Und immer tiefer in die Scheisse!


Hah! Da dachte ich beim letzten Mal noch, dass es schlecht läuft. Hatte ich da eine Ahnung, was da noch kommen kann?

Gerade haben wir eine Vereinbarung mit dem Bettlerkönig getroffen. Zurück in unserer Stammschänke diskutieren wir unser weiteres Vorgehen.

Miriyan, die elfische Schamanin hatte vorgeschlagen, dass wir die Diebesgilde der Stadt „abstrakt“ informieren. Die Tatsache, dass sie mit dem Tiamattempel alliiert sind, macht sie uns nicht gerade sympathisch. Aber ein wahnsinniger Bettlerkönig ist nicht besser. Abstrakt informieren heisst: Wir berichten von geplanten Anschlägen des Bettlerkönigs, aber wir erzählen nichts von dem Plan, den Tiamattempel zu infiltrieren. Zumindest Miriyan würde gerne zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • den Bettlerkönig vernichten oder ihm seine Macht entziehen
  • den Tiamattempel vernichten

Der eine ist Wahnsinnig, der andere …. naja … verdammt noch Mal, er dient einem bösen Gott! Da kann nichts gutes draus entspringen. Wäre doch zu gut, wenn sie sich gegenseitig vernichten.

Thorhelm, unser Zwergenranger ist bei unserer Diskussion der Meinung, wir sollen abwarten und eine ruhige Kugel schieben. Dann schauen wir Mal, was wir aus dem machen können, was am Ende übrig bleibt. Oh, wie Recht er doch hat …

Alec,  der menschliche Fighter unterstützt Miriyan – er würde auch gerne gegen den Tempel vorgehen – und vor allem will er Action. Rumsitzen ist einfach nicht sein Ding. Ich hab auch das Gefühl, dass es dem Spieler richtig viel Spaß macht. Ich kann das auch gut nachvollziehen.

Zwischen den Stühlen…

…sitzt es sich aber nicht so gut, also werden wir aktiv. Wir schicken und Ivo und Alec zu unserem Kontakt für die Diebesgilde. Die beiden überbringen eine Abstrakte Warnung. Sehr lustig: Ivo ist eigentlich ein Plappermaul (und der Spieler kann das recht gut). Wir müssen ihn vorher ganz genau „briefen“ – und er macht sich Notizen, was er sagen soll. Schließlich wollen wir ja nicht, dass sich die Diebesgilde beim Tiamattempel sammelt. Das könnte dann doch etwas viel werden.

Außerdem schaffen wir es unseren Auftraggeber, die Kette, zu informieren. Mit Hilfe einer verschlüsselten Nachricht, die auf magischen Wege übermittelt wird, versuchen wir ein wenig Unterstützung zu bekommen. Die Antwort ist … interessant.

Das Artefakt – also das Horn – stelle kein Problem mehr dar, obwohl es in den Händen eines oder einer Yuan-Ti ist. Der beobachtende Dämon ist fort. …. Dämon? Ja, Moment. Da war ein seltsames Wesen, dass wir zwischendrin besiegt hatten. Wir hatten auch erkannt, dass es sich um einen Dämon handelt. Dass dieses Ereignis eine besondere Signifikanz besitzt haben wir nicht erkannt. War halt ein Gegner, dem wir zufällig begenet sind …

Wir kriegen auf jeden Fall einen Kontaktmann gesendet. Vielleicht können wir mit dem Yuan-Ti verhandeln. *husthust*
Aber in der konkreten Situation können oder wollen sie nicht Handeln. Tiamattempel und Bettlerkönig? Wenn überhaupt unser Problem. Die Kette mischt sich nicht offiziell ein. Wir müssen also selber zusehen, wie wir da rauskommen.

Die Warnung der Gilde hat geklappt, dann auf zum Bettlerkönig.

Die Würfel sind gefallen

Durch den unterirdischen Gang machen wir uns zum Bettlerkönig auf. Wir achten darauf, dass uns die Diebesgilde nicht beobachtet. Anscheinend ist die Luft aber rein.

Vorab muss ich noch etwas sagen: Unser Priester Lem ist diesmal nicht mit dabei. Wir befinden uns ja noch im Experimentiermodus. Dafür haben wir aber einen Halbork Avenger mit dabei – der Spieler will halt Mal was anderes ausprobieren.

Als erstes finden wir im Keller eine grosse Schlange vor, die uns aber nicht feindlich gesonnen ist. Sie kommt mit uns die Treppe hoch. In Erwartung von Wachen des Bettlerkönigs klopfen wir an und öffnen die Türe. Und stehen mitten in der Scheiße.

Um uns befinden sich Blut und Leichenteile. Okkulte Symbole. Und eine Reihe von Leuten in Uniform der Stadtwache. Die fordern uns auf, die Waffen zu strecken. Natürlich machen wir das nicht. Jede Seite wartet darauf, dass die andere die Feindseligkeiten eröffnet.
Ivo beginnt zu plappern: Wir seien Abenteurer, die den Bettlerkönig erledigen wollen.

Der Anführer der Wache tut uns den Gefallen endlich: Mit dem Wurf eines Speeres geht es los. Und von da ab geht es Bergab. Von uns trifft kaum einer Mal einen Gegner, es läuft schlecht, richtig schlecht. Als wir dann endlich einen Gegner (von 6 oder 7?) bloodied haben, rift der Anführer der Wache etwas und … der Verwundete kämpft mit neuer Kraft weiter. Dann fallen zwei unserer Leute und Miriyan ruft ihren Geist zurück. Wir ergeben uns, bevor das in einer totalen Katastrophe endet.

Das hätte anders laufen können. Hätten wir Mal ein oder zwei Treffer mehr untergebracht, hätte sich das Kampfgeschehen vielleicht für uns gewendet. Aber manchmal soll es einfach nicht sein. Gut ist  es dann, wenn man zum Kampf noch eine Alternative hat. Das geht nicht immer -> TPK, aber diesmal können wir uns ergeben.

Miriyan fällt noch auf, dass die Ritualsymbole hier auf dem Boden und die verwendeten Zutaten … keinen Sinn ergeben. Eine Falle? Wahrscheinlich.

Gefangen

Wir werden gefesselt … und abgeführt. Im Gefängnis werden wir befragt. Miriyan flippt ein wenig aus – ich finde man darf so früh auch Mal unprofessionell sein – und beschuldigt ihre Freunde, aber natürlich ist das kein Argument, dass man gewinnen kann. Es geschieht auch nicht im Beisein von Wachen. Sie ist verärgert, aber im Grunde gibt es nur eins über das man sich ärgern kann: Dass wir so unvorsichtig waren die Höhle des Löwen zu betreten.

Wir werden bald zu den Vorkommnissen befragt. Es sieht nicht gut für uns aus. Schließlich bekommen wir auch Besuch von unserem Diebesgildenkontakt. Unsere Warnung hat wohl geholfen: Die Gilde konnte sich gerade so gegen den Bettlerkönig verteidigen. Wenigstens etwas. Und sie wissen nicht, dass wir ihm eigentlich helfen wollten. Also können wir es so darstellen, als seien wir zu ihm gegangen, um es zu beenden: Um ihn zu erledigen. Wenigstens etwas.

Man ist uns dankbar und kann wohl dafür sorgen, dass wir hier entlassen werden. Entweder so, dass wir die Stadt verlassen müssen oder …. für einen Gegendienst auch so, dass wir …. Ehrenvoll und als Helden in der Stadt bleiben können.

Wie war das noch mit dem Pakt?

Ja – wir bekommen dann noch einmal Besuch –  von dem neuen Fürsten von Punjar. Ein Tiefling Namens Xirius. Den Namen kennen wir. Xirius war verstrickt in die Ereignisse, die zur Entstehung des Tiamattempels führten. Früher war das ja ein Bahamuttempel, aber Schulden zwangen zum Verkauf. Xirius ist also verwickelt, wahrscheinlich selbst ein Tiamatanhänger.

Das Angebot sieht folgendermaßen aus: Wir helfen bei einer Kontaktaufnahme mit den Sumpfleuten und dafür sorgt man dafür, dass wir nicht angeklagt werden, dass wir unsere Ausrüstung wiederkriegen und in der Stadt bleiben können. Wir erbitten Gedenkzeit. Freigelassen werden wir auf jeden Fall schon Mal.

Dann, als wir unter uns sind, diskutieren wir die Sache. Okay: Wir konnten den Tiamattempel und den Bettlerkönig nicht gegeneinander ausspielen und es gibt einen neuen Stadtfürsten. Einen der wohl Tiamat unterstützt. Schlecht. Sowas hätten wir verhindern wollen. Aber: Wenn wir uns wirklich in seine Dienste stellen haben wir vielleicht die Chance, tief in die Organisation einzudringen und sie von innen zu zerstören. Miriyan ist dafür. Ich glaube in der Diskussion fand sich am Ende eine Mehrheit für den Vorschlag.

Ach ja. Unser Kontakt bei der Gilde. Jetzt ist mir der Name wieder eingefallen. Konstanze von Liliental. Als sie uns erzählte, dass uns geholfen werden kann, klang es ein wenig so, als könne sie sich vorstellen, dass wir mit Xirius ein Problem haben könnten. Hat sie „leider“ gesagt? Ich weiß es nicht mehr genau. Vielleicht war das auch nur ein Ausrutscher des Spielleiters. Ich muss da noch Mal nachfragen. Wenn es Konstanze war, dann müssen wir dringend herausfinden, wie viele Leute der Gilde auf der Seite des Tempels stehen …

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6 Antworten zu “Und immer tiefer in die Scheisse!

  1. Das klingt ja langsam nach richtigem Rollenspiel …

    • Was soll das denn heissen? Natürlich klingt das nach richtigem“ Rollenspiel“! Wir machen IMMER richtiges Rollenspiel! *G* Und es macht ziemlich viel Spaß.

      Ich ahb das oben vergessen zu schreiben: Danke Herr Spielleiter. Das ist richtig Klasse im Moment. Ich hoffe ich kann da mithalten.

      Achja: Und Aaaargh! Wer hat Miriyan zum Chef gemacht? Das ist das Mal erleben darf. 😉

  2. Ja, manchmal muss man sich einfach ergeben. Das sollten meine Spieler auch mal verinnerlichen. 😉 😀

  3. Man kann sich die Spieler natürlich auch dazu „erziehen“, dass sie sich nicht ergeben wollen. Vor einigen Jahren wäre das für mich noch undekbar gewesen:
    In der Age of Worms Kampagne gab es wenige Gegner – vor allem später – die eine „diplomatische Lösung“ überhaupt interessiert hätte. Und schon gar nicht mehr, nachdem die Gewalttätigkeiten eröffnet wurden. Aber im Endeffekt: Ob tot oder tot würde natürlich auch keine Rolle spielen.

  4. Na ja, vor allem D&D arbeitet ja mit der unabdingbaren Konfliktlösung. Rückzug ist da eigentlich selten vorgesehen. Das kann bei eigenen Abenteuern oder einem Systemwechsel zu Problemen führen. Spieler denken halt: „Ah, eine Begegnung, die muss man schaffen“.

    Sobald wir allerdings das System wechseln, denken meine Spieler auch sofort um. 😀

  5. Pingback: Punjar: Auf der anderen Seite « TPK – Total Party Kill

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