Ardania – Elis Ende – ein Finale mit Schrecken


Ja, ihr lest es richtig. Diesmal ist das große Problem erledigt. Die Maureburg wurde vom Schatten Eli Tomorasts befreit.

Es geht mir aber nicht so sehr um das was, sondern auch um das wie. Der Frust auf meiner Seite ist hoch, aber ich will versuchen auch die positiven Seiten zu beleuchten.

Da ist zum Beispiel die Beute, die wir beim Kampf gegen Aelthoqq machen konnten. Unter Anderem war das ein Stab der Boshaftigkeit, ein einzigartiges Artefakt. Da war eine Lesser Zuul Beholder Crown, ein Belt of Battle, ein Schutzring vor Elementschaden, ein Cloak of Charisma +4, Rüstungen, Waffen … Jenny hat hier gut abgesahnt. Sie hat am Ende (nach ein wenig Tauschen) den Cloak of Charisma +4, die Krone und den Belt of Battle bekommen. Der wäre zwar IM PRINZIP bei unseren Magiern besser aufgehoben, aber da diese mit Sudden XY Feats eh schon mehrere Zauber in der Runde raushauen können, bringt er ihnen nicht so viel wie gedacht.

Danach waren wir ja noch in der Mareburg eingeschlossen…

Geheime Wege, Fallen, Chimären und Untote

Achso. Und eine Masse von komischen Zwergen und ein paar Fallen.

Ärgerlich war, dass Jenny auf unserem Weg voller Neugierde Testsubjekt gespielt hat und sich in einem Raum mit einer komischen Wabendecke einen Konstitutionsverlust eingefangen hatte. Mit einer Scroll konnte sie geheilt werden.

Etwas später hören wir das Plätschern von Wasser. Tatsächlich: Wir finden einen Brunnen, aber der wird bewacht von 6 Zwergen. Das Kaliber kennen wir schon: Aelthoqq wurde von solchen Zwerge geschützt. Wir hatten bei dieser Session einen Gast, der Zugon übernommen hat, was sich in einem wesentlich aggressiver gespielten Druiden bemerkbar macht.

Den Zwergen setzt er mit sehr explosiven Samen zu, mit denen er pro Stück einen recht guten Feuerschaden macht. Die Dinger beschwört er und kann sie auf Gegner werfen, wo sie explodieren und in einem kleinen Umkreis Schaden machen. Eigentlich müsste er darauf achten, dass er selber nichts abbekommt, da er aber immun ist gegen Feuerschaden, macht das nicht viel aus. Er lässt die Dinger also einfach in seiner Hand hochgehen, nachdem er sich mitten in die Gegner reingestellt hat.

Die Idee ist so übel wie effektiv. Die Zwerge sind auf jeden Fall kein großes Problem.

Mit Mühe und Not können die anderen Jenny davon abhalten aus dem Brunnen zu trinken. Schade, dabei sah das Wasser so gut aus!

Bald darauf finden wir einen Geheimgang, der uns direkt zu einer Chimäre führt. Die nehmen sich Jenny und Rhymor vor allem vor, während die Magier Dragor und Balthazaar nur unterstützen und Zugon den Rückzug deckt. Glaube ich. Achso, er beschwört auch ein Erdelementar. Das kann Jenny zum Flanken benutzen.

Aus einem Nebenbraum dringen Untote Minotauren und Mumien zu uns ein. Sie schlagen eine Türe auf, die Balthazaar fast ins Gesicht schlägt. Er versteckt sich genau an der Ecke.

Jetzt kommen die Magier zum Zug. Und mit Magier meine ich Dragor, Balthzaar und Zugon. Gegen Untote hilft natürlich der allseits beliebte Radiant Assault – der scheint sowieso immer zu helfen.

Ich kann mich nicht genau erinnern, ob er hier zum Einsatz kam. Aber auf jeden Fall wurden Feuerwände gewirkt von Zugon und vielleicht auch Schattenhaft von Balthazaar. Dessen Illusionen sind ja geradezu erschreckend real. Der Druide hat auch versucht die Mumien, welche zudem noch Priester waren, mit einem Bombardment zu vergraben, als sie sich zurückziehen.

Unangenehm ist, dass der Raum, in den sich die Untoten zurückziehen von mehreren Symbols geschützt ist. Da waren zwei Symbol of Sleep, zwei Symbol of Spell Loss und zwei Symbol of Pain. Das erste Symbol schafft man meistens sich zu retten mit einem Rettungswurf. Das zweite wäre mir egal, unseren Magiern aber nicht. Das dritte schaffe ich nicht mehr unbedingt. In diesen Raum gehe ich nicht. Egal, ich hab mit Rhymor die Chimäre bekämpft, ich bin zufrieden, Jenny ist zufrieden. Selbst, dass ich eine Fähigkeit der Beholder Crown vergebe ist nicht schlimm. Einer der Zauber darin ist (ich glaube) Destruction, der wirkt auch gegen Untote, wenn man mit einem Ray eine Ranged Touch Attack trifft. Ich treffe nicht. Egal.

Rhymor, unser Kämpfer, rückt mit vor, Beziehungsweise er treibt die Minotauren mit zurück. Auf lange Sicht ist das Feuer und die ganze Magie zu viel für diese Gegner.

Bis hierher war es gut. Bis hierher waren es auch nur Schritte zum Endkampf, aber es war alles in Ordnung, meiner Meinung nach. Jeder hat in jedem Kampf etwas ausrichten können, etwas wichtiges tun können. (Das ist einer der richtig guten Punkte von D&D 4 – auch wenn der Grundsatz: Jeder Charakter soll jede Runde etwas nützliches tun können vielleicht etwas übertrieben ist. Dazu schreibe ich aber demnächst auch Mal wieder etwas.)

Das große Finale

Auch hier gilt trotz der Überschrift: Es ist nicht alles schlecht. Aber etwas. Etwas wichtiges.

Nach dem Kampf mit den Untoten hören wir draußen schwere Schritte, aber durch die Türe, die uns direkt zurückführen würde wollen wir nicht gehen weil … ja weil weder Jenny noch Rhymor große Lust haben die Symbole noch auszulösen.

Wir gegen also durch den Geheimgang zurück in eine riesige Säulenhalle. Rhymor geht voraus. Und er wird von einem Engel empfangen. Helios, der Sohn unseres entführten Gruppenmitglieds Iskaral! Und er beschuldigt uns des Verrats. Wir sollen Iskaral entführt haben.

Alsbald zeigen sich noch weitere Gestalten: Ein Rogue mit zwei Rapieren. Eine stark gerüstete Kriegerin. Eli Tomorast! Das wird ein harter Kampf.

Ein paar Höhepunkte dabei sind:

  • Zugon ruft ein paar schön große Elementare (Greater IIRC). Eins davon übernimmt Eli Tomorast. Eines steht in einer Säule und kann sich nicht bewegen. Bleibt genau eines übrig.
  • Helios setzt uns mit einer Blade Barrier zu, die aber bis auf Rhymor und den Elementaren uns nicht gefährlich wird.
  • Rhymor nimmt schon ganz zu beginn sehr viel Schaden, dass er die Flucht antreten muss. Er schafft es aber an Helios zu apellieren indem er im letzten Moment sein Schwert vor ihn wirft (eines, was gegen böse Kreaturen extra Schaden macht): „Wir haben deinen Vater nicht entführt! Wir suchen ihn selbst. Du wurdest getäuscht und bist auf einem falschen Weg. Wenn du mir nicht glaubst, nimm das Schwert und schneide dich selbst.“ Der Spielleiter entscheidet, dass ein Diplomacy-Wurf angemessen sei.
    Trotzdem schlägt ihn
    Helios bewusstlos. Aber eben nur Bewusstlos.
  • Jenny steht bald vorne allein gegen die Kriegerin und den Rogue, der mit einer ähnlichen Taiktik kämpft, wie sie selbst. Ich entscheide mich eine Runde zu spät, dass Flucht vielleicht die beste Option wäre. Die Kriegerin ist selbst, wenn sie von einem Erdelementar gegriffen ist zu schwer zu treffen. Der Rogue wäre vielleicht ein lohnenderes Ziel gewesen, steht aber ungünstig. In der zweiten oder dritten Runde fällt Jenny. Endgültig. Mal wieder. Etwas pech ist auch dabei.
  • Dragor und Balthazaar „rocken“. Mit Radiant Assaults und einer Sphere of Annihilation und Mordenkain’s Sword setzen sie den Gegnern übel zu und am Ende wird das den Kampf entscheiden. Der Radiant Assault setzt vor allem die Kriegerin, den Engel, das übernommene Elementar und den Rogue matt für 6 Runden. Sowas ist Kampfentscheidend.

Der Kampf steht lange auf der Kippe. Helios zweifelt immer stärker an seinem Herren Eli Tomorast und zieht sich bald aus dem Kampf zurück. Es sieht so aus, als würden wir verlieren, aber das Schicksal wendet sich.

Am Ende überleben alle bis auf Jenny, die gegnerische Kriegerin und Eli Tomorast. Der Rogue kann uns hoffentlich zu Iskaral führen.

Nachbetrachtungen – Ein Sieg mit fadem Beigeschmack

War das jetzt übel? Nein. Der Kampf war spannend, dramatisch. Der SL hatte sich für die NSCs auch Hilfe geholt, damit er sich besser auf die einzelnen Fähigkeiten von Eli Tomorast konzentrieren kann. Das war sicher eine gute Entscheidung.

Das ich als Spieler des einzigen gefallenen Scs den Sieg nicht auskosten kann, mag man mir hoffentlich nachsehen. Zumal ich auch vorher nicht wirklich toll etwas ausrichten konnte.

Symptomatisch ist halt immer noch, dass der Rogue draufgeht. Teilweise bin ich das sicher selber schuld: Ich stand vorne, auf Rhymor fixiert in der Hoffnung mit ihm zu flanken. Als er fiel hätte ich fliehen müssen. Ich habs nicht getan. Zugon ist auch zu lange hinten geblieben – aber im Nahkampf ist er auch kein Ass. Das Elementar zum Flanken hat nicht lange genug gehalten. Alleine macht Jenny aber nicht viel.

Den Erfolg konnte ich nicht auskosten. Auch als der Krieger wäre ich in der Situation nicht glücklich geworden. Unsere Gegner hatten ACs, die gut über meinem lagen – ich weiß nicht wie gut der Rogue und der Engel wirklich waren, aber Eli und die Kriegerin waren nur mit etwas um die 43 überhaupt zu treffen. Ich weiß, dass Jenny hier etwas um die 17 Würfeln muss mit ihren besten Angriffen – okay, ohne Flanking. Ich weiß, dass unser Krieger so gut trifft wie Jenny. Vielleicht ETWAS besser, aber nicht wesentlich. Wenn er keine Power Attack ansagt.

Also im Endeffekt bleibt die Beobachtung: Man trifft zu selten für zu wenig Schaden für Gegner, die fast 300 Trefferpunkte haben (fast doppelt so viel wie wir). Wir haben trotzdem gewonnen, aber man muss halt sehen warum. Die Magier machen das Spiel. Sie können sich besser verteidigen, können besser angreifen (Flächenzauber) – aber man muss auch sagen: Auch Dragor und Balthazaar und Zugon waren am Ende ganz schön am suchen, welche Zauber denn jetzt noch die richtigen seien, welchen noch effizient seien. Am besten keine gezielten Zauber gegen eine Person (Mirror Image verhindert Punktgenaues arbeiten), am besten keine Reflex Saves (Eli Tomorast hat Evasion). Ein guter Teil des Feuerwerks ist auch verbraucht.

Tja, wenn der Rogue der einzige ist, der in den letzten 2 Levels (17 und 18) stirbt und dann auch nicht nur ein Mal, sondern gleich vier Mal, dann braucht es doch einen Spieler der wesentlich frustresistenter ist als ich. Oder eben wesentlich erfahrener. Und IMO zeigt es schon, dass da noch etwas falsch läuft. Ich will zwar keine Finger zeigen – ich trage ja auch meinen Teil mit meinen Entscheidungen bei – aber ich muss. Bleiben wir Abstrakt: Ich glaube ich brauche da einfach noch etwas mehr Unterstützung. Eigentlich auch logisch: Der Rogue ist ein Opportunist. Er schlägt dann und da zu, wo es etwas ausmacht, wo er eine Gelegenheit dazu hat.

Flucht ist auch doof. Dann flieht man nämlich und hat auch keinen Einfluss auf den Kampf. Schade, oder?

Ich bleibe auf jeden Fall dran. Ich würd‘ gerne den Rest der Burg noch sehen. Ich würde gerne lernen was man noch besser machen kann. Aber ich sehe auch ein: Dragor, Balthazaar oder Zugon sind nahezu ausgereizt. Da gibt es keine neuen Optionen mehr. Ein wenig schade, aber wenn wir nicht weitermachen gibt es eben neue Herausforderungen. Auch auf die wäre ich gespannt.

Ich bin gespannt.

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2 Antworten zu “Ardania – Elis Ende – ein Finale mit Schrecken

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