Umstieg auf eine neue Edition (und ein bischen Balancing)


Das ist wohl nicht nur für die alten D&D Hasen ein Problem. Wenn ich mir so ansehe was hier geschrieben wird, ist das auch für DSA-ler durchaus ein leidiges Thema.

Schön finde ich ja, dass ich das meiste von dem, was im Weltenwandel Blogpost steht durchaus noch nachvollziehen kann. Ich meine, es ist gut und gerne 15 Jahre her, dass ich mit DSA Schluss gemacht habe, aber inneffiziente und Zeitkostende Attacke-Parade Spiele, die dann auch nur in Lächerlichen Schadensmengen resultieren? Oh ja.
Spezialregeln für alles mögliche? (Lebe ich auch mit, als D&D 4-Jünger, aber man kanne s gut oder schlecht machen.)
3w20-Fertigkeitsproben die keineswegs so intuitiv sind, wie … ich es von nahezu allen anderen Systemen kenne?

Wow. 15 Jahre, keine Veränderung. So muss das wohl auch zu AD&D 2nd-Edition Zeiten gewesen sein 😉

Die Kritik an die neue DSA Richtet sich dann vor allem an die Charaktererschaffung und wie unbalanciert sie sei. Da werden dann auch einige meiner Lieblingsthemen aufgegriffen. Der wichtigste Punkt für mich:

Das hilft auch denjenigen Leuten, die sich mehr auf ihren zu
erstellenden Charakter konzentrieren wollen anstatt an Werten
rumzubasteln, einfach weil sich sich nicht völlig übervorteilt fühlen,
wenn der nach Zahlenwerten zusammengebastelte Charakter neben ihnen so
ca. viermal überlegen ist. DAS erzeugt Frust und Munchkins, denn
natürlich will man mit seinem Charakter auch etwas erreichen und nicht
nur danebenstehen, weil er zwar rollengerecht ist, der Supermann neben
einem aber die ganze Zeit die Show stiehlt.
Ein ausgewogenes System ist
also fördernd für Charakterkonzepte.

Tja, was soll ich sagen? Das kenne ich doch. Bei mir heisst genau sowas D&D 3.5. Den Beweis angetreten hat da für mich Age of Worms in niedrigen bis mittleren Leveln und meine Hi-Level Runde, in der wir Maur Castle untersucht haben.

Ich muss mich auf jeden Fall für diesen Abschnitt oben Bedanken. So sehe ich das auch.

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5 Antworten zu “Umstieg auf eine neue Edition (und ein bischen Balancing)

  1. Das mit Attacke-Parade kenne ich ebenfalls zu genüge, ich bin ja mit DSA groß geworden und habe da eine menge Zeugs verzapft. Aber Anfangs ging es ja, da gab es keine Fertigkeiten und Sonderregeln, nur die Maske des Meisters. 🙂

    Später habe ich die Sache mit den 3-Wurf-Fertigkeiten abgekürzt, in dem wir bei der Charaktererschaffung den Durchschnitt ausgerechnet haben. Nicht ganz regelkonform, aber flotter. 😀

  2. Ich sagte neulich zu jemanden: „Heul nicht, optimiere.“ 😉 Aber jedenfalls muss man sich bei DnD 3.5 schon ganz schön anstrengen,um überhaupt nicht kampftauglich zu sein…

    • Naaaaa, das sehe ich anders. Unsere Begrifflichkeit von wegen „überhaupt nicht kampftauglich“ könnten abweichen oder aber ich bin talentiert 😉

      Es reicht ja schon ein relatives hinterherhinken, wenn der SL die Encounter an die mächtigeren angepasst hat (oder auch wenn nicht und diese das Boot dann mit einem Schlag alleine schaukeln).
      Und ich weiß: Ich bin empfindlich. Was unser Beguiler in der Hi-Level Runde erlebt hat wäre genau so wenig befriedigend für mich, wie die Erfahrungen meines Rogue. In jedem zweiten Kampf danebenzustehen und nichts zu machen finde ich auf jeden Fall nicht befriedigend.

      Und wenn man erstmal feststeckt? Retraining, wenn man Glück hat. Und nicht zu viel an der Auswahl hängt. Und der SL es zulässt. Und die Ressourcen natürlich.

  3. Hmm, also für mich ist es doch ggf. der SL, der da immer wieder entscheidet, was er einbaut. Der Effekt kann letztlich auch in 4e entstehen. „Welches Wesen niedrigen Herausforderungsgrades nehm ich, um den Leuten vor den Bug zu hauen, ohne ihnen was zu gönnen.“ Könnte das ne Rolle spielen. In der Runde, wo ich nen Schurken spiele, hat der SL auch derbe Probleme gehabt, angemessene Herausforderungen zu entwickeln, die nicht zerlegt wurden 😉 Aber ein bißchen Taktiktraining wirkt Wunder… Aber nun stell Dir vor, dass ganze Abenteuer findet in einer Dead Magic Zone statt, dann zieht der Magier ne Flabbe – und das (so wie ich es kennengelernt habe) auch in der 4e.

    Ansonsten hab ich noch ein bißchen was zum Mulriclassen im GK-Forum hinterlassen 😉

    • Das ist aber jetzt nicht unbedingt ein Argument für oder gegen ein System. Ein Argument für oder gegen ein System sit aber sicherlich, wie einfach es ist, Dinge aus dem Ruder laufen zu lassen.

      Bei 4e habe ich bisher noch keine kompletten „Negationsszenarien“ gesehen. „Von Runde zu Runde“ ist ja eigentlich hier das Motto der Stunde, daher glaube ich auch nicht, dass sowas kommt. Bei 3.5 war das eben anders.

      Von diesem isolierten Bereich abgesehen kann man es durchaus in der Systementwicklung schaffen, dass Charaktere schon von Anfang an unterschiedlich skalieren und unterschiedliche Fähigkeitsbreiten und -tiefen aufweisen. Da muss man dann als SL aktiv gegen anarbeiten. Ich sage nicht, dass es nicht geht, aber es kann eben beliebig einfach oder schwierig werden. Bisher muss mir 4e noch den Beweis antreten, dass es und wo es aus dem Ruder läuft. Bei der Menge an Powers muss da eignetlich was sein. Oder?

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