Rise of the Runelords: Resultat Bullshit


Der zweite Blick

Es ist schon interessant, was einem ein zweiter Blick auf das zeigt, was man geschrieben hat. Im ersten Moment rede ich noch über Spotlight Time, im zweiten über Vergleiche die ich anstelle und im dritten darüber wie unwichtig Maara ist.

Da steckt vielleicht ein kleines Körnchen Wahrheit drin, aber der Mix ist falsch. Ich drösele das Mal auf.

Spotlight

Zu wenig Spotlight Time. Ich. Eh? Das ist beim letzten Abend sicher nicht korrekt, habe ich doch Maara und Danor geführt. Ich habe sogar in meinem Spielbericht festgehalten, wer wo was reissen konnte. Und? Fällt was auf?

  • Danor kann die Untoten mit Magic Missles sicher treffen und bereitet damit die Vernichtung einer dieser Kreaturen durch Bones vor
  • Maara erledigt den riesigen Einsiedlerkrebs
  • Danor unterstützt hier stark durch einen Ray of Enfeeblement (oder? Täusche ich mich? Egal. Wenns nicht hier war, war es wo anders)

Mangelnde Erfolgserlebnisse? Wohl kaum! Mangelnder Einfluss? Wohl kaum!

Unwichtigkeit?

Fehlanzeige. Nein, das war ein Hochspielen eines Details und die Entscheidungen waren richtig. Das kann man allein daran ablesen, dass die Gruppe noch lebt! Nur im Zusammenspiel aller Gruppenmitglieder besteht der Erfolg.

Schwanzlängenvergleich

Das ist ja sowieso das schönste Thema. Hier findet man eigentlich immer was, wenn man nur sucht. Selektive Wahrnehmung ist etwas wundervolles.  So, was bleibt übrig? Verdammt wenig.

Klar ist Cato der Damage Dealer in der Gruppe und logisch ist auch, dass er mit seiner Wissensgier (die es ja gibt! Ich hab es nur nicht so verstanden) öfter mal im Vordergrund steht. Der Punkt ist aber, dass ich den einen Teil (Soziale Interaktion?) selber in der Hand habe und der andere Teil nunmal durch meine Klassenwahl und Spielweise stark mitbestimmt ist. Und sehen wir uns das Mal genauer an: Ich mache nicht so viel Schaden wie Cato oder Bones, aber ich mache auch nciht rgade wenig Schaden und treffe auch nicht wirklich schlecht. Solange es aber eine Rolle spielt, ob Maara da ist, oder ob sie fehlt (oder nichts macht) stimmt die Mischung (auch dann, wenn man NUR in die Kämpfe schaut).

Wenn…

Vorsicht – Spekulativ. Das folgende sind wohl die Gedankengänge, die zu meiner Sichtweise führen. Und wenn ich sehe, wie ich ticke, kann ich etwas dran tun.

Ja, wenn sich die Verhältnisse verschieben würden (sie werden es. Maara wird irgendwann diejenige sein, die Wahrscheinlich am wenigsten Schaden auspackt, wenn ich nichts tue) und dann weitere Entscheidungen ob dieser Situation gibt (och. Warum soll ich denn da einen Buff drauflegen? Die macht doch eh keinen Schaden) verstärken sich natürlich die Probleme selbst.

Nur: Es ist eben nicht so.

Was bleibt?

Maara hätte ja mal Bones fragen können, ob er nicht auch Mal einen Magic Weapon für sie mitvorbereitet. Das wäre sinnvoll gewesen. Selber denken und Handeln ist immer besser als nichts zu machen. Sonst? Sonst lief doch alles gut.

Was bleibt ist die Gewissheit, dass mein eigenes Auskotzen im vorigen Post hierzu mir mal wieder hilft, den Kopf freizukriegen.

Durchatmen, anschauen, weiterspielen. Weniger Unsinn denken.

9 Antworten zu “Rise of the Runelords: Resultat Bullshit

  1. Eine Sache fällt mir noch ein: Du neigst dazu, Support-Charaktere zu spielen: Scouts, Assassinen etc. Die sind halt nicht im Spotlight, das liegt aber auch nicht in ihrer Natur. Wenn Du Spotlight willst, mußt Du Dich (bei D&D!) anderen Klassen zuwenden: Krieger, Kleriker oder Magic User.

    Und: Du versuchst, komplexe Dinge über Charakterklassen abzubilden. Das gibt das System nicht her. Ein einfaches, klares Konzept wird belohnt, nicht subtile Brillianz (Prestige Classes sind da nur Zuckerguß, die setzen auf effektiv getunete Basisklassen auf).

  2. Eigentlich war der Scout nicht als Scout gedacht, sondern als Ranger mit ein paar Scout Levels. Die Probleme wären in dem Fall aber wohl die gleichen.

    Ich teile auch nicht deine Ansicht, dass sich das System in „Support“-Charaktere und … ich weiß nicht, wie ich das nennen soll: „Haupt“-Charaktere teilt. Es gibt aber Mechanismen im System, die es schwieriger machen, mit einem Rogue oder einem Scout eine ähnliche Relevanz zu erreichen wie mit einem Krieger. Ich versuche herauszufinden, was das System hergibt, wo ich durch mein Verhalten an Grenzen stosse (dabei hilft mir ein derartiger Spielbericht – auch ein überzeichneter Spielbericht) und wo ich eben nicht selbstverschuldet in Problemen stecke.

    Ich sehe auch nicht, warum gerade der Rogue unter den 4 Basisklassen diejenige sein soll, die „Supportfunktionalitäten“ haben soll und alle anderen nicht. Der Kleriker hat ebenso Supportfunktionen, aber in dem Kernpunkt von D&D eine wesentlich höhere Effizienz. Der Magier gewinnt so oder an Macht und Nützlichkeit. Der Krieger? Den habe ich bisher in unseren Gruppen auch noch nicht in Problemen erlebt. Aber der Rogue muss sich darum kümmern, was ist, wenn er Gegner nicht treffen kann, wenn er nicht Sneaken kann, wenn er zu wenig Schaden macht? Und warum? Weil er in den Situationen, die vom System nicht gleichwertig belohnt werden, Punkten kann? Nein, ich denke nicht, dass es so ist.

  3. Pingback: D&D - Die Konsequenzen der Regeln « TPK - Total Party Kill

  4. Tag auch !
    Erstmal: Mal wieder schöner Spielbericht und es macht mir immer Spaß, das zu lesen…
    Meine Gedanken dazu:
    Mir is irgendwie nicht so klar, was du eigentlich mit deinem „spotlight“.hast… unsere Gruppe besteht aus 4 Charakteren. Da wär sogar ein Halblingsbarde wichtig und unverzichtbar, einfach weil er 25% der Gruppe ausmacht! Ich find jetzt auch nicht, das Maara soviel weniger Schaden als Bones macht (1d6+1d8+3(?) gegenüber 2d6+6) und völlig abgesehen von ihren sonstigen wichtigen fähigkeiten (spuren verfolgen, fallen finden..) ist sie der einzige wirklich effektive „nicht-magische“ fernkämpfer. was würden wir denn auf distanz mit bones und cato reissen? so ohne die entsprechenden feats, meine ich…..
    Ich glaube, wir kämpfen grundsätzlich mit dem gleichen Problem, nur auf recht unterschiedliche Arten: Zum einen will man seinen Charakter so wie man ihn im Kopf hat, ausspielen, zum anderen will man natürlich den Plot spielen und vorallem auch bewältigen. Und das geht bei D&D nicht immer so ohne weiteres. natürlich is mir als spieler klar, das wir nach der krabbe nicht fertig sind, weil da irgendwo noch ne geheimtür sein muß. aber bones der sich ohne zu maulen 3 stunden in die ecke setzt und der elfe beim durchsuchen zuschaut? schwieriges bild…. bones wird auch NIEMALS aus eigenem antrieb heraus irgendwelche leute buffen…. die könnten ihm dann ja den spaß klauen… was natürlich nicht heißt, das er es auf nachfragen nicht doch tun wird. mir geht cato auch mindestens zweimal am abend tierisch auf den sack, aber das scheint ja konzept zu sein😉 und wenn ich lese, das bones auch nicht immer gut ankommt..er hat charisma 5, also scheine ich ja eigentlich was richtig zu machen…..
    bis dahin, der kleriker

  5. Hallo Bones. Jawoll, Dir geht er, anderen haut er auf den Sack🙂
    Und ja, das ist Konzept. Bei Charisma 6 scheint das ja auch aufzugehen…

    Gruß, der Duskblade

  6. Hey, hey.🙂 Ich glaube ich sollte noch einmal klarmachen, was ich mit den Spielnberichten bezwecke. Wenn ich erst a) sage und dann b) liegt das daran, dass MIR die Spielberichte selber klarmachen, wo ich Fehler mache.

    Ich lerne Grenzen zu ziehen zwishcen Charakteren und Spielern. Ich lerne hinter die Probleme zu sehen, die ich offensichtlich habe (man lese nur den ersten Spielbericht, und dann diesen Nachtrag dazu) und ich lerne was eigentlich Spotlight ist und was nicht.

    Mir ist manchmal ganz offensichtlich selber ncith kalr, was ich habe und was ich nicht habe. Darum lohnt es sich für mich diese Berichte zu schreiben (und sie so zu schreiben, wie ich es tue), damit ich endlich Mla klar sehe. Wenn ich klar sehe was passiert hab ich auch keine Angst mehr (ich denke, das ist das grundlegende Problem: Angst) – wovor auch immer. Und dann kann ich eben auch das leisten, was zum Beispiel Cato leistet. Auf meine Weise. Mich ärgert, dass ich es nicht tue und die Schuld liegt oft bei mir selbst.

  7. Was hat Bones eigentlich gegen Halblingsbarden, daß er die jetzt disst :-)?

  8. Also beim dissen von Halblingsbarden mache ich mit!

  9. Das Problem mit den Schwanzlängen – Oder auch: Misst hier auch jeder von der selben Seite des Tisches???

    Nicht jeder Charakter kann in jeder Situation glänzen, das gibt das System nicht her. Ausnahmen sind Spielabende an denen völlig auf die Fähigkeiten des Charakters verzichtet werden und sich das Rollenspiel völlig aus dem Spielen des Charakters ergibt. Logisch, da kann man da ja auch ein unbeschriebenes Blatt hinlegen.

    Aber sobald es darüber hinaus geht, wird es immer Situationen, Abends, sogar Kampagnen, geben in denen bestimmte Charaktere mehr können/leisten/machen als andere.
    Solange sich das in einem einigermaßen fairen Rahmen bewegt, ist das IMHO auch kein Problem. Es gibt aber Situationen, die das ganze schon entgleiten lassen.

    1) Das „kleiner Bruder“ Problem

    Kommt vor allem in größeren Gruppen vor. Zwei oder mehr Charaktere besetzen dieselbe Rolle, z.B Frontschwein, Heiler, Diplomat, Wissenschaftler UND einer der beiden ist stets deutlich besser in seinem Job. Das kann (und würde bei mir) nach kurzer Zeit zu Unbill führen, es ist nicht schön, dauerhaft zweite Geige zu spielen. Sehe ich in unserer Gruppe aber bisher nicht so, alle Charaktere haben unterschiedliche Stärken, Schwächen, Interessen und Fähigkeiten. Bei vier Spielern auch eher selten der Fall, finde ich.

    2) Das „kann ich es behalten“ Problem

    Es gibt in einem so umfangreichen System immer Sachen, die ZU gut sind. Das können feats, spells oder items sein. Einerseits finde ich es toll, wenn man sich die Mühe macht etwas rumzuforschen, da muss der SL aber den Finger drauf haben. Und wenn sich etwas als ZU gut herausstellt, dann muss es halt weg, auch nachträglich, scheiß auf die Kontinuität. Etwas was dauerhaft den Speilspaß trübt muss halt geändert werden. Aber auch hier gilt, was einige als zu mächtig emnpfinden, stört andere gar nicht, also aufpassen.

    Knowledge Devotion ist bei mir im Moment auf dem Prüfstand. Ich finde das feat sehr gut, vor allem da es a) immer einen Bonus von +1 gibt und b) die Abstände von nur jeweils 5 für den nächsten Bonus sehr niedrig sind. Bisher halte ich es aber noch nicht für einen game breaker, also keine Sorge Cato.🙂

    3) Das „Bin ich hier richtig?“ Problem

    Wenn sich herausstellt, dass man einfach Fehl am Platze ist mti seinem Charakter, seiner Darstellung, seinem Konzept.

    Das kann der Paldin sein, der umgeben von „Helden“ ist, die nur alibimäßig chaotisch neutral auf ihrem Charakterbogen stehen haben und am liebsten Dörfer niederbrennen statt sie zu beschützen. Oder auch der Pazifist in der Hack und Slay Runde, der Assassine bei den Pfadfindern oder ähnliches.

    Sehe ich bei uns bisher auch nicht, bisher konnten sich die Charaktere einigermaßen frei entfalten und keiner wurde zu sehr gegängelt. Ist aber als SL auch nicht immer leicht festzustellen.

    4) Das „keiner braucht mich“ Problem

    So ähnlich wie Problem zwei. Die Fähigkeiten eines Charakteres sind im laufenden Abend oder im Abenteur nicht viel wert, da es kaum Gelegenheiten gibt, sie richtig einzusetzen. Ich finde, da muss man sehr genau hingucken, damit man das richtig einordnen kann.

    Druiden im Stadtabenteurer, der Cavalier im Dungeon, der Rogue in Untotenhausen, der Barbar in der höfischen Intrige…. Manchmal hat es einfach nicht sein sollen.🙂

    Kein Abenteuer kann immer allen Charakteren gerecht werden, wichtig ist, dass es in einer längeren Kampagnen immer strecken gibt, die verschiedene Spieler in den Vordergrund holen.

    WICHTIGE ANMERKUNG ZU PUNKZ DREI

    Sind nur die Kampffähigkeiten relevant, da die so häufig braucht? Was zählt mehr, einstecken oder austeilen? Muss ich immer 100 alles geben können (z.B. Fighter) oder ab und zu alles rausreißen können (Wizard)?

    Bisher haben wir in unserer Runde viel abgedeckt, das einzige was leider fehlt ist jemand, der in sozialen Situationen was reißen kann.

    Aber unterirdisch kann Bones was reißen, Wissensfähigkeiten sind Catos Ding, generell bei skills sind Danor und Maara besser. Alle Sachen die in der Natur spielen, bringen Maara ins Spiel, bei Fallen demnächst vielleicht auch, mal sehen.

    Wir haben jetzt eines von fünf Abenteurern durch, da wird sich noch einiges ändern, sowohl von den Gegnern, den Settings und den Aufgaben.

    Und damit kommen wir zum letzten Problem….

    5) Das „warte bis ich groß geworden bin“ Problem

    So wie D&D im Moment funktioniert gibt es Charakterklassen, die auf den ersten Stufen deutlich stärker bzw. schwächer sind als andere. Dafür können diese Klassen dann vielleicht später schwächeln.

    Ein Charakterkonzept das immer ganz vorne mitspielt ist a) schwer zu basteln und b) auch immer Glückssache, da es stark von der Kampagne abhängt.

    Fastz unabhänging von der Kampagne ist aber zu sagen:

    Der Duskblade ist am Anfang sehr stark und sehr vielseitig. Ich finde er lässt auf den hinteren Stufen etwas nach, bleibt aber immer spielbar.

    Der Wizard (gerade wenn er kein Spezialist ist) hat enorme Stadtschwierigkeiten. Später ist er aber das Gegenstück zur tragbaren Atombombe, da muss man dann halt auch eine schwierige Kindheit in Kauf nehmen.🙂

    Der Cleric (eine meiner liebsten Klassen) kann eigentlich immer glänzen, meiner Meinung nach eine der besten Klassen. Man sollte aber frühzeitig darauf achten, dass man nicht alle seine Sprüche in Heilenergie umwandeln muss und auch nicht nur „bufft“. Das kann einem sonst noch die Laune nehmen, nur als Tankstelle zu dienen.

    Beim Scout bin ich mir unsicher, da habe ich zu wenig Erfahrung. Genau wie der Ranger ein Charakter, der auf allen Stufen auch mal was alleine versuchen kann und nicht so auf die konstante Gesellschaft der anderen angewiesen ist. Ich denke, hier bleibt der Powerlevel relativ konstant im Verlauf der Abenteurerkarriere, aber wir werden es ja hoffentlich in ein paar Monaten besser beurteilen können.

    Abschließend also zu sagen: Das System ist bei weitem nicht perfekt, aber bei unserer kleinen Gruppe und unserer Mischung sehe ich eigentlich keine großen Probleme auf uns zukommen.

    Bis Freitag dann
    Jan

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s