D&D 3.5 – Ardania – wir schiessen uns eine Diebesgilde?


… oder „Tod dem Verräter Nornuk“

Warnung: Der folgende Spielbericht ist wohl Mal wieder etwas länger. *Hüstel* Es gibt etwas mehr zu erzählen …

Ja, so ist das. Manchmal lohnt es sich einfach nicht, einige Leute zu verschonen.

Als wir gegen Eli Tomorast gekämpft haben, um ihn doch endlich zu Kryptas Pforte zu führen und unseren Freund Iskaral zu retten, wurde dieser von einer Kriegerin, von Helios und von einem Rogue begleitet. Dieser Rogue nennt sich Nornuk und war der einzige überlebende Gegner. (Helios ist eigentlich ein Freund der Helden, der nur von Eli Tomorast dominiert war.)

Besagter Nornuk hat uns zu Iskaral geführt. Dafür haben wir ihn, um einiges seiner Ausrüstung erleichtert, lebendig entlassen. Das hätten wir wohl nicht machen sollen.

Vollendete Tatsachen

Zurück in Lormidia Stadt holen wir erst einmal Kia, eine weitere Freundin (und ehemaliges Gruppenmitglied) zurück. Kia wurde vor einiger Zeit weniger freiwillig als gezwungen zu einer Meisterin der örtlichen Diebesgilde berufen. Sie sollte das Hafenviertel Kontrollieren. Am Ende kam heraus, dass ihr Gewinn für die Gilde um eine Größenordnung zu klein war. Da hat sie sich aus dem Staub gemacht.

Dann suchen wir – vor allem Kia und der Zwergenmagier Dragor – das Gespräch mit der Gilde. Vielleicht kann man sich zurückziehen und alles klären. Hehe – wann hätte das je funktioniert? Die Gildenmeister stellen sie vor vollendete Tatsachen: Nornuk hat Kias Posten übernommen. Nicht nur das: Entweder die Kosten werden bis Morgen Abend beglichen, oder die Heldne mögen doch bitte ihr Haus in Lormidia-Stadt aufgeben und woanders hin verschwinden. Um ihre Forderungen zu unterstreichen, werden Kia, Dragor (und Zugon?) von der „Schutztruppe“ der Hafengegend „begleitet“, als diese die Besprechung verlassen. Es sieht so aus, als würde Nornuk diese Leute mit unlauteren Mitteln unter Druck setzen.

Damit ist eigentlich klar, dass Nornuk sterben muss. Dafür, dass wir ihn verschonen, verrät er uns zum Dank. Na gut. Als die ganze Angelegenheit dann zu Hause ganz offiziell zur Sprache gebracht wird, platzt innerlich auch Jenny der Kragen. Es kann nicht angehen, dass ihre Freunde dermaßen von der Diebesgilde unter Druck gesetzt werden. Bisher war ihr die Geschichte relativ egal (auch wenn ich als Spieler es schon für Vorteilhaft gehalten hätte, die Diebesgilde vernünftig unter Kontrolle der Gruppe zu bringen). Jetzt gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder die Örtliche Gilde total zerschlagen, oder aber Kontrolle übernehmen. Aber zuerst muss Nornuk dran glauben.

Egal, ob klären funktioniert oder nicht: Wir versuchen trotzdem den diplomatischen Weg zu gehen. Nach dieser eher schroffen Erfahrung versuchen wir ein vermittelndes Gespräch mit einem der Meister zu organisieren und herauszufinden, wer wohl als treibende Kraft hinter Kias Ausschluss aus der Gilde steht. Es gibt glücklicherweise einen Meister, der eher gemäßigt ist und von ihm erfahren wir, dass eine treibende Kraft eine gewisse Messandier ist – eine Meisterin der Gilde, die Kia schon zuvor sehr arrogant gegenüber getreten ist – und wir erfahren, dass die Verteilung der Gewinne der Gilde davon abhängt, wie lange man schon Meister in der Gilde ist. Das offenbart einige interessante Details.

Informationen und Zwischenspiele

Mit Hilfe von verschiedenen Divination-Zaubern kriegen wir vor allem mittels Balthazaar erst einmal heraus, wo sich Nornuk jetzt aufhält und was er tut. Noch gibt es keine gute Gelegenheit zum Zuschlagen. Also organisieren wir uns. Es wird eingekauft und es gibt etwas Zeit, ein paar persönliche Dinge zu erledigen. Jenny nutzt die Zeit ebenfalls um im Krypta-Tempel vorbeizuschauen, einzukaufen und das Aussehen ihrer Ausrüstung an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Dragor hat Gelegenheit die Voraussetzungen zu komplettieren um einen Posten als Regenten anzutreten: Ein hoher Posten in der Magierakademie. Außerdem bringen ihm alte Bekannte die Gebeine eines Ahnen vorbei, damit diese Stilgerecht beigesetzt werden können.

Es gibt während der ganzen Tätigkeiten einen kleinen Zwischenfall: Einige Schmiede werden beinahe entführt, aber wir können schlimmeres verhindern. Dabei gewinnen wir dank eines Dominate Monster von Balthazaar, einen Kettenteufel als Verbündeten. Diese Geschichte ist wahrscheinlich noch nicht ausgestanden.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wir rufen uns die Organisation und die Meister der Diebesgilde noch einmal ins Gedächtnis. Dabei hilft uns vor allem Kia als ehemalige Insiderin. (Technisch gesehen etwas ungeschickt: Kias Knowledge Local Skill ist eher niedrig für diese Aufgabe – vor allem in Relation zu einiger der anderen SCs. Zwar gibt der Spielleiter einen Bonus, der ist aber nicht hoch genug um den Vorsprung in Ranks, den vor allem Dragor und Jenny haben, wettzumachen. Wäre Kia mein SC, würde mich diese Geschichte ziemlich nerven. Kias Ersatzspielerin – ebenfalls Rhymors Spielerin – stellt das auch so dar.) Wir schreiben die Informationen nieder: Die acht Meister, ihre Spezialgebiete, Einnahmen, Alter, bekannte, besondere Ausrüstung und – sehr wichtig – wie lange sie zur Gilde gehören. Die Verteilung der Gesamteinnahmen wird nämlich wieder ausgeschüttet und zwar Anteilig für die Jahre, die man im Meisterposten der Gilde zugebracht hat. Und siehe da: der Zwergenmeister und die Dame Messandier gehören wesentlich länger dazu als alle anderen – den Vorsitzenden der Gilde eingeschlossen – und sie sind auch die einzigen, die unter dem Strich mit einem (satten) Gewinn aus der Sache herausgehen. Ich denke, damit ist auch klar, wo die wirkliche Macht in der Gilde liegt.

Schließlich ergibt sich auch endlich eine Möglichkeit, Nornuk zu erledigen. Er treibt sich in einer Kaschemme in der Nähe des Ortes herum, wo wir bald darauf das vermittelnde Gespräch mit der Gilde suchen wollen. Und nicht nur erst ist dort. Auch der ungeliebte Zwergenmeister. Beide haben wohl Leibwächter dabei. Wir teleportieren kurzerhand hin und bringen die Sache zu Ende.

Und dann: Zuschlagen

Für mich fällt der Kampf unter „frustrierende Erlebnisse“. Jenny kann so gut wie nichts ausrichten. Das ist aber auch nicht so wichtig. Dieses Mal spielt es tatsächlich keine Rolle: Das Ergebnis ist wesentlich wichtiger. Es es schon verhältnismäßig schwer, Nornuk zu Fall zu bringen. Er hält eben viel aus, ist Dank vieler Rogue-Levels eigentlich nicht mehr zu Sneaken (doch schon. Man kann ihn zum Beispiel blenden) und entgeht auch den meisten Strahlenangriffen dank eines Rings. Einem Ring, der wohl Strahlen (Rays, viele Zauber sind Rays) auf den Angreifer zurückwirft.

Was uns die ganze Sache extrem erleichtert ist, wie so oft, der Radiant Assault. Dank dieses Zaubers sind alsbald die meisten Gegner entweder tot oder sterbend, oder kaltgestellt. Nornuk wird getötet. Es dauert eben nur lange. Aber er ist auch Level 22. Das ist schon was. Der Zwergenmeister wird von den anderen erst einmal kaltgestellt. Jenny ist dafür, ihn auch zu töten. Das verhilft zwar Messandier sozusagen an die Spitze der Gilde, aber er muss einfach weg. Warum lege ich gleich klar. Obwohl Jenny guter Gesinnung ist bringt sie ihn um. Mit der Argumentation „uns ist gerade schon jemand in den Rücken gefallen, den wir verschont haben“.

Das ist aber nicht wirklich der Grund. Jenny hat es noch nicht gesagt, aber eine Diebesgilde, die sich gegen ihre Freunde stellt ist nicht akzeptabel. Eine so große Stadt ohne Diebesgilde ist total unrealistisch. Man kann sie also nicht einfach zerschlagen. Sie würde sich neu formieren. Aber eine so große Stadt mit einer Diebesgilde in der Hände der Helden könnte sicherstellen, dass sich diese nicht gegen ihre Freunde wendet. Dazu muss man aber der Bestie den Kopf abschlagen. Darum kann sie den Zwergenmeister nicht lebend gebrauchen. Selbstverständlich würde sie für ihre Freunde über Leichen gehen. Uneigennützig ist die Sache natürlich auch nicht. Sie strebt die Kontrolle der Gilde an – ob es klappt? Wir werden sehen. Beim nächsten Mal vielleicht.

Pläne

Eine Diebesgilde führen. Ja, das wär was feines. Nein, das ist kein Traumziel für Jenny. Die würde eigentlich lieber ungebunden von solche Verpflichtungen bleiben. Aber es würde ihre Freunde vor den Machenschaften der Gilde schützen und sichert auf einen Schlag den Wohnort der Helden auf einer ganz anderen Ebene. Es ist schlichtweg eine Notwendigkeit. Und da mit der ganzen Geschichte auch ein gewisser Gewinn verbunden ist …

Die ganze Geschichte müsste natürlich anders organisiert werden. Die Gewinnverteilung nach Alter ist inakzeptabel.

Wenn ich die Wahl habe, würde ich  die Messandier leben lassen. Sie aus der Gilde, besser noch, aus der Stadt verbannen. Aber lebendig ist sie sicher eine Interessante Gegnerin. Sie hätte sicher eine grössere Erniedrigung verdient als einfach den Tod. Aber ich bin Mal gespannt, was die anderen dazu zu sagen haben. Und wie praktikabel die ganze Sache ist. Angeblich ist sieh unter anderem für Schutzgelder aus der Magierakademie verantwortlich? Das würde sie natürlich hochgefährlich machen. Naja, manchmal ist der Tod eben der einzige Ausweg.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf, wie es weitergeht. Das wäre doch gelacht, wenn sich daraus jetzt nicht etwas machen lassen würde.

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2 Antworten zu “D&D 3.5 – Ardania – wir schiessen uns eine Diebesgilde?

  1. Hoffentlich habt ihr auch daran gedacht, die Wiederbelebung zu erschweren – wenn der Zwergenmeister clever war, hat er so viel Geld an seine Untergebenen weiterträufeln lassen, daß die sich um eine Wiederbelebung kümmern, um den Geldfluß aufrechtzuerhalten. Sein Nachfolger würde ja auf dem Posten viel weniger verdienen…

  2. Ja, sein NAchfolger wird definitiv weniger verdienen. Weil es Jenny sein wird! Und die hat an dem bisherigen Verteilungsschlüssel kein Interesse.

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