Taktik ist auch nur ein Wort – Teil 3


Warum hinke ich eigentlich immer eine Session hinterher? Egal. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Mal aufzuholen, nächste Woche wird immerhin in meiner Punjar-Runde nicht gespielt.

Also: Fallen sind „kein Problem“, Kämpfe die Anfangs gut laufen sollte man sehr sehr kritisch betrachten. Aber es gibt ja noch weitere Dinge, an denen man sich versuchen kann. Skill Challenges sind eine feine Sache, wo man sich ebenfalls gut reinreiten kann.

Wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs

Unsere neuen Freunde haben uns also tatsächlich unseren Bluff abgenommen. Danke Bellegar, danke! Naja, der Mann ist im Bluffen anscheinend wesentlich besser, als er selber glaubt.

Wir können uns Ausruhen, müssen aber darauf vertrauen, dass unsere Freunde (ich meine Alec und Gorfis, die im letzten Kampf gefallen sind) wirklich in Sicherheit sind. Wir haben aber auch keine andere Wahl. Wir wollen nicht in Gegenwart der seltsamen Kobolde übernachten. Außerhalb der Mauern warten ja auch noch die Seemänner und ohne uns wären sie Schutzlos. Wie heißt es so schön? With great power comes great responsibility. Da ist wohl was dran.

Die Nacht überstehen wir ganz gut, wenn man von den eher schrecklichen Umständen absieht. Aber keine Sorge, was wir bisher erlebt haben, war nur der Anfang.
Am nächsten Morgen kehren wir in das Gebäude zurück. Natürlich lassen uns die Kobolde nicht einfach so ziehen. Wir müssen einen Pakt eingehen. Damit haben wir ja so langsam Erfahrung.

In einem Ritual erbitten die Kobolde die Unterstützung des Devourers für uns. Leider enthält die Formulierung so etwas in der Art wie: „Verfahre mit ihnen, wie du es für richtig hälst, sollten sie deinem Weg treu folgen. Verfahre mit ihnen, wie du es für richtig hälst, sollten sie dich verraten.“
Wir müsse ein wenig unseres Blutes Opfern. Dann haben wir es geschafft.
Auf uns liegt jetzt wohl eine Art Geas. Wir sollten den Auftrag also besser erfüllen. Wenigstens sind unsere Freunde frei und wieder heil.

Ein paar Tipps gibt es auch: Die Unterdrücker der Kobolde, die „Tharizdun-Diener“, haben ihren Stützpunkt bei einem versunkenen Haus im Wald, etwas 30 Meilen von hier. (oder 30 Meilen in den Wald herein? Egal) Man kann einem Fluss folgen wenn man sich in …Himmelsrichtung hab ich grade vergessen …. in den Wald herein bewegt. Dann kommt man an einen See an dem das Haus liegt. Nur … naja … der See ist geschützt von allerlei Ungeziefer. Was das heisst, lernen wir später.

Wildnisgefahren

Eine Frage die sich noch stellt: Wir sind mitten in der Wildnis. Was wird aus den Seeleuten, die wir gerettet haben?

Nunja. Die Männer haben immer noch das Boot mit dem wir uns retten konnten. Hier an der Küste kommen ab und an Schiffe vorbei. Man könnte sie also hier an einem sicheren Ort zurücklassen.

Oder aber wir nehmen sie mit. Miriyan ist strickt dagegen: Das würde vermutlich den Tod der Seeleute und wohl möglich von uns bedeuten. Damit wäre nichts gewonnen. Später muss sie sich wegen ihrer kompromisslosen Haltung noch einiges an Kritik anhören. Es ist ja nicht so, dass Miriyan kein Menschenfreund ist. Sie hat zwar Gründe den Bewohnern Khorvaires nicht freundlich gegenüber zu stehen, aber das ist nicht der Grund für ihre Haltung. Wie sich später auch zeigen wird.

Die Seeleute bleiben am Ende in der Nähe der Küste. Miriyan will sie eigentlich nicht schutzlos zurücklassen – und das Verhalten steht jetzt in den Augen einiger der anderen Gruppenmitglieder in starkem Widerspruch zu ihrer vorherigen Entscheidung. Das ist natürlich nicht richtig:

Eine Reise durch die Wildnis in einem Land, das generell als Unsicher gilt (die Shadow Marches sind eben kein tolles Urlaubsgebiet😉 ) zusammen mit Leuten, deren Kenntnisse im Überleben und Kampf vernachlässigbar bis lächerlich sind, bedeutet, dass alle in Gefahr gebracht werden. Aber ein wenig Wachhund für die Leute zu spielen, die dann hoffentlich abgeholt werden, wäre nicht so das Problem. Die Kobolde haben uns auch kein Zeitlimit gesetzt.
Dass es trotzdem eins gibt, erfahren wir bald:

Nach der nächsten Extended Rest klagt Pock über eine Knochenartige Verhärtung im Nacken, Verspannungen am ganzen Körper und seltsame Träume von einem Leben im Meer, die Jagd nach Fischen, die dann verspeist werden. Natürlich glauben wir noch an einen Zufall.

Nach einigem Hin und Her brechen wir auf. Wir sind hinreichend sicher, dass die Seeleute eine Chance aufs Überleben haben und wir haben einige Meilen zurückzulegen. Unser Ziel liegt an einem See im Wald und wird von Insekten und Spinnen geschützt. Das einfachste wäre wohl einem Fluß zu folgen. Thorhelm und Miriyan sind erfahren in Wildnisdingen, wir sind guter Dinge, dass wir das ganze durchziehen können.

Vor dem Wald finden wir spuren von zwei Displacer Beasts. Wir halten die Augen offen und hoffen diese gefährlichen Jäger umgehen zu können.
DAS gelingt uns auch, aber im Wald will uns dann das vorankommen nicht mehr so richtig gelingen.

Nach der nächsten Rast klagt auch Miriyan über ähnliche Symptome wie Pock. Scheint, dass wir doch nicht alle Zeit der Welt haben …

Wo bitte gehts hier zum Fluss?

Ja, wie war das? Man kann nur gemeinsam siegen. Oder eben gemeinsam untergehen. Und gemeinsam untergehen, das machen wir dann auch.

Eigentlich kennen wir uns in der Wildnis aus. Wir haben auch mit Alec jemanden, der athletisch ist, wir haben aufmerksame und wissende Charaktere. Das alles nutzt aber nichts, wenn man gerade einen „Montag“ erwischt hat. Trotz unserer Kenntnisse und Fähigkeiten verlieren wir den Weg. Hier sollte doch irgendwo ein Fluss sein? Zumindest haben die Kobolde uns so einen Fluss als Wegweiser genannt.

Ein umgestürzter Baumstamm und ein steiler Hang zwingen uns in einen Umweg. Und auf ein Mal … auf ein Mal sehen wir uns den Gefahren der Wildnis nur all zu deutlich gegenüber!

Okay, das mit dem Umgehen der Displacer Beasts haben wir anscheinend geschafft. Dafür sehen wir mit einem Mal um uns herum eine Gruppe Schlangen. Eine Boa, eine Flammenschlange und mehrere Vipern.

Man kann sich das Leben wirklich leichter machen: Wenn man davon aus geht, dass ein Encounter die Zufallsbegenung für den Tag ist (wie das oftmals bei Wildnisbegenungen der Fall ist), braucht man sich nicht zurückzuhalten. Man kann ruhig alle seine Daily Powers einsetzen. Irgendwann kriegt der SL sowas natürlich raus und wird böse überraschungen einbauen. Ab und an kann sowas aber auch Mal gut sein: Die Spieler sollten spüren können, wie weit sich die Helden inzwischen entwickelt haben. Das rückt die eigenen Taten wieder ins rechte Licht.

Der Kampf gegen die Schlangen ist etwas zäh, aber nicht sonderlich gefährlich. Die Vipern sind in erster Linie lästig, aber besonders Pock, der ein Item hat, was ihn gegenüber Giften widerstandsfähig macht, kann sich freuen. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass so etwas eine Rolle spielt.
Die Flammenschlange ist eher lächerlich als gefährlich, die Boa wohl etwas mehr ernst zu nehmen. Im großen und ganzen ist es kein Problem (aber kostet doch den ein oder anderen Healing Surge).

Wenigstens haben wir so Mal etwas Abwechslung auf der Speisekarte. Heute gibt es wohl Schlangen? Ach egal, kann durchaus sein, dass uns hier die Zeit ausgegangen ist. Auf jeden Fall weiß ich noch, dass wir die Boa aufschneiden und eine Rüstung befreien können. Na immerhin! Schätze!

Ja, so kann es bei Misslungenen Skill Challenges durchaus auch laufen: Wenn alles gut geht, kommt man glatt zu seinem Ziel und muss nicht besonders viel Opfern. Wenn aber eins zum anderen kommt und man falsch vorgeht oder schlecht würfelt und nicht mit vernünftigen Ideen gegensteuert, dann rauscht man eben in Probleme herein. Der Vorteil ist, dass auf jedem der beiden Wege Erfahrungspuntke gewonnen werden.

Nach diesem kleinen Zwischenstopp geht es auch bald weiter. Wir orientieren uns neu. Dann erreichen wir einen Waldbereich, der von Spinnennetzen durchzogen ist. Und ich meine nicht: Hier Mal ein Netz, da Mal ein Netz, sondern wirklich extrem viele, dichte Spinnennetze. Jetzt sind wir wohl wieder auf dem richtigen Weg! Unser Ziel soll doch von allerlei Ungeziefer geschützt werden.

To be Continued …

Eine Antwort zu “Taktik ist auch nur ein Wort – Teil 3

  1. Pingback: Taktik ist auch nur ein Wort – Teil 4 « TPK – Total Party Kill

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s