Marvel Heroic Roleplay – Ultimate Universe – Die erste Session, Teil 2


Nach der Befreiung von Wolverine kommt erst einmal eine Transition Scene. Die Charaktere erholen sich automatisch ein wenig und wenn das nicht reicht, können sie auch noch aktiv an ihrer Erholung arbeiten. Das machen wir dann auch.

Marvel Heroic Roleplay unterscheidet zwischen Stress und echtem Schaden. Stress ist recht leicht abzubauen und auch Risikoarm. Wunden dauern wesentlich länger. Von uns ist aber niemand ernsthaft verwundet und mit ein wenig Zusammenarbeit kriegen wir den Stress auch noch in den Griff.

Wrr werden vorerst nicht weiter behelligt, aber zurück in der Basis kommt vor allem Emma Frost und Songbird, durch ihre kriminellen Verbindungen zu Ohren, dass es in New York eine große Anzahl illegaler Waffenlieferungen gibt. Niemand weiß etwas genaues, aber wir können immerhin erfahren, wo das ganze vonstatten geht.

Wir besuchen des Nachts den Ort des Geschehens, eine heruntergekommene Lagerhalle, und finden zuerst nichts. Bis auf Wolverine, dem ein seltsamer Geruch nach Chlor und Reinigungsmitteln auffällt. Die Halle ist leer und wirkt auch nicht so, als wäre hier etwas gewesen. Es gibt keine Geheimtüre. Vielleicht ins unsere Information falsch?

Gerade als wir wieder gehen wollen vernimmt Wolverine ein seltsames Summen – vom Dach. Also schnappt sich Songbird alle anderen und wir fliegen hoch. Auf dem Dach sind einige seltsame, kleine Zylinder, aber alles was uns dazu einfällt ist „It seems to run on some form of electricity“. Das Summen wird immer stärker und wir ziehen uns zurück.

Von dem Dach eines Hauses in der Nähe beobachten wir alles. Mit einem Mal geht durch die ganze Realität ein Ruck. Kurz darauf treten aus der bis vorhin noch leeren Lagerhalle zwei komische gessellen in roten Cord-Anzügen. Einer schwer mit Goldketten behängt und Ringen, und mit einem goldenen Spazierstock. Der andere massig, und bewaffnet. Der greift dann auch noch hinter sichund holt aus dem Nichts einen Koffer hervor.

Wir beschliessen uns das näher anzusehen. Und hier kommen jetzt wieder die Präferenzen der einzelnen Charaktere ins Spiel. Wolverine ist ein Einzelgänger, also zieht er auch alleine los. Er erzählt uns auch nicht, was er genau vorhat.

Songbird schleicht sich von hinten an, Shadowcat wartet noch ab und Emma versucht vorsichtig, mit telepathischen Mitteln etwas über unsere Feinde zu erfahren.

Wolverine mimt einen Obdachlosen, kriegt zumindest heraus, dass hier ein Geschäft steigen soll. Ganz klar ist die Sache aus, weil er aus dem Koffer 100$ bekommt, einfach so.

Emma findet heraus, dass die eigentliche Gefahr nicht der Leibwächter ist.

Unsere Gegner sind recht offensichtlich nicht von hier. Ihre Kleidung wirkt … vollkommen deplaziert, ihre Art und Weise zu sprechen ebenfalls. Als Wolverine zugibt, dass er kein Penner ist, sondern die beiden Informieren will, dass ihre Geschäftspartner nicht mehr auftauchen werden (eine dreiste Lüge – aber was solls?) wollen die natürlich wissen, was hier los ist. Wolvie erzählt: Es habe Streitigkeiten zwischen Gangs gegeben und jemand anders ist jetzt in Kontrolle.

Was jetzt lustig ist: Emma lauscht immer noch telepathisch mit. Die Jungs unten sind auch zu abgelenkt, um das mitzubekommen: Eigentlich sind die Geschäftspartner der Typen wohl die Regierung. Trotzdem spielen sie die Ereignisse im Kopf durch, verwerfen sie also nicht als komplett unglaubwürdig, und denken darüber nach was wohl die Konsequenzen seien, wenn eine Gang jetzt einen der Geheimdienste der USA kontrolliert … die beiden sind echt nicht von hier.

Kurz darauf greift Wolverine aber an.

Den Kampf im Detail zu schildern würde zu weit führen. Aber: Wir lernen, dass der Mann mit den Goldketten in der Tat SEHR gefährlich ist. Er prügelt Wolverine fast bewusstlos mit einem Schlag.

Songbird hindert den anderen an einer effektiven Flucht. Der abgeschnittene Fluchtweg kann von den anderen jetzt in ihren Aktionen (so sie darauf zielen, den Kerl zum Aufgeben zu bewegen) verwendet werden, um ihre Angriffe zu verbessern.

Wolverine verfolgt den flüchtigen Chef – der ist ziemlich schnell, so schnell, dass man ihn nicht sehen kann. Nur Wolverines geschärfte Sinne helfen, ihn wiederzufinden. Zusammen mit Shadowcat geht er gegen ihn vor.

Songbird und Emma zerstören das, was wir für die Art und Weise halten, wie die Kerle hierher gekommen sind: Die komischen Röhren auf dem Dach. Songbird fliegt mit Emma nach oben, Emma wechselt in ihre nahezu unzerstörbare Kristallform, und Songbird schmeisst sie einfach auf die Röhren im Dach.

Dann kommen wir alle den anderen zu Hilfe und nur gemeinsam können wir den komischen, viel zu schnellen Kerl in die Flucht schlagen.

In dieser zweiten Actionszene haben wir als Spieler so richtig gemerkt, was Teamwork bedeuten kann. Der Einfluss einer Zusammenarbeit bei Marvel Heroic Roleplay ist viel höher, als man das von zum Beispiel D&D 4 gewohnt ist.

Für die mechanischen Aspekte dieser Szene mache ich lieber einen eigenen Post, sonst wird das hier zu ausufernd. Was ich auf jeden Fall sagen kann: Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Viel mehr, als ich anfangs erwartet hatte.

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4 Antworten zu “Marvel Heroic Roleplay – Ultimate Universe – Die erste Session, Teil 2

  1. Genau der Punkt mit der Team-Arbeit bzw. den Zweier-Teams (Buddies) ist recht wichtig, wenn der Doom-Pool schon mal satter gefüllt ist. Dann wird es härter und härter und die Helden müssen sich schon wirklich COOLE Aktionen einfallen lassen, um ALLES aus ihren Charakteren herauszuholen.

    Und gerade das passiert dabei aber so natürlich, so unverkrampft und – so meine Erfahrung – ohne ins totale Metagaming abzudriften!

  2. Frage : Ich möchte auch mit dem MRH mastern anfanegn und bin nicht sicher iob ich alle Chars die es gibt zur Auswahl setllen soll oder eine Begrenze Auswahl… wie habt ihr das gelöst?

    • Hallo Tom,

      einige Charaktere habe ich in der Tat einfach nicht zugelassen. Ich halte nicht durch die Bank weg jeden Marvel Heroic Roleplay Charakter für gelungen und ich halte weiterhin nicht jeden Charakter für jede Kampagne für geeignet.

      Ich wäre mir aber auch nicht zu fein, einfach bestehende Charaktere zu verändern, so dass sie passen.

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