TPK – Total Party Kill

Return to the Temple of Elemental Fun

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Ein paar wilde Gedanken zu Mage

Verfasst von rollenspiel am Juli 21, 2009

Hätte ich das Mal vor 7 Jahren geahnt!

Vor geschätzten 7 Jahren habe ich Mage gespielt und … ich muss sagen der Prozess dieses System zu erlernen …. war interessant. Es ist nicht so wie bei den Meisten Rollenspielsystemen: Man setzt sich hin, liest die Regeln und weiß dann im Prinzip, wie der Hase läuft. Zumindest war es für mich nicht so.
Mage ist tatsächlich ein Prozess des Lernens und der Öffnung. Und wie man sich langsam der Gedankenwelt von Mage öffnet, so erweitern sich die Möglichkeiten. Die eigene Wahrnehmung bestimmt, was man hier alles machen kann wesentlich mehr als das vorliegende Regelwerk. Eine faszinierende parallele zum Wirken von Magie im System selbst.

Und vor kurzem ist mir dann der Hellblazer Comic aus DCs Vertigo Reihe in die Hände gefallen – also nicht eins von diesen Comics, sondern richtig viel davon. Genug, um mich einige Wochen zu beschäftigen. Ein Blick hier herein … und ein Blick zurück. Hätte ich damals Hellblazer zu würdigen gewusst, dann hätte mir Mage sicher noch viel mehr bedeuten können. Es hätte den Lernprozess vorantreiben können! Verdammt. Und dabei ist die Comicreihe auch noch wirklich gut!

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Zweiter Blick: Dark Knight

Verfasst von rollenspiel am September 2, 2008

Auch auf den Dark Knight sei ein zweiter Blick erlaubt. Zuerst aber erst einmal hier mein Blick auf diesen Film.

Ein Kollege von mir teilt meine Meinung nicht. Ich hätte zu den Sachen sicher auch noch etwas zu sagen – aber ich meine das meiste bereits gesagt. Darum hier die Kommentare meines Kollegen zum Dark Knight.

Heath Ledger als Joker? Mit seiner Bemalung und Entstellung wirkt der neue Joker mehr wie ein fehlplazierter Wrestler, eine fette Version von Sting und nicht wie ein Superschurke. Klar ist der Joker ein Psychopath, komplett durchgeknallt und gefährlich, aber er ist eben mehr als das. Er ist ein Superschurke, so wie Batman ein Superheld ist. Und eben das kam überhaupt nicht herüber.
Ich meine mich auch zu erinnern, dass der Joker einen gewissen Stil hat und hierbei brauche ich nicht auf die alten Batman-Filme zurückzugreifen. Ein Blick in die Comics reicht da vollkommen aus. Dieser Joker, der von allen so hochgelobt wird, ist einfach nur dreckig. Er wird dem Bild des Jokers nicht gerecht.

[AW] Batman ist eigentlich nicht wirklich ein Superheld, weil er keine Superkräfte hat. Er ist ein Artist, Kampfkünstler und technischer Trickster: eigentlich eine Art weisser Ninja. Dieser Stil des Jokers von dem du redest hat sich in den flashy 70ern herausgebildet, als alle ganz überkandidelt wurden (inklusive Superpets, theaterhafte Schurken und elaborierte Achterbahnfallen).

Ich denke, das ist auch der Grund, warum der Film versagt, wo er brillieren sollte. Er wird der Vorlage nicht gerecht und transportiert sie nicht adäquat in ein anderes Medium. Wirkten Batman Forever und Batman und Robin verloren in dem neuen Medium, zu bunt und comichaft, zu wenig angepasst auf das Medium “Film”, ist Dark Knight zu real, zu wenig evokativ, zu kalt und zu wenig dunkel.
Gotham ist eben einfach nicht nur Chicago. Batman ist nicht nur ein Mann in einem dunklen Fledermauskostüm und der Joker ist nicht einfach nur ein wahnsinniger entstellter Irrer. Es sind Superhelden, Superschurken und eine fiktive, dunkle, unheimliche Stadt – einfach nur Kälte, Perfektion und Distanz kann dem nicht gerecht werden.

[AW] Die ‘Vorlage’ ist eben nicht homogen, sondern der Batman-’Myhos’ hat seine buntgescheckte Geschichte. In den Dreissigern war Batman (schon) ein düsterer Rächer, der die Verbrecher durchaus auch getötet hat im Kampf  – also ein echter Vigilant, der auch hassgetrieben ist. Erst mit seiner Mainstream-Kompatibilität in den 60ern und 70ern wurde er son kindergerechter Do-Gooder, der die Schurken immer so schön Bud Spencer-haft verbimste und für die Polizei zum Abholen fesselte. In den Achtzigern wurde er dann wiederum mit Frank Miller zum Menschen – da war er wirklich (endlich) wieder ein „Mann im Fledermauskostüm“, ein alter Mann mit Zipperleins und ein desillusionierter Mann. Der Dark Knight ist nicht mehr der jugendliche Held aus den 70ern.

Die brutale Gewalt mit der es in Dark Knight zur Sache geht ist sicher auch nicht jedermanns Sache. Da wird geprügelt was das Zeug hält, hart und direkt. Irgendwie erinnert mich das an die Wandlung, die James Bond durchgemacht hat nur: Da passt es. Bei Batman? Nicht. Es fliesst zwar kein Tropfen Blut, aber das ist bei dem Film eine der wenigen Sachen, die ihn noch vom Comic The Punisher fernhält. Augen auf: Bei Dark Knight sterben nur deshalb die Leute nicht, weil sie oft unmenschlich viel einstecken können. Batman tötet nicht, aber seine jetzige Vorgehensweise nimmt den Tod billigend in Kauf.

[AW] Damit kehrt Batman also zu seinen Ursprüngen zurück.

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Review: Dark Knight

Verfasst von rollenspiel am August 27, 2008

Dark Knight – Genial? – Sicher nicht.

Gleich vorweg: Nein. Ich werde mich nicht in die Reihe derjenigen einreihen, die den Film bis zum geht-nicht-mehr hochjubeln. Ich spreche keine Empfehlung aus, diesen Film im Kino zu sehen.

Das Gute

Das gute Dark Knight ist seine Perfektion. Alle Bilder und Szenen sind wunderbar perfekt eingefangen. Die Spannung stimmt, die Action Szenen sitzen, die Sprüche sitzen. Die Verfolgungsjagd mit den Trucks und Polizeiwagen und schliesslich dem Batpod ist ein Hammer. Vielleicht sogar der Hammer im Film.
Es gibt wunderbare Aufnahmen der Skyline von Chica… ich meine von Gotham City und noch bessere von Hongkong.
Die verwackelten Prügelszenen sind sicher Geschmackssache. Dieses gängige Stilmittel sorgt dafür, dass man nicht 100% perfekte Faustkämpfe und Choreographien liefern muss, denn dank dem verwackelten sieht es immer noch verdammt dicht und gefährlich aus, wenn mal ein wenig was nicht ganz stimmt.

Schön ist auch die Darstellung des Einflusses, den Batman auf die Stadt hat. Nachahmer versuchen in ähnlichen Kostümen das Recht in ihre Hand zu nehmen. Nicht zur Freude von Batman.

Wer Heath Ledger mag wird auch einen neuen Joker zu sehen bekommen, der ganz anders ist als die brillante Darstellung von Jack Nickolson. Für mich ist aber nicht der Joker der wirkliche Höhepunkt sondern Harvey Dent. Aaron Eckharts Darstellung des weissen Ritters, der schliesslich zu Fall gebracht wird – die Wandlung von Harvey Dent zu Two-Face ist wundervoll. Er wirkt auch am ehesten wie das, was ich in einer Comicverfilmung erwarte: Ein Superschurke. Nicht einfach ein entstellter, wahnsinniger Bösewicht.

Das Schlechte

Und diese Wandlung ist das einzig wundervolle an dem Film. Bei all seiner technischen Brillanz, kalten Perfektion, ist es doch leider ein Film ohne Herz. Zumindest für mich strahlte dieser Film nichts aus, er hat es nicht geschafft mich zu berühren.
Die kalten Bilder, distanzierten Menschen, selbst der Joker in seinem Wahnsinn – obwohl, oder eben weil es alles so realitätsnah ist – packen mich nicht, sie lassen Emotion und Bildhaftes vermissen. Trotz all seiner Größe ist der Film wenig plakativ und was viel schlimmer ist: wenig evokativ. Gotham City ist auf einmal nur noch eine weitere Stadt wie jede andere: Perfekt, kalt, distanziert.
Besonders schlimm wurde das, als auf einmal der Moralhammer ausgepackt wurde: „normale“ Menschen und Verbrecher auf verschiedenen Fährschiffen müssen über das Schicksal der jeweils anderen Seite entscheiden. Der Ausgang dieser Situation ist einfach nur aufgesetzt und unglaubwürdig.

Heath Ledger als Joker? Mit seiner Bemalung und Entstellung wirkt der neue Joker mehr wie ein fehlplazierter Wrestler, eine fette Version von Sting und nicht wie ein Superschurke. Klar ist der Joker ein Psychopath, komplett durchgeknallt und gefährlich, aber er ist eben mehr als das. Er ist ein Superschurke, so wie Batman ein Superheld ist. Und eben das kam überhaupt nicht herüber.
Ich meine mich auch zu erinnern, dass der Joker einen gewissen Stil hat und hierbei brauche ich nicht auf die alten Batman-Filme zurückzugreifen. Ein Blick in die Comics reicht da vollkommen aus. Dieser Joker, der von allen so hochgelobt wird, ist einfach nur dreckig. Er wird dem Bild des Jokers nicht gerecht.

Ich denke, das ist auch der Grund, warum der Film versagt, wo er brillieren sollte. Er wird der Vorlage nicht gerecht und transportiert sie nicht adäquat in ein anderes Medium. Wirkten Batman Forever und Batman und Robin verloren in dem neuen Medium, zu bunt und comichaft, zu wenig angepasst auf das Medium „Film“, ist Dark Knight zu real, zu wenig evokativ, zu kalt und zu wenig dunkel.
Gotham ist eben einfach nicht nur Chicago. Batman ist nicht nur ein Mann in einem dunklen Fledermauskostüm und der Joker ist nicht einfach nur ein wahnsinniger entstellter Irrer. Es sind Superhelden, Superschurken und eine fiktive, dunkle, unheimliche Stadt – einfach nur Kälte, Perfektion und Distanz kann dem nicht gerecht werden.

Die brutale Gewalt mit der es in Dark Knight zur Sache geht ist sicher auch nicht jedermanns Sache. Da wird geprügelt was das Zeug hält, hart und direkt. Irgendwie erinnert mich das an die Wandlung, die James Bond durchgemacht hat nur: Da passt es. Bei Batman? Nicht. Es fliesst zwar kein Tropfen Blut, aber das ist bei dem Film eine der wenigen Sachen, die ihn noch vom Comic The Punisher fernhält. Augen auf: Bei Dark Knight sterben nur deshalb die Leute nicht, weil sie oft unmenschlich viel einstecken können. Batman tötet nicht, aber seine jetzige Vorgehensweise nimmt den Tod billigend in Kauf. (Das ist vielleicht sogar nah an den aktuellen Comics. Mir gefällt es trotzdem nicht.)

Das Ergebnis

Wie ich schon zu Anfang schrieb: Keine Empfehlung von mir. Für eine Comicverfilmung ist dieses Machwerk viel zu trocken und distanziert. Einen besseren Joker habe ich schon 1989 gesehen. Eine bessere, wirklich düstere und unheimliche Version von Gotham auch. … Ach und wo ich das schreibe: Im aktuellen Film wirkt Batman tatsächlich einfach verloren und deplaziert. Nichts unterstreicht die Wirkung seines düsteren Kostüms. Das war in den ersten beiden Filmen viel besser. (Vielleicht war dieser Aspekt des „zusammenpassens“ sogar in den zweiten beiden Filmen wesentlich besser!)
Verschwendet euer Geld im Kino nicht für Dark Knight. Das ist es nicht wert. Seht euch den Film an, wenn er auf DVD kommt, oder sucht zumindest einen Kinotag zum angucken. Viel Spass mit eurer Entscheidung.

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Warum ich universelle Schadenssysteme mag…

Verfasst von rollenspiel am Mai 16, 2008

TSOY hat eins. Evokationen hat eins. Wer noch? Dogs in the Vineyard doch bestimmt auch?

Was ist das?

In einem universellen Schadenssystem wird nicht unterschieden, ob der Charakter körperlich oder geistig verletzt wird, ob er soziale oder physische Nachteile in Kauf nehmen muss. Er bekommt „Schaden“, egal, ob er in einem Kampf eins reingewürgt bekommt, oder ob er in einer Diskussion niedergemacht wird. Sie können bei den verschiedensten Arten von Konflikten angewendet werden. Manche dieser Systeme unterscheiden die Art des Schadens, andere nicht. Für mich ist das jetzt erst einmal egal.

Warum ist es gut?

Universelle Schadenssysteme ermöglichen eine Gleichbehandlung aller Konflikte. Das übt auf mich einen starken Reiz aus, weil es die Dynamik des Spiels erhöhen. Es konzentriert sich nicht mehr alles auf den Kampf und die lästige Unterscheidung zwischen Kampf und Rollenspiel kann wegfallen. Man kann einheitliche Systeme für alle Konflikte verwenden, oder – andersherum betrachtet – man hat die Möglichkeit, andere Arten von Konflikten genau so komplex zu behandeln wie den Kampf. Es hängt immer spürbar etwas an einem Konflikt, wenn man Schaden nimmt und mit den Auswirkungen zu kämpfen hat.

Ein Beispiel

Ein schönes Beispiel, warum das auch in der Rollenspielrealität vorteilhaft sein kann gegenüber einem rein Körperlichen Schaden und Verletzungen behandelnden System habe ich grade in einem Comic gesehen.

In Wolverine #65 kommt es zu einem Showdown zwischen dem Helden Wolverine und der Schurkin Mystique. Mystique ist eine Gestaltwandlerin, die zwar einiges auf dem Kasten hat, aber in einem Duell mit Wolverine normalerweise sicher alt aussehen würde. Tritzdem lässt sie sich darauf ein. Es gibt fast einen gleichstand. Am Ende steht aber Wolverine als erster wieder auf den Beinen… und er verschont Mystique.

Wäre das ein herkömmliches Rollenspiel, bräuchte sich Mystique niemals auf das Duell mit Wolverine einzulassen. Sie wäre ihm, selbst wenn sie gut ist, allein ob der Superkräfte, die Wolverine besitzt in einem solche Duell überlegen. Vielleicht könnte sie so gut kämpfen wie er, aber seine Regenerationsfähigkeiten und Berserkerwut heben ihn im direkten Zweikampf auf jeden Fall über sie hinaus. Selbst wenn sie ihm Fallen stellt und Schusswaffen verwendet (was sie tut).

In einem System mit einem Universellen Schadenssystem könnte es aber doch funktionieren: Sie spielt auf Vergangene Zeiten an, präsentiert sich beeindruckend und erzeugt über diese manipulativen Schritte „Schaden“ auf einer subtilen Ebene, die ein anderes System nicht wiederspiegeln könnte. Es reicht nicht ganz – sie wird scheinbar besiegt, aber überlebt. Allein das wäre normalerweise ein Wunder – mit einem Universellen Schadenssystem könnte man es auf die Verunsicherung des Gegners zurückführen.

Dann aber kommt der Moment der Wahrheit. Wolverine hat die Möglichkeit Mystique zu vernichten. In einem herkömmlichen System hat sie jetzt keine Einflussmöglichkeiten mehr. Er tut es oder lässt es, aus eigenem Willen. Bei einem Universellen Schadenssystem reichen vielleicht ein paar Worte. So wie Mystique im Kampf geschlagen wurde, schlägt sie ihn jetzt mit Worten. Er verschont sie, weil er zu viel Schaden genommen hat.

So gibt es viel mehr Möglichkeiten sich einem Konflikt zu stellen. Immerhin sehen wir Helden in Aktion! Alles ist möglich!

Hinweise

Ein paar Hinweise seien mir am Ende erlaubt. Ich nehme die Handlung des Comics nur als Framework. Das, was ich darstelle ist nicht zwingend die Tatsächliche Handlung und Ursache und Wirkung in der Geschichte im Comic müssen nicht dem entsprechen, was ich hier zeige. Wer sich für die Geschichte interessiert sollte am besten den ganzen „Get Mystique!“ Handlugnsbogen lesen.

Achso – ich sollte noch sagen: Ich mag Mystique, wirklich, ehrlich! Solche Vilainnesses braucht die Welt! ;)

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