut genug. Vielleicht war auch die gesamte Vision einfach nicht gut genug. Nicht gut genug sein nervt auch.

The Good

ABER darin bietet sich natürlich auch eine große Chance. Die Feen habe ich für eine bestimmte Runde bauen wollen um sie da zu spielen. Okay. Geht nicht. Das Charakterkonzept was ich hatte lässt sich locker auf einen Menschen umarbeiten (ich mag Menschen nicht, aber bis auf die Elfen mag ich alle anderen Rassen in TSOY noch weniger) und dann kann aus dem existierenden Konzept ein vernünftiger, in die Kampagne und Welt passender Charakter geboren werden.

The Ugly

Die Feen sind für mich zwar in dieser Runde tot, aber sie sind keine Totgeburt. Das Feedback hat mir durchaus geholfen sie besser zu beleuchten. Das heisst als übernächsten Schritt werde ich meine Vision dieser Fremdartigen Wesen nehmen und sie noch einmal neu aufbauen. Dabei muss ich auf niemanden Rücksicht nehmen. Ich brauche keine Designentscheidungen oder Visionen von andern zu berücksichtigen und kann mich hinterher entscheiden, was ich mit diesen Wesen mache.

Mai 11, 2008 Verfasst von rollenspiel | rant | , , | 2 Kommentare

Why, oh why?!

Warum tu ich mir das an? Warum schreibe ich? Warum sitze ich in Runden, die so schlecht sind? Warum gehe ich einem Hobby nach, dass so viel Spass macht?

Solche Fragen muss ich mir von (einigen) Leuten immer wieder anhören. Und ich denke, da liegt ganz einfach ein Missverständnis vor.

  1. Ich schreibe über ein Hobby was mir überaus viel Spass macht.
  2. Ich fokussiere dabei nicht nur die Ereignisse, sondern auch meine subjektive Wahrnehmen und die kann unvollständig sein.
  3. Ich schreibe dabei, um das erlebte noch einmal zu Reflektieren und meine Sicht zu klären.
  4. Ich suche nicht nach Fehlern, weder in der Runde wo ich sitze, noch hinterher. Ich nehme einfach, was ich sehe und schreibe es nieder.

Manchmal denke ich zu viel nach und handele dann gehemmt. Das ist aber nicht auf das Schreiben zurückzuführen. Das liegt eher darin begründet, dass ich nie den anderen Spielern gegenüber und dem Spielleiter gegenüber unvorbelastet gegenüber Spiele. In den seltensten Fällen hat das etwas mit dem zu tun, was ich beobachte und niederschreibe.

Zu guter Letzt will ich noch eins festhalten: Ich glaube daran, dass eher Verschwiegenheit und nicht-Kommunikation schadet, als dass es das öffentliche festhalten macht. Schweigen führt zu nichtverbalen Äusserungen von Unlust und zieht die ganze Gruppe in den Abgrund (das kann ein sehr langsamer, schleichender Prozess sein). Das Niederschreiben wirkt dem ganzen entgegen.

Am Ende verliere ich meine Angst und weniger Angst bedeutet besseres Spiel und mehr Spass. Wer immer denkt, ich mache das alles, immer auf der Suche nach Problemen, nach Streit und um anderen eins reinzuwürgen der halte sich doch einmal vor Augen, dass ich in allererster Linie mich angreifbar mache. Das bin ich und wer das nicht wissen will, der schaue doch einfach weg.

Mai 6, 2008 Verfasst von rollenspiel | rant | , , , | Keine Kommentare