Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder entschlossen ein Buch zu lesen.
Nein. Eigentlich ist das falsch. Ich lese dauernd irgendwelche Bücher, auch welche die eher ein Roman, als ein Rollenspiel sind, aber ich lese kaum mal ein Buch zu Ende. Oft scheitere ich schon vor den ersten 100 Seiten. Zuletzt habe ich mich auf Empfehlung meiner Buchhandlung an Taveller versucht, was sich aber als Fehlkauf erweisen hat. Was erwartet man auch von einem Buch zu dem die Bild am Sonntag
Ein Thriller der Extraklasse!
schreibt. Da hätte ich wohl besser aufpassen sollen. Auf jeden Fall erwarte ich von einem Thriller, dass er mich mit grosser Spannung unterhält und davon war hier nichts zu merken. Zumindest nicht auf den ersten 100 Seiten. Und ich hatte keine Lust hier weiterzumachen, wenn mich das Buch am Anfang schon nicht einfangen kann.
Dann habe ich aber dieses Buch gefunden: Die Schattenkämpferin – Das Erbe der Drachen von Licia Troisi.

An dem Buch bin ich sicher schon ein Dutzend Mal vorbeigegangen, aber ich konnte mich nie dazu durchringen, es zu kaufen. Dabei sieht das Coverbild doch schonmal gut aus. Es gab schon eine Trilogie vorher, Die Drachenkämpferin, die ich aber ebenfalls nicht gelesen habe, weil – und das mag nur dem sinnvoll erscheinen, der mich gut kennt – die Heldin hier eine Halbelfe ist.
Zurück zur Schattenkämpferin. Ich will hier garnicht viel über den Inhalt sagen (das kann man ja herausfinden, wenn man den Link oben verfolgt) oder gar eiN Review abgeben, aber ich will sagen, warum ich es letztendlich doch gekauft habe.
Man sagt zwar: Don’t judge a book by it’s cover, aber ich tue es ja doch. Mit diesem Buch erlebe ich auch zum ersten Mal bewusst, dass ein Coverbild zum Hauptcharakter des Buches passt. Eine positive Überraschung. die deutsche Version hat sogar das Coverbild der Originalausgabe beibehalten. Also:
- Gutes Coverbild -> Check
- Hauptcharakter weiblich -> Check
- Autor männlich -> Fail
Das ist für mich ein wichtiger Punkt. Ich mag Heldinnen. Leider ist es oft so, dass Geschichten mit Heldinnen zu Liebesschnulzen verkommen, wenn der Autor ebenfalls weiblich ist, das scheint aber hier nicht der Fall zu sein. Also:
So what? Man sagt mir zwar einen Elfenfetischismus nach, aber wer kennt mich schon wirklich?
- Fantasy -> Check
- Fesselnd bevor Seite 100 erreicht -> Check
- Kein amerikanisches Produkt -> Check
Ja, ja, leider habe ich in letzter Zeit mit Übersetzungen aus den USA keine guten Erfahrungen gemacht. Die meisten Bücher die ich von dort gesehen habe sind langweilig. Aber hier handelt es sich ja um eine italiänerin und Italien und übertriebene Fantasy passt wunderbar zusammen. Also here we go!
Ich melde mich sicher nochmal, wenn ich das Buch durchhabe. Bisher sieht es sehr gut aus!