D&D 4 – und nochmal der Fighter


Auch unter der Woche habe ich eine D&D 4 Runde. Berichtet habe ich über diese bisher noch nicht. Heute … naja, irgendwie schon.

Bisher gab es nicht so viel zu berichten. Wir bewegen uns in dieser Kampagne eher langsam durch die Geschichte. So langsam, dass es bisher nicht so viel Inhalt gab. Dafür aber viel Atmosphäre. Es ist nicht langweilig, es ist nur langsam und detailliert. Es macht Spaß und zeigt Mal wieder: Nicht das System sondern die Spieler bestimmen, wie der Hase läuft.

Okay, was ist also los?

Ein kurzer Überblick

Die Helden:

  • Ayeela Fueru-Cieli
    Eladrin Warlock mit Fey Pact– ich wollte Mal wieder was anderes probieren, auch wenn ich davon ausgehe, dass die Königswege bei D&D 4 eben wirklich solche sind. Bisher erbringt das Abenteuer den Gegenbeweis. Ich bin gespannt, wann ich vor dem ersten Zwischengegner/Endgegner stehe bei dem ich nichts mehr ausrichten kann. Oder ob.
    Fey Pact weil ich in der Gegend rumteleportieren irgendwie cool finde. Nicht, dass es mir als Halbling so schrecklich viel bringt, aber das ist bei dem Charakter zweitrangig.
  • Ivo Beerentöter
    Halfling Rogue. Das ist der selbe Spieler, der bei Rise of the Runelords unseren Halbling Polter spielt. Der Spieler ist eben vom Typ her sehr geeignet dafür. Noch idealer wäre wohl nur Dragonlance, weil es da Kender gibt. Ivo ist ein Kender … äh… Halbling, wie er im Buche steht.
  • Alec
    Human Fighter. Eben die Rolle, die ich mit Kyra in der anderen D&D 4-Runde übernehme. Ein nicht besonders hübscher, aber dafür kräftiger Kerl. Er arbeitet mit einer GROSSEN Axt.
  • Thorhelm
    Dwarf Ranger. Noch ein etwas untypischer Charakter (auch wenn sowas bei Paizo Iconic ist). Aber vom Aussehen her ein typischer Zwerg. Im Gegensatz zu dem anderen Ranger, den ich bisher erlebt habe, einer, der mit zwei Waffen kämpft.
  • Lennard
    Human Cleric. Heute ist der Spieler abwesend. (Naja. War der vom Halbling auch, aber irgendwie brauch ich ja ne Ausrede, warum ich nicht so viel über den Charakter schreibe.) Der Spieler ist auf jeden Fall jemand, der stärker auf der … ich sag mal immersiven Seite des Spiels steht. Und das meine ich nicht abwertend. Ich hab sowas nur länger nicht mehr erlebt. Oder zumindest nicht mehr in „gut“ erlebt.

Unser Auftrag:

Gehet hin nach Punjar. Dort findet ihr den Bettlerkönig. Dieser hat etwas – was wissen wir nicht genau – was er nicht haben sollte. Fremde Mächte greifen danach. Verhindert, dass dieses etwas den fremden Mächten in die Hand fällt.

Es ist die Art von Auftrag, die man nicht ablehnen kann. Sie wurde uns von einem Archonten gegeben – in dieser Welt die Repräsentanten der Götter. Und wir? Wir sind nun einmal Helden. Das Wort Nein in Zusammenhang mit möglichen Heldentaten gibt es in unserer Gedankenwelt nicht.

Kurz und gut, die Vorgeschichte lasse ich weg, darum gehts mir heute gar nicht. Ich merke im Moment schon, dass ich schon wieder viel zu gerne schreibe.
Wir sind also nach Punjar gegangen und wollen jetzt herausfinden, wer dieser Bettlerkönig eigentlich ist. Er greift in der Stadt nach der Macht – von unten heraus – arbeitet, wie wir herausfinden nicht so wirklich mit der klassischen Diebesgilde (oder den Diebesgilden?) zusammen und kann wohl für Ärger sorgen.

Eine Adlige, den Kontakt zu selbiger haben wir, wenn ich mich recht entsinne, über den Wirt unserer Schänke hergestellt bekommen, bittet uns für sie ein Haus außerhalb der Stadt doch bitte von Gesindel zu Räumen. Ich weiß jetzt nicht mehr genau warum, aber ich meine wir hätten den Verdacht gehabt, dass es sich nicht um Leute der Diebesgilde handelt, die da draussen rumhängen. Und warum hängt man schon in einem Gebäude außerhalb der Stadtmauern rum? Außerhalb, aber nicht zu weit weg? Klar. Natürlich weils einen geheimen Zugang zur Stadt gibt, an den Wachen vorbei.
Ach so. Ja, ich weiß wieder. Wir haben uns in der Stadt umgehört über unsere Auftraggeberin. Immerhin hätte sie sicher genug Geld das Gebäude selber räumen zu lassen. Angeblich hat sie aber gute Verbindungen zur Diebesgilde. Hmmm. Das ist sicher eine Chance, die wir uns nicht entgehen lassen können.

„Verhandlungen“

Das übliche Problem einer Gruppe beim Anschleichen an Gegner ist? Richtig. Mindestens einer verhaut seinen Wurf auf Stealth. Heute kommt Ayeela diese Rolle zu. Egal. Ein Warlock führt Verhandlungen sowieso am besten, indem er seinen Gegnern Eldritch Blasts um die Ohren schleudert, nachdem er sie verflucht hat.

Ich soll nicht lange warten müssen. Zug um Zug bekämpfen wir unsere zuerst doch recht arroganten Gegner. Und hier lerne ich auch, wie gut das Zusammenspiel von Fighter und Rogue funktionieren kann. Ivo führe ich und halte ihn möglichst in der Nähe von Alec. Möglichst so, dass Ivo Sneaken kann.

Jetzt kann ich quasi von außen sehen, was den Fighter so schrecklich macht. Er hält die Gegner davon ab sich Ivo zu widmen, bindet sie an sich. So bleibt der Rogue in verhältnismäßig geringer Gefahr, teilt aber mächtig Schaden aus.

Besonders eine Szene ist mir in Erinnerung geblieben, sozusagen mein Schlüsselerlebnis an diesem Abend. Ein Gegner will sich von Alec lösen um an Ivo heranzukommen. Dabei provoziert er eine Opportunity Attack. Tja und wenn ein Krieger eine solche macht, dann … beendet er die Bewegung des Gegners. Ja. Jetzt habe ich verstanden, was der Fighter leisten kann – unter anderem.

Von unseren Gegnern erfahren wir, wie erwartet, dass sie für den Bettlerkönig arbeiten und hier sind, weil sie eine Mauer bauen wollen. Ayeela kommt sich etwas verarscht vor, aber sie sprechen tatsächlich die Wahrheit. Wir finden auch heraus warum:

Stein auf Schleim

Das Gebäude besteht teilweise aus natürlichen Felsen und geht an einer Stelle in eine kleine Höhle über. Darin finden wir eine Art Altar und einen Halter für einen Gegenstand, den wir erst einmal als „große Tüte“ identifizieren – was so sicher nicht richtig ist – es handelt sich halt um einen Gegnstand der grob kegelförmig sein könnte.

Verborgen war der Altar – oder was auch immer das darstellt – hinter einer Mauer und diese wurde von innen aufgebrochen.

Hmmm – haben wir hier vielleicht schon einen Hinweis auf den Gegenstand, den der Bettlerkönig haben wollte? Es würde zumindest erklären, warum er diesen Ort wieder zugemauert wissen will …

Natürlich wollen wir uns auch noch den Weg in die Stadt ansehen, nur, was machen wir mit den Gefangenen? Ach, es ist doch immer das gleiche mit den Helden. Gegner schlagen sit kein Problem, aber was macht man hinterher mit den Gefangenen? Ja. Wir wollen sie erstmal verstauen.

Ach, bei der Befragung der Überlebenden erfahren wir auch, dass der Bettlerkönig wohl ein Dragonborn ist. Schau Mal einer an.

Schleim? Oh. Ja ich hab Schleim geschrieben. Da war auch noch einer: Ein Brunnenschacht führt nach unten zu einem ausgetrockneten Flussbett. Leider wird der Brunnen bewacht von eben einem Schleim. Doch wie kamen die Männer des Bettlerkönigs an ihm vorbei? Eine Durchsuchung fördert einen kleinen Fetisch zutage und ein paar Fußtritte – äh – Fragen später wissen wir, dass wir den Schleim damit in Schach halten können. Wir probieren es auch aus und es klappt.

Diese Fetische werden von den Sumpfleuten benutzt. Die Sumpfleute leben in den Sümpfen um Punjar und bestehen aus Lizardfolk, Menschen und Halborks. Und eigentlich haben sie mit der Stadt nix zu tun. Naja, wir verstauen unsere gefangen unten beim Flussbett und fragen uns, was das alles zu bedeuten hat.

Auch darauf kriegen wir eine Antwort, als wir im Flussbett von der Stadt weg ein Licht entdecken. An einem magischen Kristall lagern Lizardfolk. Wir nähern uns ihrem Lager – vielleicht sind ja nicht feindlich. Sie fragen uns, ob wir dem Drachenmann dienen. Glücklicherweise spricht einer von ihnen etwas Common.
Der Drachenmann. Soso. Wer mag das sein? Wir sagen Mal einfach „nein“ – und jetzt wissen wir auf einmal, warum Leute des Bettlerkönigs Fetische verwenden, wie man sie bei den Sumpfleuten findet. Es gibt eine Allianz!

Da uns die Echsenmenschen nicht gleich angreifen müssen wir eben selber die Feindseligkeiten eröffnen. Da sind wir gut drin. Es wird aber ein ziemlich harter Kampf, den wir nur um Haaresbreite gewinnen. Die Lizardfolk drängen uns ganz schön in eine Ecke. Es ist fragwürdig, ob wir das schaffen aber … wir sind die Helden. Auch wenn einige von uns Fallen (aber nicht sterben), am Ende siegen wir.

Wer weiß. Vielleicht kann man die Allianz mit den Sumpfleuten brechen? Auf jeden Fall haben wir uns erstmal mit allen Leuten angelegt. Das sind doch beste Voraussetzungen, oder? Also … wenn man Ärger sucht.

Eine Antwort zu “D&D 4 – und nochmal der Fighter

  1. Pingback: D&D 4 - der Umbra Drake des Bettlerkönigs « TPK - Total Party Kill

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