… manchmal ist man echt alles selber Schuld


So wie auch beim TPK Gestern.

Wir, das heißt Maara, Bones, Cato und Danor, hatten eigentlich in der Ogerfeste schon aufgeräumt und die Anführer besiegt. Aber das hat uns nicht gereicht. Wir wollten Ordnung in die Ogerfeste bringen.

Übrig sind noch drei Hags in Ogergröße – die haben bestimmt auch einen eigenen Namen, aber egal. In einer verhältnismässig kleinen Höhle, um einen Kessel herum warten sie auf uns.

Aber zuvor gibt es noch eine Wache. Und nein: Wir schlachten nicht ALLES ab, was uns im Weg liegt. Die Begegnung mit der Wache läuft folgendermaßen ab:
Oger: „Ihr nicht reingehen.“
Maara: „Doch. Du lässt uns durch.“
Oger: „Nein. Ich Wache.“
Maara: „Wir haben da drin was vergessen.“

Ist ja keine Lüge. Diplomacy Check – aber da sind die Karten ja relativ schlecht. Soziale herangehensweisen gehen mit dieser Gruppe einfach nicht. Der einzige, der Verhandeln kann, war unser Halbling und der ist leider nicht da. Egal, ich würfele. Das Ergebnis ist Erwartugnsgemäß. Ein Krieger hätte hier gar keine andere Möglichkeit. Ich sag nur: 2(+Int) Skillpunkte pro Level. Fachidioten halt.

Oger: „Nein. Geht weg.“
Maara: „Entweder du lässt uns rein, oder dir geht es, wie den anderen Wachen.“

Das hat gewirkt. Der Oger schaut uns noch einmal kurz an. Dann tritt er zur Seite und schaut so unschuldig wie ein Oger eben schauen kann.

Im inneren läuft es nicht ganz so rund. Da kommen uns vier Oger entgegen, die uns aufhalten wollen. Natürlich klappt das so nicht. Die Oger sind zwar fit, aber keine Gegner mehr für uns.

Dann kommen wir aber zu einem Raum mit den drei Hags. Wir sind denen schonmal begegnet, direkt nach dem Kampf mit dem Steinriesen. Da waren wir aber erledigt und sie wollten keinen Kampf und wir auch nicht. Da waren sie aber allein. Dieses Mal haben sie die beiden Steinriesen, die wir erledigt haben, als Skelette wiederbelebt.

Bones bereitet sich kurz vor, Danor setzt einen Feuerball in den Raum. Leider haben unsere Gegner Spell Resistance. Eine Hag bekommt nichts ab, eine ein wenig, eine recht viel … dafür erwischt es das eine Skelett böse. Maara und Cato stürmen vor. Bones wird ja schon gleich nachkommen.

Nein. Wird er nicht. Bones und Danor werden nämlich in einem Forcecage gefangen. Danor wird auch noch verflucht. Er kann nur noch in 50% der Fälle handeln.

Maara und Cato stehen jetzt vorne alleine gegen zwei Skelette und drei Hags. Die können zwar nicht mehr Zaubern, aber immer noch mit je drei Angriffen die Runde zuschlagen. Fliehen geht auch nicht, weil der Force Cage im Rücken nicht nur Bones und Danor festhält, sondern auch den Weg versperrt. Zwar fällen wir noch ein Skelett, aber es reicht nicht.

Dabei wäre die Lösung ganz einfach gewesen. Viel zu spät sehe ich – sehen wir alle – dass Cato mit seinem Dimension Hop alles hätte rausreissen können. Er hätte nur Maara und sich in den Force Cage teleportieren müssen. So sterben nach und nach alle.

Zwar lassen die Hags, nachdem Cato und Maara weg sind den Zauber fallen, aber Danor schafft es locker sieben Runden lang nix zu machen und Bones alleine, selbst mit einem wiederbelebten Cato (den konnte man noch heilen) kann die Sache nciht rausreissen. Als Danor dann auch noch vergisst, dass sich im Gruppenschatz durchaus noch Spruchrollen befinden, die echt hätten helfen können (Cone of Ice, Hold Monster), ist die Sache gelaufen.

Diesmal ist die Sache eigentlich genau so klar wie bei dem erlebten AoW TPK. Dass die Umstände die gesamte Gruppe das Leben kosten muss ich noch erleben, auch wenn ich sowas schon des öfteren hab kommen sehen. Aber die Handlungen der Charaktere und sehr nachteilhafte Entscheidungen können (und müssen) zu solchen Konsequenzen führen.

Vor AoW wäre übrigens so ein TPK für mich extrem … ärgerlich gewesen. Ich konnte mit sowas nicht umgehen. Ich hab lange Zeit in Runden gespielt, in denen der Charaktertod tabu war. Heute seh ich das wesentlich lockerer.

Die Zukunft

Ja, wir machen natürlich weiter. Ich weiß noch nicht, was ich jetzt spiele. Auf jeden Fall keinen Fernkämpfer. Das lohnt einfach nicht, auch wenn Maara jetzt nicht total nutzlos war. Der Punkt, dass sie sich einfach an die Seite stellen könnte und nichts mehr machen braucht, wird in dieser Kampagne vermutlich nicht erreicht, da hier bei ~Level 15 Schluss ist. Unser SL meint, das sei auch gut so (dazu in einem anderen Blogpost mehr).

Beim neuaufstellen stellen wir wohl mit Standard Point-Buy auf. Das heisst auf der einen Seite: Es geht fair zu. Jeder hat im Endeffekt die gleichen Ressourcen für gute oder schlechte Werte. Auf der anderen Seite bedeutet das meiner Erfahrung nach Charaktere von der Stange und grosse Probleme Charaktere mit multiplen Attributsabhängigkeiten zu spielen. Naja, ich sehs mir an. Im Zweifel kann man immer einen Fighter oder Wizard spielen, oder einen Cleric, der eben nicht so gut trifft. Wir werden es erleben. Unser SL hat schon durchblicken lassen, dass man dann vielleicht auch eher an die günstigeren magischen Gegenstände kommt. Auf der anderen Seite aber auch angemerkt, dass er alles genau prüfen will. Gut. Die Situation kenne ich ja schon, habe ich zu genüge erlebt und inzwischen verstehe ich auch besser warum es so ist.

Ich bin gespannt. Ich favorisiere als Charakter einen Wizard oder Fighter, aber ich bin offen.

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11 Antworten zu “… manchmal ist man echt alles selber Schuld

  1. Interssant. Du beschreibst wirklich den Klassiker für einen TPK. Dies ham wir vergessen, das auch noch und das sowieso. Noch ein bisschen Pech und sang- und klanglos sind alle tot. Tragisch aber verdient, kann ich auch nur sagen. Ich finde so etwas vor allem für den Meister schlimm, weil er nichts falsch gemacht hat, aber die Spieler trotzdem enttäuscht sind. Sauer wird wohl keiner sein, aber auch als Meister hat man daran keinen Spaß und dabei hat man alles für einen tollen Kampf getan. Aber hier den Rückzierh machen verdirbt die Freude an jedem weiteren Kampf für die meisten Spieler.

    • Huh? Der Kommentar wurde ja als Spam verschluckt. Das geht ja garnicht.

      Du hast vollkommen recht: Solche Situationen sind doof aber die Konsequenzen sind vollkommen richtig. So muss das laufen.

  2. Endlich mal jemand, der uns Spielleiter versteht. 😉

    Liest sich jedenfalls sehr gut und die Situation kommt mir in der Art beinahe schon bekannt vor. 😀

  3. Man kann doch nicht einfach so alle Spielercharaktere niedermetzeln! oO

  4. Oh doch 🙂 Das kann und sollte man auch, wenn sie es verkacken. Wo ist denn sonst der Sinn sich überhaupt in einen Kmapf zu begeben.

  5. Ich bin eigentlich auch einer von der gnädigen Sorte, aber manchmal ist der Haufen so groß, dass er einfach stinkt. Und dann muss man eben die Spülung ziehen. Ohne die Angst im Nacken fehlt doch einfach was. 🙂

  6. Ja, so ein TPK ist doof, aber gearde bei D&D finde ich es auch wichtig, dass man weiß, das sowas passieren kann…
    würde mir persönlich zumindest keinen Spaß machen, wenn ich wüsste, das man immer irgendwie wieder raukommt…

  7. *G* Also, ich kann hier auch abweichende Standpuntke verstehen.
    Läge jetzt das gesamte geschehen nciht in Spielerhänden – wäre es alsos chiefgegangen, wobwohl wir eigentlich alles richtig gemacht haben und uns höchstens kleine Fehler erlaubt hätten, jaaaa, dann. Dann könnte ich verstehen, wenn man den TPK nicht stattfinden lässt. Es ist einfach frustierend, wenn man den Spielern das Gefühl gibt, dass sie eh nichts machen können.

    Aber bei uns war das ja explizit nicht der Fall.

  8. Also ich kann dabei nicht verstehen wie solch wirklich ENTSCHEIDENDE Dinge nicht in Spielerhand liegen können. Grundsätzlich sollte da sowieso die meiste Verantwortung liegen und einen Kampf zu planen bei dem die Spieler unverschuldet nen TPK erleiden können ist ein echter Schnitzer.

    Kann natürlich auch so laufen wie bei einer alten Gruppe von mir, dass der Meister beim Fire Giant in der Spalte verrütscht und die Werte von einem Riesen erwischt dessen CR um ca 5 Punkte höher liegt. In der 2. Runde starb auch der letzte Spieler *g* Selbst da ham neue Charaktere gemacht und dann ging es weiter. Das fand ich dann doch shcon krass, aber einfach den Kampf von vorne starten fände ich auch komisch. War aber auch eine sehr kampflastige Gruppe ohne großes Rollenspiel.

    • Najaaa! Der Würfel liegt zwar in spielerhänden, das Ergebnis aber nicht. Und wenn die gesamte gruppe es nunmal nciht schafft im Encounter ein zweistelliges Ergebnis auf dem d20 zu zeigen, dann kann das das Blatt auch gegen die Truppe wenden, obwohl sie alles richtig macht.

      Ich hab auch Situationen erlebt, wo die … ich sag Mal „dynamik“ einer Situation derart gestaltet war, dass sie stark gegne die Spielercharaktere vorbespannt war. Wenn dann noch die Monster immer taktisch korrekt handeln (unabhängig von zum Beispiel ihres Verständnis einer Situation) und die Spielercharaktere immer maximal schmerzhaft treffen, dann kann das auch schon Mal gegen die Spieler ausgehen.

      Oder eben, wenn man ein Abenteuer wie im Buche nimmt, aber die Gruppe nicht diesen getroffenen Grundannahmen entspricht. Dann, ja dann ….

      aber das sind glücklciherweise alles Grenzfälle. Wir müssen sie nicht täglich erleben.

      • Ja, wenn man Encounter gegne die Chars trimmt muss man sich nciht wundern wenn sie sterben. aber wer keine Encounter ausleveln kann, sollte halt einfach vorsichtiger sein und nicht an den Würfeln oder der Taktik drehen.

        Und da unser leiber Würfel doch ein ziemlich neutraler Kumpel ist halte ich es für sehr sehr unwahrscheinlich, dass er ein Encounter soweit beeinflussen kann. Außer man hat ein echt mieses System. Darum glaub ich an diesen Grund schonmal nicht.

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