Ardania – … und noch mehr Tod …


Es ist deutlich zu merken: Wir haben Probleme. Es ist schwieriger geworden seitdem wir einen Level weiter aufgestiegen sind. Die ganze Gruppe (und nicht nur Jenny – es tut mir leid, wenn ich diesen Eindruck erweckt haben sollte) hat zu kämpfen.

Das soll keine Kritik sein, eher ein Lob: Es ist spannend, alles steht auf der Kippe und wir müssen richtig hart arbeiten, damit wir voran kommen. Die richtige Taktik, die richtige Ausrüstung und ein wenig Glück müssen alle schon auf unserer Seite sein, sonst schaffen wir das nicht. Aber lest selbst, was uns dieses Mal widerfahren ist.

Cast

  • Rhymor „der Barbier“ von Bytopia (Human, Fighter)
  • Unser Krieger löst viele Probleme mit ein wenig Unterstützung. Manchmal aber ist er auch machtlos. Dann hängt alles an unseren Magiern …

  • Jenny Two-Edge (Human, Divine Seeker)
  • Ich habe mal ein wenig gesucht wie mir wohl der Name Two-Edge ins Gedächtnis gesprungen sein mag. Natürlich ist es auf der einen Seite der Kampfstil mit zwei Schwertern. Aber mit ein wenig suchen entdeckte ich in meiner alten Comicsammlung auch noch ein paar Elfquest Sammelbände. Siehe da: Dort gibt es einen Mental verstörten Troll, einen Strippenzieher namens Two-Edge. Hah! Ich wusste doch: Da war was. Was uns das über Jenny sagt? Hoffentlich nichts. Das hätte nichts gutes zu bedeuten.

  • Balthazaar (Gnome, Beguiler)
  • Als Beguiler und Mindbender muss Balthazaar viel darunter leiden, dass Monster gerne mal Immunitäten oder hohe Rettungswürfe mitbringen. Aber – hah – durch die Möglichkeiten der Shadow Evocation kann er immer wieder beeindruckende Zauber aus dem Hut … zaubern. -_- Okay. Das war keine Glanzleistung. Ich versuchs später noch Mal. Besser.

  • Dragor (Dwarf, Mage of the Arcane Order)
  • Dragor kennt solche Probleme eher nicht. Er schleppt unfassbar viel Wissen mit sich herum (Knowledge Arcana– oder Spellcraft-Würfe landen Regelmässig bei 40ern) und kann seine Zauber eigentlich immer so wirken, dass Freunde nicht betroffen sind. Wenn aber auch Dragor mit seinem Drakonisch am Ende ist, dann sollten wir lieber schnell rennen!

  • Zugon (Human, Druid)
  • Was soll man zu Zugon sagen? Neben dem schlechtne Modegeschmack ist wohl eines sehr wichtig: Zugon ist unfassbar Sicherheitsbewusst. Er tritt selten schrecklich effektiv in Erscheinung, aber das liegt daran, dass er vor allem auf seine Verteidigung setzt. Dieses Mal war seine Vorsicht ein Lebensretter – aber wer weiß, was eine offensive Vorgehensweise gebracht hätte?

  • Thouvana (Aasimar, Radiant Servant)
  • Thouvana ist unsere Ersatzheilerin. Neben dem Level Adjustment durch die Rasse (die sind ihr „Geld“ selten Wert) hat sie vor allem damit zu kämpfen, dass sie zusätzlich noch einige Level zurückhinkt. Ausserdem ist ihre Auswahl und ihre Möglichkeiten an Zaubern natürlich anders als es bei Iskaral der Fall war. Darauf müssen wir uns alle noch einstellen. Wir müssen zusehen, dass sie am Leben bleibt.

Das tut weh!

Ein Yuan-Ti Anathema ist nicht lustig. Er hat Jenny beim letzten Mal getötet und Rhymor hätte auch nicht mehr lange durchgehalten. Aber wir leben noch – oder wieder dank Thouvana – und müssen jetzt zusehen was wir draus machen. Noch haben wir Iskaral nicht wiedergefunden und wir haben auch Eli Tomorast noch nicht gefunden, geschweige denn besiegt. Jetzt, in diesem Moment, sollten wir auch hoffen, dass wir nicht auf ihn treffen. Wir sind angeschlagen.

Beim letzten Mal habe ich mir ja Gedanken darüber gemacht, ob ich die Todeserfahrungen von Jenny nicht in eine Konsequenz umwandeln kann und ein Feat nehmen kann, was passt. Viel Suchen hat leider nur wenig passendes offenbart. Das schönste Feat auf der ganzen Suche (noch einmal gut Unterstützt durch Rhymors Spielerin – danke nochmal hierfür) war eines, dass es erlaubte Geister von toten zu sehen und mit ihnen zu sprechen – leider leider braucht man dafür eine gewisse, minimale Menge an Wisdom, die Jenny nicht hatte.
Aber schliesslich sind wir doch noch fündig geworden: Death Devotion ist ein Feat, dass es erlaubt für eine begrenzte Zeit über eine eigene Waffen eine begrenzte Menge negative Level zu verteilen. Das ist doch schick und passend und wesentlich schöner als Telling Blow. Jenny ist ein Divine Seeker von Krypta und diese ist eine Todesgottheit – auch Untote Diener „gehören“ zu ihr. Es passt also wunderbar. Ich glaube nicht, dass diese Entscheidung eine besonders hohe Effizienz aufweisen wird, da diese Fähigkeit sowohl Spell Resistance überwinden muss, wie auch einen Fort-Save erlaubt. Die Werte sind vernünftig gesetzt, es könnte also durchaus klappen; viele Gegner haben jedoch eine recht hohe SR, selbst in Anbetracht des Caster Levels und auch der Rettungswurf sollte nicht eine allzu grosse Gefahr darstellen. Aber wer weiß? Ausserdem war das eher eine Frage des Stils und nicht etwa der Effizienz. Das Feat ist in jedem Fall wesentlich „schicker“ als Telling Blow.

Ach, ich schweife schon wieder ab. Wir sind noch nicht ganz vollständig geheilt, machen uns aber auf den Weg. Mit einer Sphere of Ultimate Destruction hat Dragor beim letzten Mal einen Tunnel durch eine Wand geschnitten und während wir uns noch heilen, geheilt werden, schreiten wir durch diesen.

„Hach, das Leben ist so schlecht“

Jenny geht voran und späht in die Räume dahinter. An einer Wand befindet sich ein Dreidimensionales, übergrosses Gesicht. Als Jenny sichergestellt hat, dass alles sicher ist (argh! Schon wieder!) kommen die anderen nach.

Dragor redet mit dem Gesicht – eine wunderschöne Frau übrigens, die dazu noch unendlich traurig ist („seufz Es ist alles so Ungerecht. Ihr wollt mir helfen? seufz Ihr könnt ja doch nichts ausrichten.“) – es handelt sich um Roweenah. Sie warnt uns noch, dass sie von einem Magier schon seit einige hundert Jahren gefangen gehalten wird. Dann werden wir auch schon wieder angegriffen.

Unsere Gegner sind zwei Vrocks, von denen einer bedenklich nah bei Jenny steht. Sie überraschen uns auch noch. Einer kreischt und betäubt damit Thouvana, der andere greift Jenny an, die aber auszuweichen versteht. Dazu gesellt sich noch ein Wesen, dass aus Pilzen und Pflanzenresten besteht, aber auch dämonisch wirkt. Niemand ausser Dragor könnte dieses Ding als Vathugu identifizieren.

Während wir vorne mit den Vrocks und dem Vathugu kämpfen, entdeckt Zugon, der natürlich den Rückzug sichert, eine Bewegung im Schatten: Ein Humanoides Wesen mit einer hässlichen Krone, dass so aussieht als sei es schon lange tot. Wie wir bald lernen handelt es sich um einen Magier – wenn das Mal kein Lich ist …

Eingekeilt!

Zwischen den Fronten hängen wir also fest. Vorne setzen die Magier den Vrocks zu, hinten widmet sich Rhymor dem Magier. Einen Vrock kann Jenny mit einem Skill-Trick ausschalten: sie tumbelt durch den Gegner durch und darf dann eine Sneak Attack durchführen. Das kann sie mit beiden Waffen tun. Vor allem Dragor setzt den Gegnern mit einem Arch of Sound zu, Balthazaar richtet mit einem Shadow Evovation Cone of Ice auch ganz gut etwas an: Selbst wenn die Gegner den Zauber durchschauen bleibt einiges an Schaden übrig. Er schaltet übrigens auch den Vathugu endgültig aus. Gegen den kann Jenny nämlich wenig machen. Dragor teilt hier aber klar den meisten Schaden aus.

Das grosse Problem ist auf der anderen Seite: Der Magier kann sich gegen Rhymors mächtige Hiebe mit einigen leichten Handbewegungen verteidigen. Das ist wohl ein Zauber. Er umgibt sich mit einem Ring of Lightning, der Rhymor jede Runde zusetzen würde und setzt ihm mit weiteren Zaubern zu. Erst eine Feuerwand, die Rhymor und den Magier trennt zwingt diesen auf andere Pfade.

Rhymor ist schwer angeschlagen und muss sich heilen. Im Verlauf des Kampfes, vielleicht auch bis Rhymor bei dem Magier war, hat es dieser geschafft einen Teil der Gruppe mit einem Arch of Lightning zu erwischen. Danach steht Thouvana nur noch gerade so. Zugon hat daraufhin einige Elementare beschworen um Rhymor gegen den Magier zu helfen und Thouvana abzuschirmen. So richtig falsch ist die Taktik der Gruppe nicht.

das Blatt wendet sich

Die Elementare konnten Rhymor nicht wirklich helfen: Sobald sie den Magier erblicken, fliehen sie in Panik.

Der Magier teleportiert sich auf die andere Seite und auch Jenny wird von dieser Panik ergriffen. Sie lässt ihre Waffen fallen und will fliehen, wird berührt und bricht paralysiert zusammen. Fieser Trick dabei: Für die anderen sieht es aus als wäre Jenny auf der Stelle tot. Glücklicherweise stehen wir alle unter einer telepathischen Verbindung, so dass die anderen diesen Trick durchschauen können.

Auch die Magier tun sich sehr schwer gegen den Lich. Weder Dragor noch Balathazaar können richtig etwas ausrichten. Zugons schwankt schon die ganze Zeit zwischen Flucht oder offensive.
Was an Schaden ankommt beim Lich, wischt dieser mit einer Handbewegung weg. Selbst ein Bombardment und einen Meteor Swarm vermögen ihn nicht aufzuhalten.

Zu allem Überfluss lässt er den Tunnel teilweise einstürzen aus dem wir kamen (Stone to Mud) und erschlägt damit Thouvana. Unsere Heilerin ist tot! Dann besorgt er sich Hilfe: Roweenah verwandelt sich in einen Drachenkopf und atmet Feuer. Allerdings auch auf ihn. Viel scheint es nicht zu machen.
Der Blitzring und der Feueratem würden Jenny aber auch in wenigen Runden töten. Sie kann zwar immer noch Reflex Saves machen (irgendwie widersinnig, wenn man sich nicht bewegen kann. Aber auf der anderen Seite auch Unfair, wenn es nicht so wäre. Die anderen Saves bleiben einem im Hilflosen Zustand auch erhalten und der Reflex Save ist nicht überlegen), aber sie kann ihre Evasion nicht mehr Einsetzen. Sie nimmt also auf jeden Fall Schaden.

Rhymor heilt sich mit Tränken. Er musste zwischenzeitlich auch auf seine Rüstung zurückgreifen, die ihn heilt, wenn er sterben würde. Der untote Magier überlässt uns dem Drachenkopf und teleportiert wieder auf die anderen Seite. Rhymor will ihn Bull Rushen in die Flammenwand herein, aber er wird leider vorher berührt und ebenfalls paralysiert.

Jetzt ist der Moment zu fliehen gekommen. Zugon schnappt sich Jenny und verschwindet (der zeitliche Ablauf war etwas anders, aber das ist jetzt nicht wichtig) und die anderen teleportieren ebenfalls in Sicherheit.

Fazit

Das war knapp. Wirklich knapp und es war verdammt teuer. Wir müssen Thouvana wiederbeleben. Jenny braucht zumindest eine neue Waffe, aber noch weitere Dinge wären hilfreich. Aber vor allem brauchen wir eine Idee, wie wir gegen diesen Untoten vorgehen. Bisher konnten wir ihn höchstens ankratzen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt.

Obwohl auch dieses Mal Jenny ausgeschaltet wurde, hatte ich viel Spass. Der Nachmittag war verdammt spannend und wir haben es überstanden. Das ist doch das wichtigste. Jetzt müssen wir zusehen, was wir daraus machen. Hah! Das schaffen wir auch noch!

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Eine Antwort zu “Ardania – … und noch mehr Tod …

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