Marvel Heroic Roleplay – Ultimate Universe – Die erste Session, Teil 1


So, die Helden habt ihr ja schon kennengerlent. Mit den Helden gibt es schon an der einen oder anderen Stelle Probleme, aber darauf gehe ich später ein. Jetzt will ich erst Mal die Ereignisse des Abends zusammenfassen.

Das Zusammenfinden

Wie in jeder guten Team-Superheldengeschickte muss erst Mal das Team komplett zusammengestellt werden. Bei uns kennen sich zumindest drei der vier Charaktere schon Mal – zumindest rudimentär. Songbird, Shadowcat und Emma Frost werden mit Cyclops auf eine Mission geschickt: Befreit Wolverine. So einfach kann das Leben sein. Wir steigen direkt ins Geschehen ein. Warum Songbird bei den X-Men mitmacht? Im Moment unwichtig, ich hätte da aber ein paar Ideen. Dazu später mehr.

Mit dem Blackbird, dem Flugzeug der X-Men geht auf zu einem kleinen Militärkonvoy: Ein Laster, zwischen vorne und hinten je einem gepanzertem Jeep. Im inneren des Lasters: Wolverine.

Eigentlich ist die Sache für uns recht schnell klar. Obwohl Emma und Songbird beide einen gewissen Führungsanspruch haben, halten sich die Rangeleien in Grenzen: Erst Mal muss der Konvoy gestoppt werden. Wir steigen also mit einer Action-Szene ein.

MHR (Marvel Heroic Roleplay) unterscheidet zwischen Actionszenen und Transitionszenen, was, vereinfacht, auch den Szenen in einem Comic entspricht. In Actionszenen geht es eben um Konflikte irgendeiner Art, bei Transtionszenen erholt man sich, betreibt Nachforschungen, holt sich externe Hilfe. Die Spannung ist in den Szenen eben nicht hoch, es wird vorbereitet.

Action. Unser plan ist: Emma Frost versucht den ersten Jeep zum Anhalten zu bringen, Songbird fliegt noch aus der Luft los, um den hinteren Jeep zu stoppen. Shadowcat soll hingegen direkt zum LKW vordringen. Sie kann durch de Luft laufen (auch dass erlauben ihr ihre Fähigkeiten), kann durch die Wände des LKW ins innere eindringen und sie kann Wolverine  aus dem inneren mitnehmen.

Es ist schon so: Die Helden, die wir spielen, sind nicht erst Charaktere, die ihre Fähigkeiten noch erwerben müssen. Es sind die Charaktere, die man aus den Comics kennt. Bei Marvel Heroic geht es eben nicht darum, erst einen Helden aufzubauen. Man ist schon ein Held. Das bedeutet durchaus auch, dass man sich nicht „nach oben hin“ entwickelt – aber dazu später mehr.

Wir tauchen in die Actionszene ein.  Der Watcher definiert einen Helden, der Anfängt und der jeweilige Spieler nominiert den nächsten Charakter, der Handeln soll, wenn er fertig ist.

Emma manipuliert mit ihren Fähigkeiten den ersten Jeep zum Anhalten und bringt den Faher sogar dazu zurückzusetzen.
Songbird stösst von oben herunter. Sie baut eine schöne Rampe für den hinteren Jeep.

Was sich schon bei den ersten Aktionen herauskristallisiert: Vor allem, wenn man  mit der Freiheit, die das System bietet und mit der Art und Weise, wie Würfelpools zusammengebaut werden nicht vertraut ist, wird es zu Anfang gar nicht so einfach. Charaktere setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen und aus den Bestandteilen wird der Würfelpool aufgebaut. Das heisst auch, dass man nicht immer die gleichen Würfel würfelt, sondern je nachdem was man machen will, unterschiedliche Würfelgrößen und -mengen zusammenpackt.

Gerade, wenn man im Bereich Rollenspiel jetzt nicht so firm ist, kann das zu Anfang recht anstrengend sein. Im Gegensatz zu D&D, wo man immer einen d20 würfelt und nur noch kurz an einer Stelle schaut, was draufaddiert wird oder beim Schaden – da muss man zwar auch Würfel zusammensuchen, aber zumeist auch die gleichen. Bei Marvel Heroic Roleplay hängt es im Prinzip genau davon was ich gerade mache und wie ich es mache, was ich dann am Ende würfele.

Aber nach dem ersten Kampf wird das viel Flüssiger von der Hand gehen.

Wolverine bedroht den General, obwohl er hinter Gittern ist und ist damit ziemlich erfolgreich.

Da zeigt sich, dass man bei MHR ziemlich aufpassen muss, was man als DM macht. Marvel Heroic Roleplay besitzt eine Unified Conflict Resolution – egal ob du wem die Fresse polierst, oder ihn mental oder emotiation beeindrucken willst, es gilt immer der gleiche Mechanismus um Erfolg und „Schaden“ festzustellen. Zuweilen meint man aber, dass die Fähigkeiten der Charaktere weniger Möglichkeiten bieten, sich gegen mentale Manipulation zu wehren, als gegen körperlichen Schaden. Das stimmt aber nur, solange man die Umstände nciht richtig beachtet.
In unserem Beispiel ist Wolverine hinter Gittern. Er weiß zwar, wie man Leute bedroht – aber eigentlich weiß der General auch, dass er im Moment sicher ist. Dieses Wissen lässt sich auch im System ausdrücken, Wolverines Behinderung durch die Gefangenschaft nutzt dem General bei seiner Verteidigung. Haben wir aber nicht so gehandhabt, so dass es sehr einfach war, hier Eindruck zu hinterlassen.

Dann holt Kitty  ihn heraus. Songbird zertrümmert derweil mit einem Schallangriff den hinteren Teil des LKWs, um die Aufmerksamkeit auf sich zu richten. Trotzdem stürmen die Wächter von Wolverine einfach an ihr vorbei.

Das ist jetzt eher ein Problem der Übersicht. Eine Abstrakte Battlemap hätte hier geholfen. Und mir Probleme bereitet.

Wir bekämpfen die Soldaten, teilweise nicht ohne durchaus Schmerzen zu erleiden. Wolverine wird immer wütender, Kitty nimmt Schaden. Emma hält uns mit Flächenbeeinflussungen von Gegnern den Rücken frei. Songbird steckt einen Soldaten in eine Kugel aus festem Klang und verhindert so, dass er uns erschiesst, aber auch, dass er von Wolverine zerfleischt wird.

Das ist jetzt der erste Moment, in dem wir sehen, wie das Zusammenspiel bei MHR funktioniert – aber dazu in einem späteren Blogpost mehr.

Schliesslich räumen wir den Kampfplatz, bevor weitere Soldaten eintreffen.

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