Warum leben wir noch?


In der Punjar Runde haben wir in letzter Zeit einige harte Encouter hinter uns. Seitdem sind einige Spielabende ins Land gegangen und es ist nicht leichter geworden. Für meinen Teil habe ich wieder einige Interessante Einblicke in das System D&D 4 bekommen.

Der Paladin stirbt

Unser Paladin Pock ist ein Heilmonster – dabei ist er eigentlich ein Defender und kein Leader. Aber der Paladin ist als Defender so lala, als Heiler und Unterstützer kann er dafür richtig abgehen. Unseren DM hat dabei immer genervt, dass Pck einige nervige Eigenschaften in sich vereint:

  • hohe AC (mit Buffs noch höher)
  • viele Trefferpunkte (auch hier helfen seine Powers noch mit temporären Trefferpunkten
  • viel Heilung (uns wenns drauf ankommt sogar ohne Healing Surges)

Das alles fohrt dazu, dass man nicht nur dem Charakter selbst, sondern natürlich der ganzen Gruppe schwerer Schaden kann. Aber wie kriegt man ihn trotzdem zu Fall?

Man verbietet dem Paladin einfach Healing Surges auszugeben. Ja, er hat Heilungen auch ohne Surges, aber eben nicht so effizient. Und wenn man sich dann auf den Gegner konzentriert, dann stirbt auch ein Paladin. Hat unser DM so gemacht, war ein interessanter Kampf … danach waren wir alle am Ende. Naja, nicht so ganz. Pock soll sich später überraschenderweise doch wieder zu uns gesellen.

Miriyan, die Elfenschamanin war der Meinung: Wir gehen jetzt. Das war nicht der schwerste Kampf – wir wissen von einem „Schattendrachen“, der hier wohl der Chef ist – und haben gerade unseren Paladin verloren. (Raise Dead ging nicht). Alles weitere wäre Himmelfahrtskommando. Okay, wir haben unseren Magier wiedergewonnen, aber das wird uns auch nicht retten.

Die Diskussion geht aber einen anderen Weg und Miriyan folgt ihren Freunden im zweifel auch in den Tod.

ein wertloser Sieg

Ja, dann kan der befürchtete Endkampf. Ein Schattendrache, über den wir rein gar nix wissen. Mit Gehilfen. Ich finde solche Gegner einfach nur frustrierend: Zu hohe Angriffe, zu viel Verteidigung, zu viel Schaden pro Amgriff. Und ein Solo der „alten Schule“ – mit einer Standard Action.

Der Angriffsbonus des Drachen lag bei +29 vs AC (und wohl nur unwesentlich niedriger, wenn überhaupt, gegen NAC defenses). Damit trifft er alle bis auf Alex und Pock (der momentan tot ist) immer. Selbst ein eigentlich heftiger Anbzug von -5 bringt kaum einen effekt. Miriyan hat eine AC von 29, Gorfis (und der ist Nahkämpfer) eine von 31.

Der Schaden pro Treffer liegt bei um die 40 Trefferpunkte, eigentlich schreit da alles nach einem TPK. Natürlich geben wir alles, um das zu verhindern.

Bellegar macht uns resistent gegen nekrotischen Schaden – das stört den Drachen kaum, aber seine Gehilfen macht es unschädlich. Miriyan wirkt eine Power, die alle Gegner beim ihrem Geistergefährten schwächt. Trotzdem schafft es der Drache in einer Runde sie fast umzubringen – am Ende soll es ihm auch ganz gelingen.

Wir gewinnen, fragt mich nicht genau wie. Ich glaube mit weiteren konzentrierten Angriffen gegen die richtigen Leute, wie zu Anfang des Kampfes, wäre die Situation nicht zu bewältigen gewesen. Das schlimmste aber ist, dass wir uns abgerackert haben, während des Abenteuers Bellegar tot war, Pock tot war und jetzt auch Miriyan … und wir am Ende nix erreicht haben.

Okay. Der Drache ist tot. Aber wir haben Pock vor Ende des Kampfs durch … wohl einen magischen oder göttlichen Effekt wiederbekommen. Wir lernen durch ihn, dass der Effekt der eine Wiederbelebung verhinderte dazu dient, ein Wesen von Xoriat, der Albtraumebene (Äquivalent des Far Realm) zu befreien. Und genau das ist auch während des Kampfes mit dem Drachen geschehen.

Der Hammer ist: Wir sind in dieses Abenteuer reingegangen um dafür zu Sorgen, dass dieser Effekt endet und was immer damit erreicht werden sollte, nicht erreicht werden kann. Wir haben uns vorgekämpft, viel Geopfert und erfahren erst kurz vor Ende, was hier wirklich abgeht. Und realisieren: Wären wir einfach gegangen, oder garnicht hergekommen, wäre genau das gleiche passiert. Unsere Opfer waren wertlos.

Fazit

Tja. Ich bin nicht zufrieden. Also, es ist schon okay, dass man in einer Kampagne Mal umsonst arbeitet, aber es kommt bei uns des öfteren vor. Und zwei Spielabende auf einen Endkampf (und dessen Vorbereitung) zu verwenden, wenns am Ende nichts wert ist, das liegt mir nicht. Dann ist das auch so ein Gegner bei dem ich das Gefühl habe, es ist egal, was ich mache. Irgendwo fehlt mir das Erfolgserlebnis.

Ausserdem habe ich das Gefühl, dass Miriyan zu ineffizient ist. Was ich an Schaden auspacke ist, mit Ausnahme von Pock, mal vielleicht die Hälfte dessen, was (alle=) anderen Charaktere in der Gruppe leisten und Pocks Heilung ist auch wesentlich effektiver als meine.

Das einzig richtig praktische, habe ich so Gefühl, ist die Fähigkeit Gegner für einen kompletten Kampf schwächen zu können. Diese Fähigkeit ist nützlich.

Das zeigt: auch mti Retraining kann man „underperformen“, aber Mal schauen. Ich versuche einfach Mal in nächster Zeit einige Sachen umzubauen und Effekte mehr zu nutzen als bisher. Schauen wir doch Mal, ob da nicht noch was geht. 🙂 Das größere Problem ist sicher, dass ich mich mit Miriyan nicht so richtig verbunden fühle. Aber das ist jetzt so eine Situation: Bis hierher habe ich sie auch schon gespielt, jetzt zieh ich das auch durch! Und mit dieser Gruppe macht das auch Spaß! (selbst wenn manchmal der Storyverlauf unbefriedigend ist)

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