Rise of the Runelords – Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert


Es ist gar nicht lange her, da haben wir gegen eine Lamia so richtig alt ausgesehen. Ich hab mich ziemlich darüber aufgeregt. Und dann hab ich eingesehen, dass man sich garnicht aus aufregen muss.

Konsequenzen

Ja, so kanns gehen. Im ersten Moment ärgert man sich noch, im nächsten ist da schon wieder der Wille, diese Herausforderung eben doch noch zu meistern. So geht mir das zumindest inzwischen. Manchmal tritt dabei das Charakterspiel auch in den Hintergrund, dabei ist auch dafür die Lösung ganz einfach: Man macht genau das eben zu einem Bestandteil des Charakters. Man muss ja gar nicht zwingend einen hohen Anspruch an Vielfalt und Tiefe legen um Spass zu haben.

Was haben wir also?
Bones, unseren Zwergenpriester, der heute nur noch Weisheit 10 hat. Einen toten Cato und natürlich eine tottraurige Maara, die sich zwar dauernd über die Ausschweifungen unseres Duskblades beschwert, aber ihn ja eigentlich doch schrecklich gerne hat. Polter, dem Halblingglückskind, geht es so weit gut. Außerdem haben wir ja noch 4 Ranger, die uns begleiten. Das ist der traurig Rest der Black Arrows.

Der Kampf war hart, unsere Ressourcen sind stark angegriffen. Ich mache mir vor allem darüber Sorgen, dass Bones eigentlich nichts mehr groß Zaubern kann. Tja, wie löst amn dieses Problem?

Mit einem Goblinzauberer! Danor hat noch einen Rope Trick zur Verfügung. Damit können wir wohl ungestört Rasten. Bones hätte am nächsten Tag Weisheit 12 und kann damit Lesser Restoration wirken. Danach die fehlenden Zauber (minus der Bonuszauber für hohe Weisheit) vorbereitet und dann wollen wir es wagen. Eine Feste voller Oger will ausgeräumt werden.

Still und Heimlich

Ja. Diesmal haben wir tatsächlich einen Plan. Vielleicht hat mein Appell ja doch geholfen. Es gehört ja auch nicht so viel dazu. Wir brauchen keine Strategie, die von vorne bis hinten komplett ausgearbeitet ist, aber wir brauchen doch eine Idee.

PLING! Bones,der Zwergenpriester, wird uns alle in eine Silence hüllen. Unter dem Schutz dieses Zaubers können wir dann die Gegner einzeln ausschalten, ohne dass wir sie alle auf einmal fertig machen müssen. Das würde wohl auch in einer Katastrophe enden. Damit wir sowas überhaupt machen können, muss sich jemand umsehen und umhören.

Polter geht also vor um die Räume zu erkunden. Es geht alles glatt: Bald wissen wir, wie viele Oger sich ungefähr in der Feste befinden und wo sie sich herumtreiben. Dann gehen wir Stockwerk für Stockwerk und Raum für Raum vor. Auch bei der Planausführung achten wir auf unsere Schritte. Danor kann nur außerhalb der Stille vernünftig zaubern. Einer unserer Ranger-Begleiter hat sich wohl auch als Rogue betätigt und ist darum besonders effektiv, wenn er von hinten angreift. Maara braucht Bewegungsraum. Und eigentlich achten wir auch auf all diese Dinge. Wir sind auch zumeist in einer so großen Überzahl, dass die Oger keine Chance haben.

Problematisch ist nur der letzte Raum, ein grösserer Raum in dem sich mindestens drei – wie wir feststellen sogar vier – Oger befinden. Wir gehen ihn von zwei Seiten an und müssen dafür Sorgen, dass der Kampflärm nicht nach oben dringt und die Besatzer dort noch alarmiert. Mit Hilfe der Silence soll uns aber auch das gelingen: Wir bilden schnell zwei Gruppen, laufen alle zusammen mit der Silence auf eine Seite, dann schnappt sich einer die Silence (die geschickterweise auf einem Gegenstand liegt) und läuft mit der anderen Gruppe im Schutz der Stille herüber. Wir decken die Silence kurz ab, damit die anderen hören, wie wir die Türe aufstoßen. Die anderen tun es uns gleich. Dann befördert ein Wurf die Silence in den Raum, zwischen all die Oger und wir können in aller Ruhe kämpfen.
Dabei steht Danor auch noch außerhalb der Stille, so dass er ohne große Probleme mitzaubern kann.

So etwas schwebte mir vor, als ich gesagt habe, dass wir uns ein wenig über unsere Vorgehensweise Gedanken machen müssen. Dann klappt das schon. Ohne die Silence wäre das komplizierter geworden. Die Oger teilen mächtig aus, ein Treffer von denen ist schon ziemlich übel.

Auch kleine Fehler halten uns nicht auf!

Ja. Wir sind da doch etwas übermütig geworden. Mit einer neuen Silence wagen wir uns ins Obergeschoss in der Annahme, dass alles noch so ist, wie vorher. Das war dann doch etwas zu leichtsinnig: Auf dem Gang erwartet uns ein verdutzter Oger. Zwar verhindert die Stille, dass gleich alle auf einmal alarmiert werden, aber der Kerl schafft es die Ogermagierin zu warnen. Wir versuchen sie schnell anzugehen und Danor kann verhindern, dass sie einfach so zu uns durchdringt. Mit einem Tentakelzauber, der Gegner greift und sie festhält und verletzt.

Aus einem Nebenraum dringen zwei Oger, der eine auf dem Gang ist auch wieder aufgetaucht. Ein Blitzstrahl der Ogermagierin setzt einigen von uns heftig zu. Maara erwischt es als sie versucht an einigen Gegner vorbeizubrechen. Bones muss sich auch erst Mal heilen dank des Zaubers. Dann schafft es die Magierin auch noch den Chef zu alarmieren und die Silence, sowie die Tentakel zu Dispellen. Jetzt wird es eng.

Der Chef ist nicht ohne. Mit einem kritischen Treffer fällt er einen unserer NSC-Begleiter mit einem Schlag. Das sind so die Momente, die ich als frustrierend empfinden würde: Eigentlich läuft alles gut. Man hat sich nicht schlecht positioniert, keine große Dummheit begangen, aber ein Schlag eines Gegners bringt einen doch zu Fall, ohne dass man etwas tun könnte. Gut, dass es dieses Mal einen NSC trifft.

Wir müssen uns aufteilen. Ein paar beschäftigen den Chef, darunter natürlich Bones und auch Danor. Irgendwer muss sich um die Ogermagierin kümmern. Diesmal zögere ich nicht. Maara übernimmt diese Aufgabe. Dann sind da noch zwei normale Oger – ich glaube einer ist inzwischen gefallen. Und Polter? Neben ein wenig Sneak Attack hält er die Sache am Laufen. Im Zweifel kann er sich unsichtbar vorpirschen und verletzte Heilen, wo es nötig ist. Und es ist nötig.

Ich kann mich noch eirnnern, dass der Chef geschwächt wird. Er kann aber ragen. Das wird in der Tat hart. Maara hat auch glück: Die Ogermagierin versucht sie zu dominieren, aber sie schafft ihren Will-Save. (Das ist ihr schlechtester) Im Grunde ist das auch das Ende der Ogermagierin.

Mit nur einem Mann Verlust schaffen wir es.

Schneidet ihm den Kopf ab!

Ja. Das sagt Maara. Ganz untypisch. Der Hintergedanke: Draußen sind noch einige Oger (wie viele lernen wir erst bald darauf) und wenn sie sehen, dass ihr Chef tot ist geben sie vielleicht auf, obwohl sie überlegen sind.

Keine Zeit zu trauern. Die Ranger Bogenschützen sollen hoch auf einen Turm, der Rest von uns runter zum Tor. Wir positionieren den Kopf im Eingang hinter uns und provozieren die Oger, die uns durch das Tor auch noch behindert, nur zu zweit oder höchstens zu dritt angehen können und dabei auch noch Pfeilhagel von oben ausgesetzt sind.

Polter demotiviert sie noch zusätzlich (er hat immerhin das beste Charisma), während wir sie auseinander nehmen. Am Ende haben wir 30 Oger vernichtet. Die meisten von ihnen sind tot, nur wenige sind in die Flucht geschlagen.

Ich würde sagen: Das war ein voller Erfolg. Und es hat Spaß gemacht.

Hintergründe und Pläne

Ein bisschen was haben wir natürlich auch herausbekommen. Wir wissen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Lamia und Tätowierungen, die wir bei einigen Dorfbewohnern in der Nähe entdeckt haben. Wir wissen aber nichts über die Zusammenhänge zwischen der Lamia und den Ogern. Generell ist uns total unklar, wieso wir immer wieder in eine solche Scheiße Stolpern.

Aber wir haben ja eine tote Lamia und mit Toten kann man sprechen. Vielleicht kriegen wir aus ihr etwas heraus. Ich hoffe es sehr! Ich will wissen, was hier ab geht und was das ganze Schauspiel soll. Bisher … haben wir eigentlich nichts in der Hand.

, , , , , , , ,

2 Antworten zu “Rise of the Runelords – Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert

  1. Pingback: D&D - Rise of the Runelords - Wider der Dramatik « TPK - Total Party Kill

  2. Pingback: Rise of the Runelords: Tod allen Ogern! « TPK - Total Party Kill

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s