TPK – Total Party Kill

Return to the Temple of Elemental Fun

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Abbau Film Backlog

Verfasst von rollenspiel am August 2, 2009

Ja. So langsam wird es. Ich schaffe es die Filme zu sehen, die ich im Kino verpasst habe.
Dieses Wochenendende habe ich immerhin drei Stück geschaft.
Crank 1 und 2 und Repo! The Genetic Opera
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Drsrm-Con – Lifepath-Systeme am Beispiel Artesia RPG

Verfasst von rollenspiel am Oktober 12, 2008

Es gibt einen Grund, warum ich eine Woche lang nichts gepostet habe und der Grund war die DRSRM-Con. Und eine sehr stressige Arbeitswoche. Und natürlich gewisse andere Blogposts, die mich beschäftigt haben. Aber jetzt kehren wir langsam zurück zum üblichen. Und damit auch zu meinem Eindruck der kleinen drsrm-con. Endlich konnte ich Mal die Leute kennenlernen, mit denen ich so viel im Internet chatte oder deren Blogs ich lese. Viele Grüße an alle die auch da waren! Ich hätte lieber noch mehr Zeit gehabt, aber ich war am Ende einfach nur fertig. Für mich war aber fast noch wichtiger, dass ich mal wieder aus meinem D&D Einheitstrott herauskomme und einige neue und alte Sachen kennenlerne, die andere Sichtweisen auf das Rollenspiel haben. Ich spiele so viel D&D, dass ich fast vergessen habe, dass es noch anderes als das gibt.

Artesia

Mein erster Eindruck war Artesia. Ich bin etwas spät angekommen am zweiten Tag und war noch nicht in eine Spielgruppe integriert, noch hatte ich spontan Lust in ein Brettspiel einzusteigen, so dass ich einen sehr intensiven Blick in das Artesia Rollenspiel werfen konnte. Vertieft wurde der Eindruck dann noch durch eine Artesia-Charaktererschaffung.

Hintergrund

Der Hintergrund für das Artesia Rollenspiel bietet das gleichnamige Comic von Mark Smylie. Kurz zusammengefasst geht um die (Kriegs-)Abenteuer einer Frau, die zur Heerführerin aufsteigt und vielleicht noch weiter. Es gibt epische Schlachten, Magie und Mystik. Artesia bietet somit einen wundervollen Hintergrund. Und dazu noch einen weiblichen Hauptcharakter. Wie soll ich da widerstehen? Artesia ist übrigens kein Chick in Chainmail, wie zum Beispiel Red Sonja, aber über den Schnitt eines gesamten Comicheftes gesehen, trägt Artesia auch nicht mehr. ;) Das Rollenspielsystem gibt ebenfalls einen Detaillierteren Einblick in den Hintergrund, die Schöpfungsgeschichte, Religionen, Länder und wichtige Personen. Ich bin nicht dazu gekommen, alles zu lesen, aber besonders die Schöpfungsgeschichte hatte es mir sofort angetan. Ich habe selten etwas dermassen Eindrucksvolles und Schönes gelesen. Zumindest im Bereich Rollenspielhintergründe. So fesselt man mich schnell und bringt mich dazu, ein Rollenspiel kaufen zu wollen. Auch im weiteren Verlauf nimmt der Informationsreichtum nicht ab. Vor allem die Integration der mystischen Elemente in das alltägliche und das Heldenleben sind herausragend. Omen und Bedeutungsvolle Handlungen haben Regeltechnische Auswirkung, so dass es auch Gründe gibt, die Omen zu achten oder sich ihnen eben zu widersetzen und die Folgen in Kauf zu nehmen.
Durchsetzt ist das Rollenspiel zudem mit dem Wundervollen Zeichnungen von Mark Smylie. Klar kann ich keine detaillierte Bewertung des Hintergrundes abliefern, dazu hätte ich es alles lesen müssen, aber der erste Eindruck ist schonmal sehr gut.

System

Auch mein Eindruck vom System ist bestenfalls unvollständig. Ich würde nicht einmal sagen, dass ich ein gesundes Halbwissen liefern kann. Immerhin, die Grundsätze sind mir schon noch bekannt, immerhin handelt es sich um eines der vielen Fuzion Systeme. Als Universalsystem mit Anpassungen kann man hier einiges mit anstellen – natürlich auch Artesia. Leider trifft das System nicht meine Erwartungen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die typischen Erwartungen des Artesia-Lesers trifft, der Geschichten wie im Comic spielen möchte. Warum? Nun, im Comic geht um die Abenteuer einer Frau, einer grossen Heerführerin, die ihre Leute durch grosse Schlachten zum Ziel führt. Ja, eine Menge Leute sterben aber Artesia bleibt die ganze Zeit dabei. Und es gibt so einige Schlachten, die sie schlägt. Im Artesia Rollenspiel spielt man aber nicht einen Heerführer oder einen grossen Helden. Nein, es kann einfach sein (und die Wahrscheinlichkeit ist nicht einmal besonders klein), dass man einen ganz normalen Bewohner dieser Welt spielt. Auch ein Massenkampfsystem habe ich vermisst und nach dem Lesen der Comics würde ich so etwas auf jeden Fall erwarten. Das heisst jetzt nicht, dass das, was es gibt, schlecht wäre. Es heisst einfach nur, dass ich etwas anderes erwartet habe

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Lifepath

Wir haben eine Charaktererschaffung durchgemacht, unter Verwendung des Lifepath-Systems. Hier kann man sich mit verschiedensten Tabellen eine Lebensgeschichte für seinen Charakter zusammenwürfeln. Lifepath-Systeme sind etwas feines, vor allem wenn man keine genaue Vorstellung davon hat, was sein Charakter können sollte oder überhaupt wer er ist. Von den Eltern, über die Geschwister, von Vorkommnissen in Kindheit bis zum Erwachsenenalter, von Beziehungen bis zur Beruflichen Karriere kann man alles in einem Lifepath-System wiederfinden. Netterweise hat Msch, unser Leiter für die Artesia-Charaktererschaffung, die langweiligeren Optionen aus dem Lifepath-System herausgenommen. Somit kamen Interessante Omen zusammen und eine Am Ende maximal dysfunktionale Heldengruppe. Vom Pech verfolgt, von den Eltern verlassen, mit einem schlechten Händchen in der Liebe. Es war schon verdammt interessant, was da für Charaktere herauskamen. Ich glaube der Artesia Lifepath ist auch nicht tödlich. So etwas habe ich bei anderen Systemen erlebt: Man würfelt sich von der Jugend in seine (Militär-)Karriere und kann am Ende des Würfelweges mit einem toten Charakter da stehen. Da hat es dann wohl jemand mit dem Realismus des Lifepaths ein wenig übertrieben, denn welchen Sinn soll der tote Charakter vor Spielstart haben? Hübsch am Lifepath war denn auch, dass wir am Ende mit Charakteren da standen, die wir uns so wohl nicht ausgedacht hätten. Ich glaube schon, dass das Resultat ziemlich lebendig sein kann. Vor allem bei Ideenlosigkeit kann der Lifepath als Inspiration dienen und die Kreativität stark beflügeln.

Kritik am Lifepath

Im Artesia-Regelwerk heisst es bei den Lifepath-Tabellen auch immer: Roll dice or choose. Das ist wichtig, denn ein Lifepath-System ist in den meisten Fällen auch immer unfair. Während der eine Charakter aus Reicher Familie stammt, seine Eltern in der Armee tätig waren, bei seiner Geburt grosse, wichtige Omen beobachtet werden und das Schicksal in Form von positiven mystischen Ereignissen herunterlächelt, wird der andere Charakter benachteiligt: Seine Eltern waren Sklaven, er hat keinen Status und kein Geld, keine grossartigen Lernmöglichkeiten und die Omen und (mystischen oder mundänen) Ereignisse seines Lebens sind bestenfalls gar nicht vorhanden, schlimmstenfalls allesamt negativ. Wäre jetzt Artesia ein System, dass die Charakterentwicklung, die inneren Probleme eines Charakters fokussiert, wären die im Lifepath erwürfelten oder erwählten Details wenig relevant, könnten im Gegenteil sogar zu interessanten Möglichkeiten im Spiel werden: Wenn nicht mehr die Fähigkeiten stark im Mittelpunkt stehen, sondern was im Charakter vor sich geht ist auch eine negative Vorentwicklung voller Möglichkeiten.
Leider aber spielen die Fähigkeiten der Charaktere durchaus eine grosse Rolle. Und nicht nur diese. Auch Beziehungen und Einfluss werden vom System thematisiert. So können hässlicherweise schon weit voneinander abweichende Startbedingungen für Charaktere existieren.

Lösungsansätze?

Wie wäre es mit einem Lifepath, der die daraus entstehenden Optionen auch noch bewertet? So könnte man zum Beispiel an jede Lifepath-Option Entwicklungspunkte knüpfen, für die man spezielle Charakteroptionen später noch kaufen kann: Die schwachen Lifepath-Ergebnisse geben hierbei mehr Möglichkeiten, als die starken. Dabei muss man natürlich darauf achten, dass die Entwicklungspunkte nicht als Vorteil die Vorteile von positiven erwürfelten Ergebnissen übersteigen. Nicht, dass auf einmal jeder Spieler auf „langweilige“ Lifepath-Ergebnisse hofft, damit er den daraus entstehenden vielleicht besser kontrollierbaren Vorteil einsetzen kann.

Fazit

Artesia ist ein schönes System. Es ist ziemlich komplex, bietet einen Atemberaubenden Hintergrund und bindet die mystischen Elemente ins System ein.
Vieles, was es an Komplexität gibt, geht mir doch etwas zu weit. Msch meinte zum Beispiel, dass es für die Anwendung von Magie das schöne Minispiel „Hunt for Modifiers“ gibt. Da geht vermutlich der Versuch diese mystische Spielwelt zu simulieren nach hinten los. Trotzdem: Kaufen will ich es mir. Allein der tolle Hintergrund und die Integration des mystischen in das System und das tägliche (Helden-)Leben sind fantastisch. Hier schillern die fantastischen Momente durch das System besser durch, als ich das in den meisten andere (Fantasy-)Systemen gesehen habe. Und damit man sich davon etwas abschneiden kann, will ich es mir näher ansehen.

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Zweiter Blick: Dark Knight

Verfasst von rollenspiel am September 2, 2008

Auch auf den Dark Knight sei ein zweiter Blick erlaubt. Zuerst aber erst einmal hier mein Blick auf diesen Film.

Ein Kollege von mir teilt meine Meinung nicht. Ich hätte zu den Sachen sicher auch noch etwas zu sagen – aber ich meine das meiste bereits gesagt. Darum hier die Kommentare meines Kollegen zum Dark Knight.

Heath Ledger als Joker? Mit seiner Bemalung und Entstellung wirkt der neue Joker mehr wie ein fehlplazierter Wrestler, eine fette Version von Sting und nicht wie ein Superschurke. Klar ist der Joker ein Psychopath, komplett durchgeknallt und gefährlich, aber er ist eben mehr als das. Er ist ein Superschurke, so wie Batman ein Superheld ist. Und eben das kam überhaupt nicht herüber.
Ich meine mich auch zu erinnern, dass der Joker einen gewissen Stil hat und hierbei brauche ich nicht auf die alten Batman-Filme zurückzugreifen. Ein Blick in die Comics reicht da vollkommen aus. Dieser Joker, der von allen so hochgelobt wird, ist einfach nur dreckig. Er wird dem Bild des Jokers nicht gerecht.

[AW] Batman ist eigentlich nicht wirklich ein Superheld, weil er keine Superkräfte hat. Er ist ein Artist, Kampfkünstler und technischer Trickster: eigentlich eine Art weisser Ninja. Dieser Stil des Jokers von dem du redest hat sich in den flashy 70ern herausgebildet, als alle ganz überkandidelt wurden (inklusive Superpets, theaterhafte Schurken und elaborierte Achterbahnfallen).

Ich denke, das ist auch der Grund, warum der Film versagt, wo er brillieren sollte. Er wird der Vorlage nicht gerecht und transportiert sie nicht adäquat in ein anderes Medium. Wirkten Batman Forever und Batman und Robin verloren in dem neuen Medium, zu bunt und comichaft, zu wenig angepasst auf das Medium “Film”, ist Dark Knight zu real, zu wenig evokativ, zu kalt und zu wenig dunkel.
Gotham ist eben einfach nicht nur Chicago. Batman ist nicht nur ein Mann in einem dunklen Fledermauskostüm und der Joker ist nicht einfach nur ein wahnsinniger entstellter Irrer. Es sind Superhelden, Superschurken und eine fiktive, dunkle, unheimliche Stadt – einfach nur Kälte, Perfektion und Distanz kann dem nicht gerecht werden.

[AW] Die ‘Vorlage’ ist eben nicht homogen, sondern der Batman-’Myhos’ hat seine buntgescheckte Geschichte. In den Dreissigern war Batman (schon) ein düsterer Rächer, der die Verbrecher durchaus auch getötet hat im Kampf  – also ein echter Vigilant, der auch hassgetrieben ist. Erst mit seiner Mainstream-Kompatibilität in den 60ern und 70ern wurde er son kindergerechter Do-Gooder, der die Schurken immer so schön Bud Spencer-haft verbimste und für die Polizei zum Abholen fesselte. In den Achtzigern wurde er dann wiederum mit Frank Miller zum Menschen – da war er wirklich (endlich) wieder ein „Mann im Fledermauskostüm“, ein alter Mann mit Zipperleins und ein desillusionierter Mann. Der Dark Knight ist nicht mehr der jugendliche Held aus den 70ern.

Die brutale Gewalt mit der es in Dark Knight zur Sache geht ist sicher auch nicht jedermanns Sache. Da wird geprügelt was das Zeug hält, hart und direkt. Irgendwie erinnert mich das an die Wandlung, die James Bond durchgemacht hat nur: Da passt es. Bei Batman? Nicht. Es fliesst zwar kein Tropfen Blut, aber das ist bei dem Film eine der wenigen Sachen, die ihn noch vom Comic The Punisher fernhält. Augen auf: Bei Dark Knight sterben nur deshalb die Leute nicht, weil sie oft unmenschlich viel einstecken können. Batman tötet nicht, aber seine jetzige Vorgehensweise nimmt den Tod billigend in Kauf.

[AW] Damit kehrt Batman also zu seinen Ursprüngen zurück.

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Ein anderer Blick auf D&D4

Verfasst von rollenspiel am September 1, 2008

Hallo zusammen,

Ich bin ja nicht der einzige, der auf D&D4 schaut.  Andere machen das auch. Ich bin über diese Artikel bei Drudenfusz gestolpert:

Wie die Titel vermuten lassen, nimmt Drudenfusz sich die einzelnen Bücher des Kerngelwerks genauer vor. Wesentlich genauer als ich das in meiner kurzen Review getan habe. Wer also mehr wissen will, ist gut damit beraten, dort einmal nachzuschauen.

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    Review: Dark Knight

    Verfasst von rollenspiel am August 27, 2008

    Dark Knight – Genial? – Sicher nicht.

    Gleich vorweg: Nein. Ich werde mich nicht in die Reihe derjenigen einreihen, die den Film bis zum geht-nicht-mehr hochjubeln. Ich spreche keine Empfehlung aus, diesen Film im Kino zu sehen.

    Das Gute

    Das gute Dark Knight ist seine Perfektion. Alle Bilder und Szenen sind wunderbar perfekt eingefangen. Die Spannung stimmt, die Action Szenen sitzen, die Sprüche sitzen. Die Verfolgungsjagd mit den Trucks und Polizeiwagen und schliesslich dem Batpod ist ein Hammer. Vielleicht sogar der Hammer im Film.
    Es gibt wunderbare Aufnahmen der Skyline von Chica… ich meine von Gotham City und noch bessere von Hongkong.
    Die verwackelten Prügelszenen sind sicher Geschmackssache. Dieses gängige Stilmittel sorgt dafür, dass man nicht 100% perfekte Faustkämpfe und Choreographien liefern muss, denn dank dem verwackelten sieht es immer noch verdammt dicht und gefährlich aus, wenn mal ein wenig was nicht ganz stimmt.

    Schön ist auch die Darstellung des Einflusses, den Batman auf die Stadt hat. Nachahmer versuchen in ähnlichen Kostümen das Recht in ihre Hand zu nehmen. Nicht zur Freude von Batman.

    Wer Heath Ledger mag wird auch einen neuen Joker zu sehen bekommen, der ganz anders ist als die brillante Darstellung von Jack Nickolson. Für mich ist aber nicht der Joker der wirkliche Höhepunkt sondern Harvey Dent. Aaron Eckharts Darstellung des weissen Ritters, der schliesslich zu Fall gebracht wird – die Wandlung von Harvey Dent zu Two-Face ist wundervoll. Er wirkt auch am ehesten wie das, was ich in einer Comicverfilmung erwarte: Ein Superschurke. Nicht einfach ein entstellter, wahnsinniger Bösewicht.

    Das Schlechte

    Und diese Wandlung ist das einzig wundervolle an dem Film. Bei all seiner technischen Brillanz, kalten Perfektion, ist es doch leider ein Film ohne Herz. Zumindest für mich strahlte dieser Film nichts aus, er hat es nicht geschafft mich zu berühren.
    Die kalten Bilder, distanzierten Menschen, selbst der Joker in seinem Wahnsinn – obwohl, oder eben weil es alles so realitätsnah ist – packen mich nicht, sie lassen Emotion und Bildhaftes vermissen. Trotz all seiner Größe ist der Film wenig plakativ und was viel schlimmer ist: wenig evokativ. Gotham City ist auf einmal nur noch eine weitere Stadt wie jede andere: Perfekt, kalt, distanziert.
    Besonders schlimm wurde das, als auf einmal der Moralhammer ausgepackt wurde: „normale“ Menschen und Verbrecher auf verschiedenen Fährschiffen müssen über das Schicksal der jeweils anderen Seite entscheiden. Der Ausgang dieser Situation ist einfach nur aufgesetzt und unglaubwürdig.

    Heath Ledger als Joker? Mit seiner Bemalung und Entstellung wirkt der neue Joker mehr wie ein fehlplazierter Wrestler, eine fette Version von Sting und nicht wie ein Superschurke. Klar ist der Joker ein Psychopath, komplett durchgeknallt und gefährlich, aber er ist eben mehr als das. Er ist ein Superschurke, so wie Batman ein Superheld ist. Und eben das kam überhaupt nicht herüber.
    Ich meine mich auch zu erinnern, dass der Joker einen gewissen Stil hat und hierbei brauche ich nicht auf die alten Batman-Filme zurückzugreifen. Ein Blick in die Comics reicht da vollkommen aus. Dieser Joker, der von allen so hochgelobt wird, ist einfach nur dreckig. Er wird dem Bild des Jokers nicht gerecht.

    Ich denke, das ist auch der Grund, warum der Film versagt, wo er brillieren sollte. Er wird der Vorlage nicht gerecht und transportiert sie nicht adäquat in ein anderes Medium. Wirkten Batman Forever und Batman und Robin verloren in dem neuen Medium, zu bunt und comichaft, zu wenig angepasst auf das Medium „Film“, ist Dark Knight zu real, zu wenig evokativ, zu kalt und zu wenig dunkel.
    Gotham ist eben einfach nicht nur Chicago. Batman ist nicht nur ein Mann in einem dunklen Fledermauskostüm und der Joker ist nicht einfach nur ein wahnsinniger entstellter Irrer. Es sind Superhelden, Superschurken und eine fiktive, dunkle, unheimliche Stadt – einfach nur Kälte, Perfektion und Distanz kann dem nicht gerecht werden.

    Die brutale Gewalt mit der es in Dark Knight zur Sache geht ist sicher auch nicht jedermanns Sache. Da wird geprügelt was das Zeug hält, hart und direkt. Irgendwie erinnert mich das an die Wandlung, die James Bond durchgemacht hat nur: Da passt es. Bei Batman? Nicht. Es fliesst zwar kein Tropfen Blut, aber das ist bei dem Film eine der wenigen Sachen, die ihn noch vom Comic The Punisher fernhält. Augen auf: Bei Dark Knight sterben nur deshalb die Leute nicht, weil sie oft unmenschlich viel einstecken können. Batman tötet nicht, aber seine jetzige Vorgehensweise nimmt den Tod billigend in Kauf. (Das ist vielleicht sogar nah an den aktuellen Comics. Mir gefällt es trotzdem nicht.)

    Das Ergebnis

    Wie ich schon zu Anfang schrieb: Keine Empfehlung von mir. Für eine Comicverfilmung ist dieses Machwerk viel zu trocken und distanziert. Einen besseren Joker habe ich schon 1989 gesehen. Eine bessere, wirklich düstere und unheimliche Version von Gotham auch. … Ach und wo ich das schreibe: Im aktuellen Film wirkt Batman tatsächlich einfach verloren und deplaziert. Nichts unterstreicht die Wirkung seines düsteren Kostüms. Das war in den ersten beiden Filmen viel besser. (Vielleicht war dieser Aspekt des „zusammenpassens“ sogar in den zweiten beiden Filmen wesentlich besser!)
    Verschwendet euer Geld im Kino nicht für Dark Knight. Das ist es nicht wert. Seht euch den Film an, wenn er auf DVD kommt, oder sucht zumindest einen Kinotag zum angucken. Viel Spass mit eurer Entscheidung.

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    d&d – 4e

    Verfasst von rollenspiel am Februar 15, 2008

    Eben bin ich in 1of3’s weblog über eine Paar Aussagen zum Thema 4. Edition von D&D gestolpert und ich muss schon sagen: Es mag ja nciht alles gut sein, aber ich bin auch sehr gespannt, was die 4. Edition bieten wird.

    Viele Dinge werden vereinfacht und vereinheitlicht und einheitliche Abläufe helfen auf jeden Fall. Ich sehe ja auch in meinen Runden immer wieder, wie viele Nachfragen es gibt. Die Zahl könnte zumindest etwas abnehmen, wenn die Designziele von D&D 4 wirklich erreicht werden.

    Aber es gibt auch ein paar Sachen, die ich nicht so gut finde:

    Nachher: Rettungswürfe sind abgeschafft. Es würfelt jetzt immer der Magier gegen die Defences (Reflex, Fortitude, Will) des Ziels. Touch Attacks gibts nicht mehr; das sind jetzt einfach Angriffe gegen den Reflex-Wert.

    Das ist zwar einheitlich, aber lässt etwas wichtiges ausser Acht: Spieler würfeln gerne! Sie mögen es nicht, wenn sie einen Angriff hinnehmen müssen ohne etwas dagegen machen zu können. Schon der AC wird von manchen Leuten nicht gerne gesehen.
    Aber zur Not kann man ja um dieses Problem einen Workaround finden, oder?

    Nachher: Jeder kriegt seine halbe Stufe auf jeden Skill. Besonderes Training gibt einen fixen Bonus.

    Das finde ich toll! Endlich keine Fachidioten mehr, die nichts können, ausser Feinde plattklopfen. Obs in der Realität einen Unterschied macht?

     Nachher: Spezialfähigkeiten der einzelnen Klassen benutzen von Vornherein das Lieblingsattribut der Klasse. Der Schurke darf mit Dex sneaken, der Paladin mit Cha smiten und der Magier macht seine neue erworbenen Zauberwürfe mit Int. Darüber hinaus soll der Schurke dann auch gegen Untote was tun dürfen, was mich den Abend ganz tierisch nervte.

    Umm. ..Yay?  Wer Age of Worms spielt, kennt die Probleme mit den Untoten. Ob das die richtige Lösung ist, weis ich nicht. Dann werden vielleicht Untote als „Lieblingshassgegner“ durch eine andere Gruppe ersetzt und man steht wieder vor dem gleichen Problem. Vielleicht wärs da schöner, einfach ein paar mehr optionale Veränderungen der Klassen zu bieten oder mehr Ausrüstung, die die bestehenden Fähigkeiten unterstützt.

    Aber im grosses und ganzen kommt eine fetten Neuausrichtung und „Standardisierung“ auf uns zu, die es dem Spieler und vor allem dem Spielleiter sehr viel einfacher machen soll, das System zu handhaben.

    Ist ein ziemlicher Brocken, den sie Stemmen wollen. Hoffentlich schaffen die Wizards das. :)

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