Rise of the Runelords – Diebestanz


Eine Session verpasst und schon kann ich nicht sagen, wie die Lamia besiegt wurde.

Lamia? Welche Lamia? Diese Lamia!
Diese Lamia wurde leider während meiner Abwesenheit besiegt, aber ich habe mir sagen lassen, dass Maara durchaus eine Rolle in dieser Sequenz spielte. Das stellt mich, als alten Mechanik-Liebhaber dann doch recht zufrieden.

Cast

Es hat sich ein wenig was getan. Bevor ich von der Bildfläche verschwunden bin. Nicht nur haben wir die Lamia besiegt, wir haben auch einen neuen Mitspieler und Charakter. Daher … und weil es eben so Tradition ist, hier erst einmal die Charaktere:

  • Polter Treublatt (Halfling, Glückskind)
  • Ich habe keine Ahnung, was das „Glückskind“ auf englisch ist – aber auf jeden Fall beschreibt es sehr gut, was passiert: Würfel neu werfen. Der Charakter hat erstaunlich viel Glück. Bei der grossen Klappe, braucht er das Glück auch! Jetzt haben wir ausserdem endlich jemanden, der vertrauenswürdig auftritt.

  • Danor (Goblin Wizard)
  • Goblin? Goblin. Goblin! Ja, die Begegnung mit der Lamia lief nicht für jedermann wirklich toll. Da musste dann ein Druide bei der Wiederbelebung helfen. Jetzt weiß man, was man davon hat. Für einen Wizard ist das nicht so eine Katastrophe wie für einen Fighter. Aber schön ists auch nicht.

  • Maara (Elf, Swift Hunter)
  • Auch Maara hatte so ihre Probleme. Ich hörte, sie sei kurzzeitig versteinert worden. Irgendwie ändern sich manche Dinge ja doch nie. Hauptsache man überlebt! … Und wird nicht zum Goblin oder so😉

  • Cato (Human, Duskblade)
  • Irgendwo auf dem Weg hat sich Catos totale Überlegenheit stark relativiert. Oder ich meine das nur. Trotzdem bleibt unser Duskblade eine wichtige Ressource.

  • Bones (Dwarf, Cleric)
  • Irgendwie merkt man Polter und Bones den Spass am Spiel am deutlichsten an. Die beiden haben sehr viel Spass an ihren Charakteren. Aber diesen irgendwie etwas fiesen Cleric von Gorum muss man auch einfach mögen.

Die Änderungen sind gravierend! Mit Polter haben wir also jetzt endlich jemanden, der mit Leuten reden kann, ohne sie gleich zu verärgern! Super.

Maskenball

Was macht man eigentlich mit Masken, die leicht böse Energie ausstrahlen und schwach verzaubert sind? Masken, die man in grosser Anzahl hat und die aus Menschenhaut gefertigt sind? Vor allem, was macht man als Heldengruppe mit solchen Masken?
Richtig! Man verkauft sie! Nur wie? An wen? Masken aus Menschenhaut kann man schlecht auf dem normalen Markt oder in einem normalen Geschäft verkaufen, ja es könnte sogar illegal sein! Aber solche Details halten unsere (mehr oder weniger) ehrenhaften Helden nicht davon ab. Es ist ja auch niemand Lawful Good bei uns.

Schliesslich haben wir einen Plan: In Magnimar gibt es mehrere „Nachbarschaftsvereinigungen“. Andere Menschen würden es „Diebesgilden“ oder „Mafiafamilien“ nennen. Auch unser neuer Kumpel „Polter“ hat für so einen Verein gearbeitet. Stark motiviert von Cato machen sich diese beiden dann auf, einen Käufer zu finden. Im Zuge dessen ist ein Besuch in den Schatten notwendig, dem Teil der Stadt, der unter der riesigen Brücke liegt und in dem sich zumeist der zwielichtige und arme Teil der Bevölkerung herumtreibt.

Erstaunlicherweise gibt es keine Schlägerei. Vielleicht auch, weil Bones diesmal zu Hause geblieben ist. Maara will damit auch nicht so viel zu tun haben. Sie ist sich aber nicht zu fein, das gewonnene Geld anzunehmen.
Polter kann den Kontakt zu den „Freunden“ herstellen. Die Ware wird begutachtet und in einem zweiten Treffen übergeben.
Polter plaudert fröhlich drauflos und lässt ganz nebenbei Fallen, wie griesgrämig doch alle aussehen. Er lässt eine Bemerkung über die Familie fallen, die bei den Käufern nicht gut ankommt. Es ist wunderbar wie Polters Spieler einfach geradeheraus losquatschen kann. Da nimmt man den Halbling sofort ab!
Cato verhindert eine Katastrophe. Der Kauf wird abgewickelt. Gold haben die Leute nicht genug, dafür aber (magische) Gegenstände. So kommen wir zumindest auf eine anständige Ausbeute für eine Ware, die wir eigentlich gar nicht hätten verkaufen können.

Ausrüstung kaufen

Mit der Beseitigung der Lamia, die wohl für den einen oder anderen TPK in den Paizo-Foren bekannt ist, und dem Aufräumen mit den Skinsaw Murders haben wir uns einen Namen gemacht und eine schicke Belohnung eingeholt. Jetzt geht es noch darum, das Geld auszugeben und Gegenstände, die wir nicht brauchen, zu verkaufen.

Hier ist mir etwas aufgestossen, was ich so nicht einsehe und das ich so wohl auch noch Mal ansprechen muss. Bei einem Gegenstand wäre es vielleicht interessant gewesen ihn zu behalten anstatt ihn zu verkaufen. Da hiess es dann: Wenn du das willst, dann kannst du ihn ja auslösen. Bei anderen Gegenständen, die für bestimmte andere Personen, aber nicht für mich interessant waren, war es irgendwie selbstverständlich, dass die Beute einfach übernommen wurde. Das werde ich wohl noch Mal ansprechen müssen. Wenn schon, sollten alle gleich fair behandelt werden.

Am Ende war es aber nicht schlimm. Es war genug Gold da um sich auszurüsten. Netterweise hat unser SL gesagt, dass es einen Gegenstand gibt, der einen bestimmten Save um einen höheren Anteil boostet und nicht einfach nur einen Cloak of Resistance, der alle Saves anhebt. Für Maaras eher schwachen Will-Save war das keine schlechte Zwischenlösung. +3 für 4000 Gold – kein Hammer (+2 auf alle Saves gibts auch für 4000), aber nützlich. Dazu noch eine bessere Rüstung: Eine Mithral Breastplate. Warum Breastplate und nicht Chain Shirt? Nicht wegen dem Mehr an AC, sondern vor allem, weil ich momentan Maaras Geschicklichkeit eh nicht steigern kann. Es gibt keine Attribut +2 Items in dieser Spielwelt.
Eine Waffe? Brauche ich auch noch nicht. Ich würde einen magischen Kompositbogen brauchen können. Wenn ich mir so einen kaufe, dann aber lieber einen für meine neue Stärke, die ich Maara nächsten Level zugestehe. So würde ich mir eine Waffe kaufen, die ich hinterher wieder verkaufen könnte.

Auch die anderen Rüsten sich aus. Die Details kriege ich aber jetzt wirklich nicht mehr zusammen.

gejagter Jäger

So ganz ohne Konsequenz lief der Verkauf der Masken nicht. Wie schon gesagt, war Polter ja mit einer Gilde assoziiert. Und die war nicht darüber erfreut, dass er einer anderen geholfen hat. Jetzt war ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Polter musste sich in ein Safehouse zurückziehen.
5000 Goldstücke. Natürlich haben … einige Elemente in der Gruppe gleich Mal Pläne geschmiedet, wie man vielleicht die 5000 einsacken könnte ohne Polter zu gefährden. Oder auch mit Gefährdung.

Lustig wurde das vor allem, weil wir dann auf ein grosses Bankett eingeladen wurden. Da konnte sich Polter recht schlecht verstecken. Wir waren alle ein wenig nervös. Wir hielten Ausschau nach den Kennzeichen der Strassengangs. Das Bankett war aber wohl ein paar Nummern zu gross.

Einige wichtige Leute wurden uns vorgestellt. Vielleicht hätten wir da richtig was draus machen können, Verbindungen knüpfen, Chancen auftun – wären wir nicht so eine Horde von A-löchern😉 Wir retten zwar die Stadt, aber unsere Manieren lassen einfach zu wünschen übrig.
Trotzdem (oder vielleicht auch deswegen) nimmt uns der Bürgermeister zur Seite: Mangnimar unterstützt 6 Wochen entfernt von hier ein Fort in dem die Black Arrows, eine Gruppe von Rangern, die Handelsrouten absichern sollen. Und von genau denen fehlt Nachricht. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass Polter hier gefährdet war ist es wohl gut, wenn wir hier verschwinden.

Wir brechen schon am nächsten Tag auf. Zu uns stösst noch Shalelu, eine Waldläuferin aus Sandspitz. Mit dem Schiff fahren wir nach Turtlebackferry.

Turtlebackferry

Nächste Zwischenstation: Turtlebackferry. Was für ein Name für ein Dorf. Unmöglich schön ins deutsche zu übersetzen, also haben wir es erst einmal dabei belassen.

Der Menschenschlag hier ist einfach, ein rauheres Leben als in der Stadt gewohnt, aber offen, auch gegenüber so einer komischen Truppe wie wir es sind. Selbst unser Goblinbegleiter erweckt zwar ein wenig Misstrauen, aber sobald den Leuten klar ist, dass er mit uns reist, akzeptieren sie das.
Ganz nebenbei bekommt Danor mit der Änderung seiner Rasse auf einmal neue Aufmerksamkeit. Solche Kleinigkeiten finde ich immer wieder nett. Kleine Schnipsel zeigen Spielern: Auch du bist wichtig.

In der Ortschaft erfahren wir leider auch nichts neues. Auch hier hat seit einigen Wochen niemand etwas über den Verbleib der Black Arrows gehört. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als möglichst bald aufzubrechen.
Am Rande: Witze über Schildkrötensuppen und ähnliches, fragen nach Schildkröten nerven die Bewohner doch ein wenig. Das Kreuz einer touristischen Attraktion – auch wenn es sie nicht mehr wirklich gibt. Das einzige was geblieben ist, sind kleine Fähren, die aus den Panzern von Riesenschildkröten bestehen.

Waldbären

Wir verlassen am nächsten Tag die Ortschaft, lassen uns noch ein Stück weit bringen und müssen den Rest des Weges zu Fuss zurücklegen. Es dauert nicht lange, da hören wir seltsame Geräusche im Wald. Es klingt wie ein Schmerzenslaut und weiter weg Hundegebell. Wir sind Helden! Wir sehen uns sowas an!

Alsbald finden wir einen Bär, der in eine Bärenfalle getappt ist. Uns fällt aber schnell auf: Er reagiert nicht normal. Er ist nicht sauer, greift uns nicht an, sondern schleppt sich hilfesuchend in unsere Richtung.

Maara befreit den Bär, gerade rechtzeitig: Ein paar Jagdhunde tauchen auf. Beide Seiten warten erst einmal ab. Kurz darauf bricht ein Ogrekin aus dem Unterholz. Das ist eine hässliche, grosse Gestalt, ein deformierter Halboger. Er beschwert sich, dass wir ihm seine Beute wegnehmen. Vielleicht hätten wir mit Engelszungen (oder Charm Monster? Keine Ahnung, wie mächtig der Ogrekin war) hier sogar eine Unterhaltung führen können.

Vielleicht auch nicht. Wir machen das, was wir am besten können. Nicht nachfragen, sondern besiegen. Die meisten Fernkämpfer konzentrieren sich nicht auf die Hunde, sondern schnell auf den Ogrekin. Maara tumbelt an den Hunden vorbei und beweist, wie tödlich ein Swift Hunter sein kann. Danor macht ihm mit Grease das Leben schwer. Ich weiß nicht mehr, was die anderen machen, kann nicht mal sagen, ob Maara einmal oder zwei Mal geschossen hat. Ich glaube der Kampf war in zwei Runden, vielleicht drei gegessen.

Woran ich mich wieder genau erinnere ist, dass einer der Hunde schwer verletzt flieht. Wir kümmern uns um die Wunden des Bären (Polter? Warst du das?) und der will uns gleich wegführen. Wir durchsuchen vorher den Ogrekin.

Runelords!

Und was wir finden! Normalerweise sind diese Wesen eher ein wenig tumb und keine grosse Gefahr. Ogrekin sollten nicht mehr als wilde Barbaren sein. Aber dieser hier trägt verdammt gut gearbeitete, Runenverzierte Waffen und eine gute Rüstung, die nicht zu seinem heruntergekommenen äusseren (wohl aber zu seiner Grösse) passen will. Das hier ist wohl kein einfacher Barbar. Diese Ausrüstung ist teuer. Was geht hier vor sich?

Dann finden wir auch noch unsere Befürchtungen bestätigt: Bei den Besitztümern des Orgekin finden wir eine Decke mit dem Emblem der Black Arrows. Und mit Blut …

CLIFFHANGER (!!!)

3 Antworten zu “Rise of the Runelords – Diebestanz

  1. „totale Überlegenheit relativiert“ – Ich widerspreche heftig! Immerhin macht der Knabe in einer durchschnittlichen Kampfrunde nach wie vor folgenden Schaden:

    2w6 + 5w6 + 10 = 33 Schadenspunkte. Wenn er sich richtig Mühe gibt 50. Wenn er extrem gut gebufft ist 60. Im Schnitt. Pro Runde.🙂

  2. allerdings…meist steht er nach zwei Runden nicht mehr auf seinen Beinen…vielleicht hast Du doch recht.😉

  3. Nur noch einen Zusatz:

    Der maximal mögliche Schaden für die alles entscheidende, eine Runde ist: 132 (noch).

    Beste Grüße, der wiedererweckte Duskblade🙂

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