Essentials: Ja!


So, meine Skepsis ist dahin. Inzwischen habe ich mehrere Essentials Charaktere gesehen und auch welche gespielt. Das Balancing ist nicht immer Perfekt, aber es ist immer noch so, dass die Charaktere in allen Lagen eigentlich etwas tun können. Man ist nicht außen vor.

Manche Essentials-Klassen stärken die Wahlmöglichkeiten stark ein, andere weniger. Man hat wie früher wieder die Wahl, wie kompliziert man seinen Charakter haben will. Nur, um Gegensatz zu älteren D&D Versionen, leidet das Spiel insgesamt nicht unter der Entscheidung, dass man einen einfacheren Charakter spielen will. Man wird auch auf lange Sicht nicht für seine Entscheidung bestraft.

Sehr schön ist, dass man nicht nur beim Klassenbau in der Entscheidung „geführt“ wird (durch die Abwesenheit zu vieler zusätzlicher Optionen), sondern auch im Spiel selber sind weniger Entscheidungen und einfachere Entscheidungen zu treffen.

Die Essentials Klassen liefern auf jedem Level genau definierte Entwicklungssschritte mit, man kann sofort ablesen was der Charakter wann kann, oder wann man aus zwei oder drei Optionen wählen kann. Auch später, wenn es darum geht einen Paragon Path oder eine Epic Destiny zu wählen, gibt es quasi eine optimale Wahl direkt eingebaut. Man braucht der Entwicklung nur zu Folgen und es tut am Ende nicht weh.

Auch die Harmonie zwischen den „neuen“ Essentials Klassen und den alten Klassen (für Fortgeschrittene) ist okay. Es gibt sogar Brücken. Der neue web-basierte Charakterbuilder macht zum Beispiel klar, dass man als Hexblade (eine Unterart des Warlock) durchaus auch die Powers des normalen Warlock nehmen kann. Diese werden Standardmässig versteckt, aber durch das Setzen eines Häkchens ganz nach dem Motto „erweiterte Auswahl“ kann man auf das gesamte Repertoire zurückgreifen. Auch ist man an die vorgeschlagenen Aufbauklassen für den Paragon Tier und Epic Tier nicht fest gebunden, falls man andere Pläne hat.

Und zu guter letzt: Nicht nur systematisch, sondern auch vom Fluff her passen die Kräfte, die den Essentials-Helden zur Verfügung stehen.

Kurz und gut: Ich bin zufrieden.

Advertisements

2 Antworten zu “Essentials: Ja!

  1. Ich mag die einfachen Essentials Klassen vor allem dann, wenn quer in eine hochstufige Gruppe einsteigt. Da ist es ein ziemlich langer Prozess einen „normalen“ 4e-Char kenne zu lernen und optimal zu nutzen. Das lohnt sich nur, wenn auch lange und oft mit der Gruppe spielt. Aber wenn man z.B. einen Knight wählt, ist man sofort drin und los rocken. Sehr nett.

    • Bernd Pressler

      Jepp. Aber Essentials sind auch fr die Spieler geeignet, die sich einfach nicht so viele Gedanken machen wollen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s