Kurznotiz: War of the Burning Sky – The Scouring of Gate Pass


Gestern Nacht und heute Morgen hatte ich eine erste Chance, einen Blick in das erste Abenteuer der D&D 3.5 Kampagne War of the Burning Sky zu werfen.

Achtung! Der folgende Text wird einige Spoiler enthalten. Falls ihr diese Kampagne spielen wollt, lest nicht weiter!



Das erste Abenteuer heisst: The Scouring of Gate Pass und beginnt damit, dass die Helden, wahrscheinlich Anhänger einer Widerstandsgruppe miterleben müssen, wie die Stadt Gate Pass angegriffen wird, während sie versuchen müssen wichtige Informationen zu beschaffen und … natürlich das ganze zu überstehen.

Ich muss schon sagen: Ihr Paizos und Wizards, zieht euch warm an. Es
ist ja ganz nett, was ihr mit Age of Worms, Keep on the Shadowfell,
Rise of the Runelords und so geschaffen hat, aber Mal ehrlich. Zieht
euch warm an. Dieses erste Abenteuer der Kampagne ist (IMO) ein Hammer.

Die Gefahr, der die Charaktere die ganze Zeit ausgeliefert ist, wird
ziemlich klar und bedrückend dargestellt, das ganze Kriegsszenario
erwacht schon direkt am Anfang zum Leben und wird von da ab in kleinen
Zwischensequenzen immer wieder neu ins Gedächtnis zurückgerufen.

Da ist zum Beispiel das erste Treffen mit einem Mitglied des
Widerstands, währenddessen ein Anschlag verübt werden soll. Und just in
dem Moment wird plötzlich die Stadt bombardiert. Nicht nur das: Vorher
erklingen überall in der Stadt glocken, die ein Fest ankündigen – den
Jahreswechsel – und diese verstummen kurz vorher und es wird unheimlich
still.

Genau wird festgelegt, in welcher Runde was passiert (als Spielleiter
sollte man also schon Anfang gut bescheid wissen und man kriegt die
Mittel in die Hand es auch zu tun). Dann tauchen Söldner auf – weniger
als geplant, denna uch sie wurden vom Angriff auf die Stadt überrascht.
Einige kommen in der Explosion einer Bombe, die die Lokalität des
Treffens trifft ums leben. Die anderen sind immer noch eine Gefahr.

Sollten die Charaktere diese Gefahr übrestehen müssen sie durch die
Stadt zu einem Kontaktmann kommen. Und natürlich ist das nicht einfach:
Die Bevölerung ist in Panik, verstopft Strassen, Häuser brennen. Eine
ganze Serie von kleinen Zwischenencountern belebt das Gefühl der
Hilflosigkeit und Panik, in der sich die Stadt befindet. Da kann man
eine Familie zu einem Schutzraum bringen, versuchen Leute aus
brennenenden Häusern zu retten – aber manchmal kann man auch nur
zusehen, wie irgendetwas eine Panik unter der fliehenden Bevölkerung
auslöst und sich Leute gegenseitig zu Tode trampeln.

Wow. Was für eine Eröffnung. Wenn die Kampagne so weitergeht, wie es
anfängt, dann ist das wahrscheinlich das Abwechslungsreichste und
fantastischste, was ich lange gesehen habe!

Umm und jetzt muss ich weg. Später mehr!

, , , ,

Advertisements

5 Antworten zu “Kurznotiz: War of the Burning Sky – The Scouring of Gate Pass

  1. Klingt nach einer guten Geschichte, aber Angriff, Kampf und Panik kenne ich aus einem alten Darksun-Abenteuer. Bisher ist das nicht unbedingt so originell, bei Earthdawn gab es auch schon Entsprechendes. Und beide Abenteuer waren verdammt gut umgesetzt.

    KotS würde ich übrigens nicht als nett bezeichnen, so dolle ist das Abenteuer nun auch wieder nicht, da dramatische Elemente und charaktermotiviertes Design fehlt. Bei War of the Burning Sky scheint das ja der Fall zu sein, ich bin jedenfalls auf weitere Berichte gespannt. 🙂

    • Nein, natürlich ist das nicht Originell. Krieg ist jetzt kein so unkonventionelles Thema für eine Fantasy Kampagne. Aber die Präsentations des Themas im Abenteuer ist überaus gelungen.

      Es gibt aber auch einige Stellen, die für den SL sehr fordernd sind und sicher nicht für Einsteiger-SLs geeignet sind. Wie eben Situationen in denen sehr wichtig ist, wann genau was passiert. Da muss man schon die Timeline für das Encounter kennen, sonst entfalten die dramatischen Ereignisse nicht ihre Wirkung.

      Das Abenteuer leidet übrigens überdurchschnittlich stark darunter, dass die Helden Level 1 sind. Ich sehe hier viel Potential für eine Umsetzung für 4e, wo die Geschehnisse noch dramatischer sein können. Schliesslich halten die Helden mehr aus und man muss etwas weniger vorsichtig sein. Das könnte wirklich, wirklich interessant werden.

  2. In der 4E würde aber der Druck auf die Spieler ein wenig verschwinden, da man dort weniger Schaden nimmt. Ich sehe in der 4E einfach ein Problem mit der Timeline des Abenteuers, da das Begegnungssystem ein anderes Zeitmanagment erfordert. Die 3.x ist einfach ein anderes dramatisches Werkzeug als die 4E. Du schreibst ja selbst, dass wichtig ist wann was genau passiert. Fünf Minuten Pause in der 4E bewirken halt etwas anderes als in der 3.x, da du dort mehr Wert auf deine Ressourcen legen musst. Und so wie ich es bisher verstanden habe, kokettiert WotBS ja mit der Zeit und dem Ressourcenmanagment, was ich sehr spannend finde, denn so bringt man die Charaktere mehr ans Limit. 🙂

    • Das sehe ich bei 4e genau so gut realisierbar. Aber die Szenen im ersten Abenteuer werden oft schaumgebremst: Da in dieser Situation die Einstürzende Decke die Charaktere umbringen könnte, … Davon gibt es mehrere Momente, die zwar alle für die Spieler nicht merkbar sein werden, weil alles gut maskiert ist, aber als SL sieht man schon, wie kitzelig diese ganze Geschichte ist.

      Das Ressourcenmanagment bei 4e ist einfach nur anders, aber durchaus immer noch vorhanden. Hier eröffnen sich eben durch die Möglichkeit von Short Rests ganz andere Möglichkeiten. Man kann dramatischere Events auch direkt hintereinander bauen, weil man davon ausgehen kann, dass zumindest die Hitpoints wieder voll da sind. Zeit ist bei 4e immer noch wichtig. Wenn Gegner in Welle angreifen,g reifen sie eben in Wellen an. Es gibt selten bei WoBS Zeitmanagement ausserhalb eines Encounters (ausser Big Scale: Hier können sie jetzt lange Rasten und Heilen und hier haben sie nur kurz Zeit zwischen zwei Ereignissen).

      Aber: Auch in 4e verbrauchen sich die Ressourcen, allen voran Daily Powers und Healing Surges. Auf Level 1 sind die Möglichkeiten hier eingeschränkt. Und wenn erst Mal die Healing Surges weg sind … ja dann nutzt auch ein Heiltrank nichts mehr. Was aber ohen Frage ist: Einige Zwischensequenzen müssen angepasst werden. Schliesslich ist das Konzept anders. In 3.5 stehen die Helden zusammen gegen ein mächtigeres Monster – das soll das Standardencounter sein. In 4e ist das Standardencounter dass die Helden gegen Anzahl der Helden Gegner stehen. Was Begegnungen mit Gruppen gegnerischer Soldaten möglich macht und vielleicht schon den Verlauf des ersten Abenteuers mehr beeinflussen könnte, als nur im Encoutnerdesign. Ich bin gespannt.

  3. hey

    just registered and put on my todo list

    hopefully this is just what im looking for looks like i have a lot to read and then a lot to wright

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s