Unkonventionell …


… gesehen kann man natürlich auch in solchen Situationen immer noch eine Menge anstellen.

Vielleicht kann man einen schweren, aber kaum zu verwundenden Gegner mit einem Seil zu Fall bringen. Vielleicht kann man versuchen dem Lich einen Sack über den Kopf zu stülpen😉 (Ich würde von solchen versuchen Abraten. Das letzte Mal war es …. eher schlecht, sich von diesem Untoten berühren zu lassen)
Vielleicht gibt es Terrain, dass man zu seinem Vorteil nutzen kann (nein – in den Konkreten Situationen gab es sowas leider nicht).

Aber selbst wenn: Das sind zumeist Dinge, die sich außerhalb des Regelgerüstes bewegen. Das ist nicht schlimm, aber wenn ich die Regeln betrachte eben nicht ausschlaggebend. Und vor allem sollten sie nicht der Normalfall sein. Der Standardfall sollte doch von den Regeln erfasst werden.

Bleibt die Frage: Was tun? Rumstehen und Schläge einstecken? Das funktioniert vielleicht ein oder zwei runden lang, aber danach wird es schwierig – mal ganz davon abgesehen, dass es unbefriedigend ist. Wenn der Gegner erst Mal raus hat, dass man keine Gefahr darstellt, könnte er so vernünftig sein, einen einfach zu ignorieren.

Ich denke dann und wann Mal darf es sicher passieren, dass man nichts ausrichtet. Nicht schlimm. Dafür könnte es ja andere Situationen, in denen man strahlen kann. Nicht vergessen: Rollenspiel ist ein Egotrip. Jeder will Mal seine Chance auf das bisschen Erfolg.😉

P.S.: Situationen in denen man nichts ausrichten kann gleicht man nicht durch Situationen aus, in denen man einfach nur mithält. So funktioniert das nicht. MOAR!

12 Antworten zu “Unkonventionell …

  1. Aber selbst wenn: Das sind zumeist Dinge, die sich außerhalb des Regelgerüstes bewegen. Das ist nicht schlimm, aber wenn ich die Regeln betrachte eben nicht ausschlaggebend. Und vor allem sollten sie nicht der Normalfall sein. Der Standardfall sollte doch von den Regeln erfasst werden.

    Quatsch. Die Regeln sind dafür da, Zeit zu gewinnen, um die unkonventionelle Lösung zu erarbeiten.

  2. Also das halte ich jetzt wirklich für Unsinn. Dafür brauche keine Regeln sondern eine Eieruhr😉 Oder erzählerisches Talent.

    Nicht, dass ich zwingend rigide und beschränkende Regeln brauche. Man sieht ja, dass es auch ohne geht. Darum ging es aber nicht.

  3. Aber genau um die Art von Aktionen geht es im traditionellen D&D (E<3)…

  4. und? Kommt das keinem Paradox vor? Dass es eben um das geht, was die Regeln nicht abbilden? Nicht im Sinne, dass es um die Geschichte geht, sondern dass eben die Aktionen der Schlüssel sind, die nicht abgebildet sind …

    Aber ich habe D&D vor 3.5 nie gemocht. Vielleicht ist mir jetzt klarer warum …

  5. Das nennt sich in Forge-Sprech Fruitful Void – der von den Regeln unberührte Ort, an dem sich Kreativität erst entfalten kann.

  6. Damit das zutreffen kann müsste es allerdings wirklich ein „void“ sein, was bei D&D eindeutig *nicht* gegeben ist.

  7. Das nennt sich in Forge-Sprech Fruitful Void – der von den Regeln unberührte Ort, an dem sich Kreativität erst entfalten kann.

    Das klingt ja fast, als könnte innerhalb der Regeln keine Kreativität entstehen. Das sehe ich jetzt ganz und garnicht so – klar sind auch innerhalb des Regelgerüsts kreative Handlungen möglich. Bei Exalted würde ich Stunts und Combos durchaus Entfaltung von Kreativität nennen und trotzdem von den Regeln abgedeckt.

    Vielleicht war es von den Forgies nicht so beabsichtigt, dass es wie ein Gegensatz wirkt.

    Aber wenn ich schon so weit wäre, eben dieses zum Grundsatz eines Spiels zu erklären (wobei sich mir dann immer noch nicht der Sinn der Regeln selbst erschliesst), dann wäre es nicht sonderlich konsequent eben auf diesen Punkte nicht besonderen Fokus zu legen. Soweit ich weiß tut D&D aber eben das nicht. Da gibt es keine Tipps und Hinweise, wie ein Charakter sich in seiner Rolle aber ausserhalb der Regeln sinnvoll verhalten kann und sollte, dafür aber erstaunlich viel Material, wie er es innerhalb kann. Und das gilt nicht nur für D&D – das gilt zum Beispiel auch für DSA oder Midgard.

  8. Komplement, nicht Gegensatz. Es gibt Dinge, für die sind die Regeln gut, und es ist auch richtig, sie genau dafür zu benutzen. Und es gibt Dinge, für die es grad keine Regeln gibt, und bei denen ist die Kreativität der Spieler genau gut aufgehoben.

    Und die Begrenzungen, die die Regeln an die Effektivität stellen (Rogue kann Lich nicht für Schaden sneaken), können unkonventionelle Lösungen hervorrufen (Wir lassen einen Turm auf den Lich fallen).

    Eigentlich ganz einfach.

  9. ja – aber so wirkt es halt nicht. Ich habe ncihts, wenn AUCH Situationen den Ausschlag geben, die von den Regeln nicht erfasst werden. Das Regelwerk, was alles abdeckt sollte besser nie erfunden werden.😉

    Aber es sollte eben nicht der Fokus sein.

    So – ich geh mir jetzt mal nen Turm suchen, zum Auf-Den-Lich Fallenlassen. (Übrigens hätte ich zweifel, dass der Turm viel bringt. Auch ein Meteor Swarm bringt nicht wirklich viel und sollte beeindruckender von Wirkung und Impact (pun intended) sein …) Aber auf jeden Fall kann man so oder so Spaß haben.

  10. Du machst grad nur den Fehler, unsere beliebigen Beispiele auf Deine konkrete Situation anwenden zu wollen. Das muß natürlich schiefgehen.

    Ansonsten bist Du auf dem richtigen Weg (-:

  11. Ich glaube ich habe verstanden, was du mir eigentlich sagen wolltest ist mir jetzt klar😀

    Meine Groschen fallen halt nicht so schnell. Wahrscheinlich alles Coins of Feather Fall …

  12. Unkonventionelle Lösungen sind schön und gut – aber wenn ich sie ständig suchen muß, versagt das Regelwerk für mich irgendwie. Zudem ist es für den SL u.U. sehr belastend, dauernd ad hoc Regeln aufzustellen. Sehr schön finde ich ja Beispiele wie SotC oder Castles & Crusades, die auch für unkonventionelle Wege eine einfache Regelungsmethode aufzeigen. Problematisch bleibt es aber immer noch, zu entscheiden, wie schwierig es nun ist, dem Lich den Eimer über den Kopf zu stülpen und welche Auswirkungen das nun hat… (Bei Buffy konnte mein Charakter auf diese Weise einen niederen Dämon besiegen, bei D&D hätte das so vermutlich nicht gepasst)

    Ansonsten sind Türme komplett überbewertet. Schmeiß dem Untoten eine Glocke auf den Kopf – das gibt zusätzlich noch Schallschaden!

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